Rezensionen

Zum Ende des Jahres scheinen der Redaktion so langsam die Lobeshymnen auszugehen, denn selten durften wir so viele "gute" Scheiben rezensieren wie in den letzten Tagen des Jahres 2013. Als wäre es nicht schon genug, so flattert gleich der nächste Referenz-Kracher ein und lässt uns ernsthaft zweifeln, ob nicht tatsächlich nochmal alle Weihnachts-Wunschzettel, deren wichtigster Punkt einen Album-Release beinhaltet, umgeschrieben werden müssen. Wir können es in jedem Fall nur deutlich empfehlen die Prioritäten des CD-Gabentisches neu zu definieren, denn der Folge-Release des Loom-Trios um Froese, Schmoelling und Waters hält zu 100% das "Scored"-Versprechen ein, in dem die Berliner Jungs genau dort weitermachen wo sie 2012 aufgehört haben. Die Spannungsbogendichte legt dabei sogar noch eine Schüppe drauf, denn ein highlightiges Kompositions-Element jagt das nächste und wirft uns unweigerlich und fast noch ein Stückchen intensiver in die gelungene Symbiose, dass "Alt und Neu" mal sowas von zusammenpassen. Ja, diese Fortführung macht Sinn, sie ist fortschrittlich, tendenziell immer hochwertig inszeniert und bestückt mit triologischer Intelligenz. Heiliger St. Nikolaus, was hätten wir für großartige Alben in den letzten Jahren unterm Tannenbaum finden können, wenn sich die Drei schon eher zusammengefunden hätten. Also bitte keine Socken für den "Papa" dieses Jahr! www.loom-music.de

Stefan Erbe