| Kolumne: Was machen wir (noch) falsch...?! |
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Nun, das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber irgendwie beschleicht den Autor den dringenden Drang nach einer EMschen Jahresrückbetrachtung und einer erneuten Wasserstandsanalyse. Allerdings werfen wir weniger einen besonderen Blick auf die einzelnen Produktionsergbenisse, sondern vielmehr auf die Entwicklung der gesamten Szene. Dabei mag man bereits schon jetzt vermelden, es wird weniger "gezankt und gezickt", es gibt kaum noch Grabenkämpfe und Boykottaktionen und auf allen Veranstaltungen wird ein freundlicher Umgang gepflegt, der zeitweilig in Atmosphären wandelt, die man aus frühen KLEM-Dag-Zeiten kannte. Gut so, ...aber! Leider gibt es auch ein Aber, denn wo bleiben auch in diesem Jahr die Innovationen und neuerlichen Ideen, die die Musik immer noch dringend benötigt, um auch kommerziell wieder nach vorne zu kommen. Wenn wir in die Gesichter der Top-Leute dieses Genres schauen, bleibt zu hoffen, dass sie noch ein paar Jahre durchhalten werden, denn bisher gibt es kaum eine Anzahl an Acts, die das Potential haben auch den Mainstream-Markt zu erobern. Aber woran liegt es eigentlich? Warum schafft es keiner der uns bekannten Musiker oder Bands mal so richtig durchzustarten? Fehlen die textilreduzierten Frontschlampen oder gar ein mieses Schlägerimage? Brauchen wir mehr Hochglanz-Videos und Medienüberflutungsaktionen? Somit empfiehlt es sich weiterzuarbeiten, und zwar an der eigenen Individualität, sowohl musikalisch als auch in der Außenwirkung. Leider reicht nur das Erzeugen guter Musik nicht aus, sondern es muss sich ein Produkt entwickeln, welches so oder in ähnlicher Form noch unentdeckt blieb. Also Roboter, riesige Synthesizer-Türme mit epischen 30 Minuten Stücken, griechische Orchester-Teppiche und französisches lichtergeflutetes Herumgehüpfe auf der Bühne haben wir bereits. Es wird also Zeit mal nach neuen abgefahrenen Ideen zu suchen. Viel Glück dabei.... Stefan Erbe |
Kommentare
Bin mir nicht so sicher, ob Innovationen oder Veränderungen in der Szene wirklich erwünscht sind.
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