Kellerkind Berlin ist ganz groß im Kommen. Überall ploppen Postings und Beiträge über ihn im Web auf, in denen steht dann so was wie „hast Du schon gehört", „das lohnt sich da mal reinzuhören", „ganz neu und richtig gut". Dabei ist Christian Gorsky schon seit Jahren als Musiker im Web unterwegs, hat 10 Alben produziert, und ist auf weiteren Samplern zu hören.

Signs ist sein aktuelles Album, und das erste mit dem ich in Berührung kam. Es ist vollständig auf dem Notebook entstanden. Und wer mich kennt weiß, dass ich von so was immer ganz schlimme Flecken am Hals bekomme. Ganz anders bei diesem Album. Kellerkind Berlin lässt seine PlugIn-Synths in sanften, aber charaktervoll gut durchzeichneten Klängen ruhige und wunderbar strukturierte Stücke spielen.

Ich habe Kellerkind Berlin zu den Sounds und den Arrangements befragt, und was sie über ihn aussagen. Er sagt: „Nun ich bastle gerne noch ein wenig daran herum, z. B. ob ich mir das selber anhören würde. Und ganz wichtig: meine Muse. Die muss jedes Stück über sich ergehen lassen und dazu eben auch Kritik oder Lob bringen. Ansonsten versuche ich meine Grundeinstellung zum Leben vielleicht wieder zu spiegeln. Entspannt (wenn möglich), genießen was grad da ist, und sich in der Musik einfach laufen lassen. So in etwa ..."

Christians Musik berührt mich auf eine sanfte und unaufdringliche Weise, die richtig gut tut. Und wenn das Album zu Ende ist, muss ich immer schwer mit der Versuchung ringen es gleich wieder zu starten. Chapeau!

Bezug: Signs auf Bandcamp für €4 (oder freiwillig mehr) als Download

Tom / flaechenklang.de