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Nun der weit gereiste Kolumnist hatte bereits vor einigen Wochen in einer Kolumne auf die spürbaren Veränderungen in der EM-Szene hingewiesen und konnte sich nun auch am vergangenen Wochenende in Oirschot (NL) ein Bild davon machen, ob denn vorherige These auch tatsächlich zutreffend sind. Man könnte glatt meinen, betrachtet man die Besucherzahlen des samstägigen E-Days, wir wären wieder in die "traurige Zeit" der EM zurückgefallen. Ca. 150 (+-) Fans waren zugegen als Booth & Creek, Dinsdale und Picture Palace Music ihre Musik zum Besten gaben und man fiel unweigerlich in den Vergleich zur Herbst Ausgabe des E-Live, die natürlich deutlich mehr Besucher anreisen lies.

Aber es bedarf eines genaueren Blickes auf die Veranstaltung und auf die Tatsache, dass natürlich auch das Line-Up nicht ganz so spektakulär daher kam wie im Oktober 2011, denn mit Loom (Schmoelling, Froese jr. und Waters) konnte man ein wahrhaftiges und historisches Highlight setzen. Dabei wurde aber auch am letzten Wochenende einiges geboten und insbesondere PPM überzeugte mit großartiger Performance, viel Show und toller Visualität. Betrachtet man die Besucherzahlen aus dem Blickwinkel, dass alle Künstler bereits in den vergangenen Zeiten in Oirschot oder auf anderen Events häufiger zu sehen waren, wundert es doch (positiv), dass der Saal dennoch ganz ordentlich gefüllt war.

Sollte man es nun kritisch hinterfragen, warum der Veranstalter diese Acts eingeladen hat? Ist es sogar zu kritisieren, dass man auf bewährte Künstler zurück gegriffen hat?

Die Antwort ist ein klares Nein, denn in erster Linie ist die Veranstaltungsreihe auch ein wirtschaftliches Ereignis, dass die Aufgabe zu lösen hat, ertragsorientiert zu agieren. Somit ist es wichtig, dass die Konzerte bezahlbar und umsetzbar sind. Jeder wird verstehen, dass ein Vorjahres-Event mit Loom sicherlich über das normale Maß an Kostenrisiko hinausgegangen ist und man nicht jedes Festival mit den ganz "Großen" aufwarten kann. Und rückblickend auf den 28.4. muss man ebenfalls attestieren, dass es ein wirklich vergnüglicher Tag gewesen ist, der insbesondere zum späteren Zeitpunkt deutlich an Qualität gewann und der Eintrittspreis allein für das finale Konzert der Berliner gerecht gewesen wäre.  Sicherlich sind insbesondere einige Deutsche Besucher der Veranstaltung ferngeblieben, die den Hauptact in Gütersloh, auf Satzvey oder 2010 in Oirschot bereits gesehen hatten. Berücksichtigt man diese Menge an Fans, war die Veranstaltung sogar noch überdurchschnittlich gut besucht und kann absolut als Erfolg gesehen werden.
Auch zukünftig sind die E-Live´s und E-Day´s eine gute Alternative z.b. viele der britischen Acts live zu erleben und zumeist einen sehr internationalen Querschnitt an Künstler zu verfolgen. Auch die Anzahl von 3 Konzerten bietet eine veritable und hörbare Menge an Musik, die gut zu konsumieren ist. Von der erstklassigen Lokalität wollen hier gar nicht erst sprechen, die sich als tollen Festival-Ort (endgültig) etabliert hat.
Gründe genug, Ron Boots für eine tolle Veranstaltungsserie zu gratulieren, die hoffentlich noch lange seine Fortführung findet und sicher schon im Oktober wieder mit neuen Bands und Künstler zu einer Reise nach Oirschot einladen wird.

Stefan Erbe

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