Magazin

Kategorie: Magazin
Es ist gute „Bürgerpflicht“, mindestens einmal im Jahr in die wunderschöne Eifel zu fahren.

Am vergangenen Wochenende fand auf Burg Satzvey das alljährliche „Satzvey Castle“ Festival bei herrlichstem Sommerwetter statt. Das Motto hieß „Elektronische Musik der Berliner Schule“. Die Besucherzahl war sehr erfreulich und wurde durch die 3 Live-Acts bestens unterhalten

Los ging es mit „T M A“ feat. Martinson. Torsten Abel hatte sein Modularsystem mitgebracht – ein optischer Genuss in jedem Fall. Martin „Martinson“ Rohleder an der Gitarre sowie bei der Zugabe auch Wolfgang Barkowski (Alien Nature) begleiteten Torsten während des einstündigen bemerkenswerten Konzertes, das im übrigen durch zusätzliche Beleuchtung (initiiert durch Bas Broekhuis) hervorragend in Szene gesetzt wurde...

Von Beginn an nahm Torsten das Publikum mit auf seine Sequenzer- und Rhythmusreise, immer abwechslungsreich und spannungsgeladen. Ein klasse Konzert. Zwei  Stücke bestanden aus seinem Soloalbum „Sequentrips“, eines neu arrangiert von der CD „Hydra“ (mit Alien Nature), die restlichen Tracks waren noch unveröffentlicht. Das Torsten ohne Weiteres auch live improvisieren kann (in der heutigen Zeit ja eher mit Seltenheitswert !), bewies er eindrucksvoll beim zweiten Stück „Modular Set“. Von Torsten Abel werden wir zukünftig sicher noch viel Positives zu berichten haben.

Die Setlist:

1. Circular Movement  (von „Sequentrips“)

2. Modular Set (Live Improvisation)

3. Consequencing  (extra Track für Satzvey)

4. Garden of B   (von „Sequentrips“)

5. Dreamland   (ein neues Stück vom neuen Album)

Zugabe:

6. Eclipse    (von der“ Hydra“ mit Alien Nature in neuem Arrangement)

Nach der ersten größeren Pause betrat dann bereits zum dritten Mal auf der Burg Frank Dorittke aka „F.D. Project“ die Bühne. Das Konzert war als „The other Side…“ angekündigt worden. Und tatsächlich: alleine der Bühnenaufbau verriet schon, dass Frank bei diesem Set den Fokus auf Elektronik und weniger auf Gitarre legen würde.

Die Musik war ähnlich seinen beiden Veröffentlichungen „47.24“ und „Space One“ und eben seiner auf diesem Tag veröffentlichten neuen CD „Nocturna…The other Side of F.D. Project“ angelegt. Jedoch sind seine Live-Auftritte immer noch etwas sehr besonderes. Vieles sprach deutlich für eine immense Weiterentwicklung seiner ohnehin großartigen Musik. Frank baute nur vereinzelt sein unnachahmliches melodisches oder rockiges Gitarrenspiel ein. Das Hauptaugenmerk legte er dieses Mal eindeutig auf pure Elektronik, die mitreißend, ausgefeilt, sehr druckvoll mit satten Sequenzen und hochqualitativ spannungsgeladen in einem langen Track daherkam, der auch Elemente seiner neuen CD „Nocturna“ beinhaltete.

Uns hat „die andere Seite“ von Frank mehr als überzeugt, und das Publikum forderte begeistert natürlich eine Zugabe, die dann sogar doppelt erfüllt wurde. Mit seinem beliebten Stück „Desire“ endete ein begeisterndes Konzert. Eine wahrhaft gelungene „Evolution“ von Frank !!!

Die Setlist

Live-Improvisationen  (auf Sequenzen aufbauend) Zugabe: Evolution (John Dyson)

 

 

Dann traten Broekhuis, Keller & Schönwälder wie gewohnt in weißem Outfit vor wunderbar ausgeleuchteter Bühne auf. Und natürlich fällt es den dreien nicht schwer, das Publikum vom ersten Moment an einzufangen und mitzunehmen. Man griff größtenteils auf Stücke vom Repelen-Konzert zu Beginn dieses Jahres zurück. Wir hörten dieses Mal jedoch eher ruhige, besonnene Passagen mit dezentem Schlagzeug, unaufgeregt und souverän vorgetragen. Bei „Tranzz 08“ und „Tea with an unknown Girl“ legte man jegliche Zurückhaltung ab, und es wurde „richtig Schritt gemacht“, so wie man die Drei ja seit Jahren live auf der Bühne schätzt. Ein sehr gelungener Abschluss eines stimmigen Satzvey-Festivals.

Die Setlist:

Frozen Night

Tranzz 08

Walking under the blue Moon

City Lights

Zugabe

Tea with an unknown Girl

Alles in allem war auch dieses Festival wieder eine wohltuende und „runde Angelegenheit“.

Wir können diese Veranstaltung in wunderbarem Ambiente immer wieder neu empfehlen. Eine Reise dorthin lohnt sich immer.

Artikel / Fotos www.electronic-circus.net