raumzeitneu

Das neue Raumzeit Festival findet nicht wie ursprünglich geplant an der Hagener Sternwarte statt, sondern im IBZ auf dem Campus der Uni Dortmund. Am 3 September kommen Battery Dead, Ma Easy, Sonemark, Matzumi und Stefan Erbe zusammen, um das offene Konzept des "Raumzeit-Themas" weiterzuführen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch Codos Traumreisen auf Eldoradio, die das Event begleiten und daraus eine Sondersendung machen werden. Raumzeit wurde erstmalig von Stefan Erbe an der Hagener Sternwarte initiert und wird nun an neuer Stelle seine Fortführung finden. Der Eintritt zur Veranstaltung wird frei sein und neben den musikalischen Highlights bietet das Event noch weiteres Rahmenprogramm. Weitere Details in Kürze.

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Rezensionen

Stefan Erbe - Genesys

Stefan Erbe - Genesys

Es gibt CDs, die ich erst einmal ein paar Mal hören muss, bis sie sich mir erschließen, und es gibt Alben, die gleich bei der ersten Runde bei mir ins Schwarze treffen. Stefan Erbes neueste Kreation "Genesys" gehört ohne Frage zu denen, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Nach seinem letztjährigen Ausflug in die Klassik führt uns die Reise dieses Mal wieder in die Tiefen des Alls. Für den Macher der "Sound of Sky"-Reihe ist das kein ungewohntes Terrain, und an einigen Stationen des Weges meint man Elemente und Sounds früherer Alben wieder zuerkennen, sei es von seinen Soloalben oder den beiden mit Steve Baltes. Das heißt nun aber überhaupt nicht, dass uns hier nur Neuauflagen von Bekanntem geboten werden - ganz im Gegenteil. Eine Computerstimme ganz zu Anfang gibt das Motto vor: "Open your eyes". Was die musikalischen Strukturen angeht, werden neue Wege beschritten. Klassische Erbe-Sounds scheinen immer wieder durch, werden aber sogleich gebrochen und auf neue Weise wieder zusammengesetzt. So habe ich am Ende dieser Reise, das die gleiche Stimme mit "Our mission is complete" kommentiert, einen ähnlichen Eindruck wie nach der "Selectronique Debussy": Einerseits ganz und gar zu Hause zu sein, und andererseits in neue Sphären getragen worden zu sein. Mit 'Lightspeed' legt Stefan Erbe dann noch den passenden "Rausschmeißer" oben drauf. Perfect Job, Captain - pardon, Leutnant - Erbe! Alfred Arnold

Magazin

Grünkohl und ein halbes Musiker-Leben am Montag

Grünkohl und ein halbes Musiker-Leben am Montag

Heute ist in zweifacher Hinsicht ein besonderer Tag. Zum Einen geht es nicht zu einem Konzert, sondern zu einer Lesung. Karl Bartos, von 1975 bis 1991 bei Kraftwerk, hat vor einigen Wochen seine Memoiren veröffentlicht und geht mit ihnen auf "Tournee". Ich habe sein Buch "Der Klang der Maschine" auch auf dem Nachttisch liegen, bin bisher aber noch nicht zu...

Das ganze Wochenende in Oirschot

Das ganze Wochenende in Oirschot

Als vor einem Jahr Loom für E-Live angekündigt war und die Karten lange im Voraus ausverkauft waren, hätte man meinen können, so ein Erfolg wäre nicht mehr zu toppen. Groove-Chef und E-Live-Organisator Ron Boots ist dieses Kunststück aber gelungen: Dieses Jahr konnte er Tangerine Dream als Haupt-Act gewinnen, und die Karten für den Samstag waren derartig schnell ausverkauft, dass Ron...

Kolumne

Zum Tod von Klaus Hoffmann-Hoock

Zum Tod von Klaus Hoffmann-Hoock

In unsere schnelllebigen Zeit gibt es mittlerweile wenige Augenblicke in denen wir wirklich inne halten um den einen Moment besonders zu reflektieren. Ich gestehe auch, dass eine Info vom Vortag (zum Beispiel der Tod einer öffentlichen Person) schon oft am nächsten Tag, kaum noch eine Rolle spielt. Viel zu schnell gehen wir zu Tagesordnung über und investieren kaum noch Zeit in die Betrachtung des Verstorbenen. Bei Klaus Hoffmann-Hoock sollte es und wird es anders sein. Wir, seine Freunde und Musikerkollegen werden uns viel länger an ihn erinnern können, den Klaus umgaben viele Besonderheiten, die selten zu finden waren. Sein Art mit anderen Menschen umzugehen war immer geprägt von echtem Interesse an dem Gegenüber, sie umgab eine soziale Verbundenheit die wir alle als überaus sympathisch empfanden und die einen permanenten Respekt beinhaltete. Seine besondere Eigenschaft Dinge in Worte zu fassen, etwas Humoriges in seinen Ausführungen zu verstecken und mit seinen Erzählungen ganze Abende zu etwas Besonderem werden zu lassen, waren seine Form eines gesellschaftlichen Zusammenhaltes. Die Liebe zur Musik uneigennützig mit anderen zu teilen gehörte ebenso zu seiner großen Kunst. Er blieb stets unaufgeregt, unterwarf sich dem Ziel sich einzubringen aber eben nicht dem Streben, sich dabei in den Vordergrund zu stellen. Dabei hätte er, rückblickend auf sein musikalisches Schaffen, oft viel mehr einfordern können. Auch er gehörte in die Riege der Pioniere, die wir heute gerne als eigene Motivationsgrundlage benennen. Dabei erscheint seine persönliche Vorstellung vom Ruhm und Ehre oft ganz anders, als die vieler anderer Künstler. Seine Erkenntnisse aus der Zeit von Mind over Matter oder Cosmic Hoffmann hinterließen einen Typ der eher Gedanken teilte, als sich über Erfolge zu definieren. Klaus hatte diese besondere Eigenschaft wirklich zuzuhören und Dir das Gefühl zu geben, dass Du immer auf einer gemeinsamen Augenhöhe mit ihm kommunizierst.  Mir wird seine Stimme, sein Wesen und seine Art Menschen zu verbinden, besonders in Erinnerung bleiben. Vermissen werden wir ihn immer dann, wenn seine Qualitäten benötigt werden, wenn wir seine Musik hören und wenn wir jemand brauchen, der uns einen ehrlichen Rat geben kann, der frei von eigenen Interessen bleibt. Vielleicht können wir in Zukunft einen Teil davon auch zu unseren eigenen Stärken zählen. Ein Versuch wäre es wert.

Stefan Erbe