Rezensionen

Uni-Sphere - Endless Endeavour

Uni-Sphere - Endless Endeavour

Sowohl Eric van der Heijden als auch Rene Splinter sind in der EM-Szene keine Unbekannten.  Neu ist, dass die beiden sich jetzt als Uni-Sphere zusammengetan haben. Was bei dieser Zusammenarbeit herausgekommen ist, kann man auf ihrem Debüt-Album 'Endless Endeavour' hören. Stilistisch sind die beiden ja gar nicht so weit auseinander, sowohl Rene als auch Eric stehen für den eher melodischen Stil der elektronischen Musik.  Bei Rene kann man immer wieder den Einfluss Tangerine Dreams aus den 80er Jahren heraushören, Eric gilt als der große Romantiker unter den holländischen EM-Musikern. So hört man denn auch auf Endless Endeavour viele Klänge, die einem von einem großen Vorbild vertraut vorkommen mögen - aber warum auch nicht?  Entscheidend ist, was man aus diesen Elementen macht, und dieses Experiment kann man getrost als gelungen bezeichnen.  Zwischen den 10 Titeln wechselt die Stimmung hin und her, von eher ruhigen und romantischen Stücken wie 'Vulnerating Values' oder 'Compromising Colors' zu richtig flotten Tanznummern wie dem 'Jocular Jive'.  Die Namen der Titel dürften übrigens alle samt Erics Feder entsprungen sein, er hat ein Faible für Alliterationen. Das Titelstück ist mit 15 Minuten mit Abstand das längste der CD, findet sich in ihrer Mitte und ist dreigeteilt.  Im ersten Teil beginnt es schwärmerisch ruhig, romantischer - für mich klar Eric Handschrift.  Der zweite Teil ist ein Piano-Solo von Rene, ganz in dem Stil, wie Johannes Schmoelling sie bei TD gespielt hat. Der letzte Teil beginnt wieder sehr ruhig und entwickelt sich über seine sechs Minuten zu einem dynamischen und von Sequenzen geprägten Höhepunkt. Ein besonderer Titel, den der eine oder andere vielleicht schon kennt, den man aber bisher nur einige Male live hören konnte, ist 'Colorful Fields Of Summer', das die beiden schon vor einiger Zeit der Schallwende-Vorsitzenden Sylvia Sommerfeld gewidmet hatten.  Wer es immer schon einmal auf CD haben wollte, findet es jetzt hier unter dem neuen Namen 'Eloquent Exposure'. Zusammenfassend ist Eric van der Heijden und Rene Splinter eine bunte und abwechslungsreiche Reise durch die melodische Seite der EM gelungen.  Wie der Titel 'Endless Endeavour' andeutet, sind solche Reisen aber nie zu Ende - weiter so! Bezug: www.groove.nl Alfred Arnold

Magazin

Sound of Sky - ATB Under The (Bochum) Stars

Sound of Sky - ATB Under The (Bochum) Stars

Bereits zum dritten Mal ist es Stefan Erbe gelungen, Andre Tanneberger alias ATB für seine Sound of Sky-Reihe zu gewinnen. Dass ATB außerhalb der 'klassischen EM-Szene' noch viel mehr Fans hat als innerhalb, war natürlich klar, deshalb hatte man direkt vier Auftritte (jeweils zwei am Freitag und Samstag Abend) geplant. Aber auch die waren wie schon beim letzten...

Hello 2016 - John Kerr ist wieder da!

Hello 2016 - John Kerr ist wieder da!

Traditionell letzte EM-Veranstaltung des Jahres ist die Hello-Reihe des Schallwende-Vereins. Einen Tag vor Silvester wird noch einmal ins Rund des Bochumer Planetariums zu einem Jahresabschluss-Konzert eingeladen. Dieses Jahr konnte man dafür einen besonderen musikalischen Gast verpflichten. John Kerr hatte nach schwerer Krankheit seine musikalische Karriere eigentlich schon vor Jahren beendet, der Schallwelle-Preis fürs Lebenswerk im letzten Jahr hat...

Bernhard Wöstheinrich USA Re-Live

Bernhard Wöstheinrich USA Re-Live

Auf seiner USA Reise im Herbst des Jahres gab Bernhard Wöstheinrich neben dem Gatherings Konzert mit Erik Wøllo auch wieder Radio-Live-Konzerte. Zwei davon gibt es mittlerweile als Mitschnitt zum Download via Iapetus. Der Erste erschien bereits Anfang November unter dem Titel "Live at Stockton University", live zu hören in der Sendung Digital Dreams (New Jersey). Der Zweite ist seit diesem...

Kolumne

Asche zu Asche

Ja liebe Empulsiv-Leser, die Einschläge kommen näher und auch wir müssen uns mit der Endlichkeit unserer musikalischen Heroen abfinden. Froese, Frey, Bowie und Co werden auch in Zukunft noch von diversen ablebenden Künstlern ergänzt werden. That´s Life!

Aber die Frage die sich dennoch stellt ist, warum empfinden wir den Verlust selbst so intensiv? Es kann nicht nur die musikalische Begleitung des eigenen Lebens sein, die uns mit den Musikern verbindet. Auch die Besonderheit ihrer Kunst und ihren Möglichkeiten, sich in jungen Jahren eine Einmaligkeit erarbeitet zu haben, ist wohl nicht der Auslöser zur eigenen gesteigerten Emotionalität bei Kenntnisnahme des Versterbens. Vielmehr scheint es eher der virtuelle Spiegel zu sein, der tributierende Künstler und die Fans an die eigene Sterblichkeit erinnert. Der eine mag es als berechnende Natürlichkeit betrachten, dass C-Promi-Musiker die Wichtigkeit des Einflusses der/des Verstorbenen auf die eigene Schaffensgrundlage äußern, die anderen nutzen die Gunst der Stunde, um alle versammelten Werke noch mal durch die hiesigen Charts zu treiben. Geschenkt.