Rezensionen

Moonbooter - Schwarzmond

Moonbooter - Schwarzmond

Auch Bernd Scholls neuestes Album verfolgt die Synergie seiner astromedialen Verbindung von Space und Sound, vollführt dabei aber eine deutliche Veränderung. Es klingt deutliche defensiver, reduzierter und nachdenklicher als die vergangenen Alben des Eifelers. Natürlich gibt es die typischen Beats und Rhythmus-Muster die eben den Moonbooter-Sound ausmachen, aber der schwarze Mond mag irgendwie suggerieren als ob seine Musik einen kleinen Wandel durchlebt. Einige der Tracks erfordern deutlich mehr Zeit zum Zuhören und weniger des Konsumierens. Gut so und vielleicht führt der nächste musikalische Weg sogar mal auf irdische Breiten- und Längengeraden, wäre doch toll mal zu erfahren wie sich die Musik von Bernd Scholl durch heimische Inspirationen anhören würde. Tolles Album.

www.mellowjet.de

Stefan Erbe 

Magazin

Vorpremiere auf dem Gipfel

Vorpremiere auf dem Gipfel

Manchmal dauern Dinge etwas länger als geplant - diese Weisheit trifft auch auf das kommende zweite Album von Steve Baltes und Stefan Erbe zu. Eigentlich war dessen Premiere ja schon für den letzten November in Bochum geplant, Terminprobleme haben aber dazu geführt, dass Baltes Erbe-Fans bis heute auf einen Nachfolger der s-thetic² warten müssen. Aber an...

Im Gespräch: Rike & Erik

empulsiv führte ein Video-Interview mit Rike und Erik im Rahmen ihres Auftritts beim Rondo-Festival in den Güterhallen.

Klingendes in der Klingenstadt

Klingendes in der Klingenstadt

Städte schreiben sich ja bisweilen zusätzliche Titel auf ihre Ortseingangsschilder. Meine Heimatstadt Aachen hat sich eine Weile darauf mit ihrer Exzellenz-Universität geschmückt, und ein Jahr lang durfte man sich auch 'Bundesligastadt' nennen. Das ist nun schon einige Zeit vorüber, andere Titel sind von größerer Dauer. Solingen mit seiner Tradition in der Messer-Herstellung begrüßt den Besucher als 'Klingenstadt'....

Kolumne

Auswahl ist gut!

Auswahl ist gut!

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie früher an (elektronische) Musik gekommen sind? Also ich mich noch ziemlich gut. So Mitte der 80er Jahre, als ich Winfrid Trenkler's 'Schwingungen' gerade entdeckt hatte, war ich noch Schüler und wohnte in einer kleinen Stadt im Bergischen Land.  Es gab einen kleinen Radioladen, der hatte auch ein Plattenregal, und es störte den Händler nicht allzusehr, wenn sich die Teenager auf den ausgestellten Stereoanlagen die eine oder andere Platte auf Kassette überspielten - solange er die Kassetten verkaufte.  Das Plattenregal war naturgemäß nicht allzu groß, und EM-mäßig war dort nicht allzuviel zu finden.  Zum nächsten echten Plattenladen in der nächst-größeren Stadt war es eine Stunde mit dem Bus, und die richtig große Auswahl gab's erst im Saturn in Köln.  Fehlende Motorisierung und begrenzte finanzielle Mittel setzten solchen Ausflügen natürliche Grenzen, so hat man sich bestenfalls alle zwei oder drei Wochen ein neues Stück Vinyl geleistet.  CD-Player gab es zwar auch schon, aber für die wurden damals noch vierstellige Preise aufgerufen.