Rezensionen

Martin L. Gore - M.G.

Martin L. Gore - M.G.

Wenn "Mode-Mitmacher" Martin Gore ein Instrumental-Solo-Album veröffentlicht, darf und muss auch empulsiv mal einen Blick darauf werfen. Zugegeben, nach ein paar Takten, hätte es auch gepasst wenn ein paar Vocals von Dave Gahan das Erzeugte ergänzt hätten, aber die 16 Tracks bleiben frei von sämtlichen Gesangseinlagen. Wer nicht zur Hardcore-Mode-Fan-Gruppe gehört, wird das Album vielleicht als Grund erachten, sich nun wenigstens mit den Kompositionen eines Bandmitgliedes auseinander zu setzen. Ob es reicht, sich dann auch mit weiteren DP-Output zu beschäftigen bleibt zu bezweifeln, denn zu oft sind die Tracks nur Ansammlungen von Patterns und Ideen, die es aber irgendwie bis zum fertigen Song nicht geschafft haben. Dennoch ist der Gesamt-Content abwechslungsreich und selten langweilig, zumeist aber ein bisschen unspektakulär, so dass es die Hälfte an Tracks auch gereicht hätte. Gores Sound ist minimalistisch, tendenziell reduziert und hebt dabei einzelne Elemente in den Vordergrund, die dann das komplette Stück tragen müssen. Ein Konzept, dass nicht so ganz aufgeht, fehlt dann doch der Anteil eines Sängers wie Gahan. Aber dann wäre es wieder "Mode-Album", und wer will das schon...

Stefan Erbe

Interviews

Interview: Der Dritte Raum

Interview: Der Dritte Raum

Am sehr beschaulichen Berliner Prenzlauer Berg residiert Andreas Krüger, den die meisten Elektronik-Fans, neben seinen weiteren unzähligen Projekten, wohl als den Dritten Raum kennen werden. Mein Besuch in seinem neuen, aber noch vorübergehend errichteten Wohnstudio zeigte wieder einmal, dass es eigentlich egal ist wo die versammelte Hardware aufgebaut ist, solange die Gesamtumgebung genügend Kreativoutput zu Tage bringt. Andreas gehört zweifelsohne...

Magazin

Eine Sinuswelle auf dem Live-Trip

Eine Sinuswelle auf dem Live-Trip

Die neue Formation um Torsten M. Abel mit Namen Sine Amplitude macht sich auf, mit ihrem Instrumentalrock ihr Live-Publikum zu finden. Mit dabei sind der Gitarrist Martin Rohleder und der Schlagzeuger Andreas Aulke. Mit ihrer Musik wollen sie die Elemente von klassischer elektronischer Musik und progressivem Rock verbinden, mit Referenzen an die Berliner Schule und am Krautrock. Aktuell bestätige Termine sind...

Jean-Michel Jarre auf Eroberungswelle (Update)

Jean-Michel Jarre auf Eroberungswelle (Update)

Elektronik-Altmeister Jean-Michel Jarre ist auf dem Weg zu einem neuen Album. Unterwegs jedoch macht er einen kurzen Zwischenstopp in einer Zusammenarbeit mit Gesaffelstein, ebenfalls Franzose und recht umtriebig, was seine musikalischen Kollaborationen angeht. Aus der Pressemeldung: "Conquistador" ist der erste Vorgeschmack aus Jean-Michel Jarres kommendem Studio-Album und erscheint exklusiv auf Beatport (http://pro.beatport.com/release/conquistador/1502022) in einem besonderen 3-Track-Bundle, das den Originalmix und zwei Remixe...

E-Scape - EM Festival in England und überall

E-Scape - EM Festival in England und überall

Es soll eine neue Festivalreihe für elektronische Musik in Groß Britannien werden: E-Scape (http://www.admusiconline.com/main/concerts.php). Veranstaltungsort und Line-up stehen bereits fest, die Tickets sind Online zu haben, alles gut organisiert von AD music, dem Musik-Label von David Wright. Und noch ein wichtiges Thema wird hier zum ersten Mal für ein solches Festival angeboten, das Virtuelle Ticket (VT). Eine großartige Gelegenheit für...

Kolumne

Kolumne: Warum nur die Individualität gewinnen wird!

Kolumne: Warum nur die Individualität gewinnen wird!

Unsere Vorbilder, unsere Heroen und die Pioniere! Wären wir bloß wie sie? Scheiß drauf!
Damals, ja damals waren sie es, die gezeigt haben, wie man mit Innovationen etwas völlig Neues erzeugen kann. Da waren die Riesen-Kisten vollgestopft mit Patchkabeln, aufgestapelt zu Türmen mit analoger Technik und die leuchtenden Sequenzer, die synchron zur exakten 16tel Sequenz blinkten. Das war mutig und Individuell, aber eben nur damals! Es ermüdet zu lesen, zu hören und erzählt zu bekommen, dass jemand so klingt wie die Jungs von damals. Niemand interessiert die xte Kopie des Originals. Warum? Na weil wir eben das Original schon haben! Anstatt sich darüber zu freuen, dass man den siebenunddreißigsten TD-Clone hervorgebracht hat, wäre die Intention sich etwas Eigenes auszudenken, der richtige Weg gewesen! Dann müsste man sich auch nicht wundern, weshalb die Verkaufszahlen womöglich noch ein paar Kommastellen mehr benötigen, um daraus eine große Zahl werden zu lassen.