Rezensionen

Mythos - Jules Verne

Mythos - Jules Verne

Vor über einem Jahr veröffentlichte Stephan Kaske unter seinem Projektnamen Mythos sein Album Jules Verne Forever, das mich hörlich beeindruckte. Nun ist der Nachfolger erschienen: Jules Verne - Around the World in 80 Minutes. Wie der Untertitel verrät, umfasst die Scheibe ca. 80 Minuten neue Musik aus Stephans Klangwerkstatt, diesmal gewidmet der Reise um die Welt. Und für den Hörer eine Reise in die absolut ungewöhnliche Elektronikwelt von Mythos. Einen richtigen Vergleich finde ich gar nicht, am ehesten noch gleicht das Album einer modernen Mischung aus Clara Mondshine und Software, verziert mit immer wieder überraschenden Klängen. Für mich das vermutlich einfallsreichste Album, dass ich in der letzten Zeit gehört habe, und vom Ideenreichtum her das wesentlich bessere "Jarre-Album" für 2016. Die Musik mag nicht jedem gefallen, denn es geht dabei nicht immer nur geradeaus. Für mich macht die teilweise Unberechenbarkeit aber den besonderen Reiz der musikalischen Reise in der Gedanken- und Fantasiewelt des Jules Verne aus. Chapeau! Bezug: Groove Unlimited
Website: Mythos Stefan Schulz

Magazin

Baltes, Erbe und Sine Amplitude - EM im Doppelpack

Baltes, Erbe und Sine Amplitude - EM im Doppelpack

Drei Staus, zwei Locations und ein großartiger Tag mit elektronischer Musik. Ein Erlebnisbericht von Alfred Arnold.

Men At Work - Pyramaxx in den Solinger Güterhallen

Men At Work - Pyramaxx in den Solinger Güterhallen

Pyramid Peak und Max 'Maxxess' Schiefele spielen schon seit Jahren regelmäßig zusammen, seit letztem Jahr firmieren sie auch offiziell unter dem Namen Pyramaxx und haben mit der 'Distance' ihr Debüt-Album vorgelegt. Für ihren ersten Live-Auftritt unter diesem Namen haben sie die Solinger Güterhallen gewählt, genauer das Atelier Pest Project, eine Location, die dem EM-Fan mittlerweile nicht mehr unvertraut sein sollte....

Chill & Relax bei Sound of Sky

Chill & Relax bei Sound of Sky

Gern lädt Stefan Erbe sich Gäste zu seiner Sound of Sky-Reihe ein, und das Schöne daran ist, dass auch immer wieder Künstler dabei sind, die ich noch nicht kenne. Das liegt wohl auch daran, dass sein 'musikalischer Horizont' weit über die Kernlande der EM hinausreicht und er dabei immer wieder den einen Musiker 'auftut', der zwar schon eine ganze Weile...

Kolumne

Auswahl ist gut!

Auswahl ist gut!

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie früher an (elektronische) Musik gekommen sind? Also ich mich noch ziemlich gut. So Mitte der 80er Jahre, als ich Winfrid Trenkler's 'Schwingungen' gerade entdeckt hatte, war ich noch Schüler und wohnte in einer kleinen Stadt im Bergischen Land.  Es gab einen kleinen Radioladen, der hatte auch ein Plattenregal, und es störte den Händler nicht allzusehr, wenn sich die Teenager auf den ausgestellten Stereoanlagen die eine oder andere Platte auf Kassette überspielten - solange er die Kassetten verkaufte.  Das Plattenregal war naturgemäß nicht allzu groß, und EM-mäßig war dort nicht allzuviel zu finden.  Zum nächsten echten Plattenladen in der nächst-größeren Stadt war es eine Stunde mit dem Bus, und die richtig große Auswahl gab's erst im Saturn in Köln.  Fehlende Motorisierung und begrenzte finanzielle Mittel setzten solchen Ausflügen natürliche Grenzen, so hat man sich bestenfalls alle zwei oder drei Wochen ein neues Stück Vinyl geleistet.  CD-Player gab es zwar auch schon, aber für die wurden damals noch vierstellige Preise aufgerufen.