Rezensionen

Nattefrost - Homeland

Nattefrost - Homeland

Dass Björn "Nattefrost" Jeppesen ein Album in 45 Minuten erzählen kann, ist tatsächlich neu. Aber auch die Erzählweise seines neuesten Audio-Hörspiels ist bisher so noch nicht gehört worden, umso mehr stellt sich die berechtigte Frage, woher der deutliche Wandel stammt. Nur das 8minütige Divine Light erinnert an die vergangenen Alben, alle andere Stücke sind sehr viel dunkler und rühren eher geschichtlich an. Björn selbst formuliert es als Rückbesinnung auf seine musikalische Zeit zwischen 2003 und 2007. Die entstehenden virtuellen Bilder vermitteln eine Aufarbeitung skandinavischer Vergangenheiten, einen Blick auf das vergangene Leben und die typische nördliche Melancholie. Ein Album, dass einige Zeit zum "Hören" benötigt und weniger den kommerziellen Hörgewohnheiten entspricht. Ein tiefer Blick, der dennoch lohnt.

www.nattefrost.dk

Stefan Erbe 

Magazin

Elektronik im Theater: E-Live 2014

Elektronik im Theater: E-Live 2014

Einer der großen Fixpunkte für Fans der elektronischen Musik ist mit jahrelanger Beständigkeit, das Musikfestival E-Live in den Niederlanden. Wie schon die Jahre zuvor, auch in 2014 im Theater de Enck in Oirschot, nur einen kräftigeren Steinwurf von Eindhoven entfernt. Für dieses Jahr auf die Bühne geladen waren Jeffrey Haster alias Synthex, die Gebrüder Buytaert als The Roswell Incident, Gert...

Interviews

Zeitreise: Studiobesuch bei Loom

Zeitreise: Studiobesuch bei Loom

Blickt man in die Vergangenheit synthetisch erzeugter Musik, so scheint es besonders in Deutschland eine Menge Pioniere gegeben zu haben, die nicht nur das heimische Geläuf stromgeladener Musiker inspirierten, sondern globusweit viele Fans, Künstler und Bands motivierten, die Elektronische Musik zum Urquell des eigenen Interesses zu erklären. Dass der Name Tangerine Dream nicht nur dazugehört, sondern sicherlich in der Liste...

Kolumne

Kolumne: Die Wa(h)re Musik

Kolumne: Die Wa(h)re Musik

Zugegeben das Musikbusiness ist hart und steinig. Wer hier etwas werden oder bleiben will, muss nicht nur viel Talent sondern auch kaufmännisches Geschick, viraler Manager und Elbogenbenutzer haben. Wer dann sogar noch hofft, dieses Metier als seinen Hauptbroterwerb zu betrachten, wird wahrscheinlich doppelt soviel Arbeiten wie der klassische „ninetofive-Jobber“. Aber grundsätzlich gilt auch hier, wer was werden will (die 4 wichtigen „W“), oder noch besser, wer wirklich was werden will (Steigerungsstufe auf 5 „W“), sollte nicht auf die Idee kommen zu jammern, zu behaupten früher war alles besser oder Streaming mache die Musik kaputt. Es ist wie in ALLEN Branchen dieser nicht sozialistischen Welt, jeder ist seines Glückes Schmied, und auf die GEMA, die Lokalradios, die keine gute Musik spielen, und auf fehlende Käufer zu schimpfen, könnte wieder mal nur ein weiteres Alibi-Gemoser sein, dass auf die fehlenden Qualitäten des eigenen Schaffens hinweisen.