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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Interview

Blickt man in die Vergangenheit synthetisch erzeugter Musik, so scheint es besonders in Deutschland eine Menge Pioniere gegeben zu haben, die nicht nur das heimische Geläuf stromgeladener Musiker inspirierten, sondern globusweit viele Fans, Künstler und Bands motivierten, die Elektronische Musik zum Urquell des eigenen Interesses zu erklären. Dass der Name Tangerine Dream nicht nur dazugehört, sondern sicherlich in der Liste ziemlich weit oben zu finden sein wird, wundert nicht. Die Berliner Band ist dabei über viele Jahrzehnte in den verschiedensten Konstellationen erfolgreich gewesen, wird aber sehr häufig auch über bestimmte Mitglieder definiert, die gerade in den frühen Jahren den Sound maßgeblich beeinflusst haben. Zwei von ihnen sind Johannes Schmoelling und Jerome Froese, die vor drei Jahren gemeinsam mit Robert Waters eine bedeutsame Symbiose eingegangen sind und das Projekt „Loom“ gründeten. Ursprünglich als Live-Konzept für das Niederländische E-Live-Festival initiiert, ließ Loom mittlerweile zwei Alben und zwei EPs folgen, die nicht nur die alte 80er-Jahre-Fangemeinde erfreuten, sondern auch neue Freunde gewinnen konnten. Loom hat tatsächlich etwas geschafft, was bisher wenigen Musikern aus damaligen Zeiten glückte, nämlich den ursprünglichen Spirit mit neuen und aktuellen Elementen zu vereinen, um sich eben nicht im alten Dino-Sound der Vergangenheit zu verlieren. Der musikalische Erfolg mag auch daran liegen, dass anscheinend jeder der drei Musiker seine Stärken in den loomschen Klangkosmos einbringt und sich das Projekt auf seine kompositorische Kompetenz verlassen kann. Das aktuelle Album The Tree hates the Forest klingt ein bisschen nach dem frühen TD-Sound, ganz klar, wenn zwei Ehemalige in die Tasten und Saiten hauen, besitzt aber jede Menge guter Ideen und grenzt sich damit deutlich von einer retrospektiven Kopie alter Sequenzerkunst ab.
Grund genug, dem neuen berlinerischen Glanz mal einen persönlichen Besuch abzustatten und Froese jr., Waters und Schmoelling zum Interview zu bitten. Dies fand im Viktoria-Park-Studio von Johannes Schmoelling statt, in dem es nicht nur ordentlich nach EM-Geschichte roch, sondern sehr so anmutete, als ob auch zukünftig noch Geschichtsträchtiges dort entstünde.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Reportage
Einer der großen Fixpunkte für Fans der elektronischen Musik ist mit jahrelanger Beständigkeit, das Musikfestival E-Live in den Niederlanden. Wie schon die Jahre zuvor, auch in 2014 im Theater de Enck in Oirschot, nur einen kräftigeren Steinwurf von Eindhoven entfernt. Für dieses Jahr auf die Bühne geladen waren Jeffrey Haster alias Synthex, die Gebrüder Buytaert als The Roswell Incident, Gert Emmens und Manuel Göttsching. Willkommen zu einem Musikspiel in vier Akten.

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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Reportage
Was anders erwartet man beim Besuch des Zirkus als Attraktionen, Sensationen und eine begeisternde Atmosphäre? Auch im siebten Jahr ihres Bestehens schuf das Electronic Circus Team um Frank Gerber und Hans-Hermann Hess wieder dieses einmalige Manegengefühl für EM-Freunde aus aller Welt. Mit harter Arbeit und Ausdauer gelang es, dem Publikum ein mit Leichtigkeit erscheinendes Festival in die Weberei zu zaubern. Genau der richtige Funken Magie, der auch von einem Act zum nächsten überzuspringen schien. Ja, sie haben alles richtig gemacht.

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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Interview
Auf der beschaulichen Reise durchs Bergische Land kommt man auch durchs ländliche Odenthal, dem Ort in dem das Studio von Elektro-Tüftler Erik Seifert zu finden ist. Der „Pleasure-Sound“, so der Name seiner selbständigen Unternehmung zeichnet sich im besonderen durch die enorme Detailverliebtheit aus, über dass stetig exzellente und knackige Klangdesign und der Tatsache, dass Seifert grundsätzlich Nichts dem Zufall überlässt. Allerdings verwundert es den Fragesteller schon, warum die derzeitige Fanbase noch nicht so Stattlich dimensioniert ist, wie es seine Musik vermuten lässt, denn seine Alben klingen nicht nur extrem „teuer“, sie liegen auch im weiten Rund der traditionellen Elektro-Künstler auf dem allerhöchsten Niveau. Auch das neue Album „Softlock“, welches gemeinsam mit Josef Steinbüchel kreiert wurde, entspricht dem hiesigen Anspruch. Extrem dichter Ambient trifft auf sequenzierten Analog-Sound. Eine wirklich tolle Mischung, praktisch der Kopfkino-Scifi-Soundtrack, zu dem es keine echten 3D Bilder braucht. Grund genug, um mal einen umfangreichen Blick ins Seifert-Universum zu werfen.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
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Hinsichtlich der weißen EM-Festival-Flecken auf den europäischen Karten ist zu vermelden, dass wir Belgien nun getrost auch streichen können. Denn bereits zum zweiten mal fand das B-Wave-Event in Heusden Zolder statt, zu dem deutlich mehr EM-Fans pilgerten, als im Premierenjahr. Hauptsächlich Niederländer, Belgier und ein paar deutschen EM-Schlachtenbummler konsumierten, dass variable Programm welches von Sensory ++ eröffnet wurde. Seine ruhigen und ambienten Tracks hätten sich gerne noch ein paar Visuals gewünscht, aber wer schon zu Beginn an etwas Entspanntes zum Einstieg benötigte, freute sich über den Opener.