Rezensionen

Globotom - Double Climax

Globotom - Double Climax

Man kann es sich einfach machen und immer nur die Musik von Künstlern kaufen, die man kennt und bei denen man mehr oder weniger weiß, was einen erwartet. Spannender ist es aber, auch mal etwas links und rechts vom ausgetreten Pfad des eigenen Geschmacks zu wandern. Für mich ist "Double Climax" von Thomas "Globotom" Albertsen so ein Fall. Viele bekannte Namen wie Bernd-Michael Land, der leider inzwischen verstorbene Wolfgang Gsell oder Harald Bertram finden sich auf der Liste der Beteiligten, dieses Album ist nämlich das Ergebnis einer Reihe von Kooperationen in den letzten Jahren. Die Befürchtung, dieses "Name Dropping" wäre in erster Linie geschehen, den eigenen Namen etwas prominenter zu machen, bewahrheitet sich nicht. Vielmehr ist die lange Liste Garant für ein außerordentlich vielfältiges und abwechslungsreiches Werk. Klassische Elektronik findet sich hier ebenso wie Ausflüge zu orchestraler Filmmusik, Jazz, Ambient und Progressive Rock. Also ein Album, das nicht weiß, wohin es will? Nein, eher ein Album von einem Musiker, der offensichtlich das dadaistische Prinzip verinnerlicht hat, dass der Kopf rund ist, damit man in alle Richtungen gleich gut denken kann. Man muss nicht alles mögen, was sich auf diesen zwei CDs findet, aber mehr als einen Lauf im CD-Player ist es auf jeden Fall wert, um für sich die eine oder andere Perle zu heben. "CD-Player" ist übrigens wörtlich zu nehmen, denn "Double Climax" gibt es nur in physischer Form bei Globotom selber und nicht als Download. Quelle/Künstlerseite: https://globotom.jimdo.com/ Alfred Arnold

Magazin

E-Day 2018 - Zeitreisende und Improvisationskünstler

E-Day 2018 - Zeitreisende und Improvisationskünstler

In diesem Jahr fiel der E-Day in Oirschot auf ein besonderes Datum: den 31. März, einen Tag vor Ostersonntag. Wie viele Gäste würden an diesem Tag kommen? Ohne Frage würde der eine oder andere schon (familiäre) Pläne für das Osterwochenende haben, andererseits konnte Ron Boots mit Ulrich Schnauss einen respektablen Haupt-Act verpflichten. Ausverkauft war "De Enck" im Vorfeld nicht, und...

Interviews vom E-Day 2018

Interviews vom E-Day 2018

Empulsiv hat wieder ein paar interessante Leute getroffen. Wir starten mit Harald Grosskopf, gefolgt von Sylvia Sommerfeld und Ron Boots.

Das vierzehnte Repelener Konzert: alte Bekannte, neue Musik

Das vierzehnte Repelener Konzert: alte Bekannte, neue Musik

Die Schallwelle-Preisverleihung ist gerade ein paar Wochen her, da ist es schon Zeit für einen weiteren Höhepunkt des Jahres: das Doppelkonzert in der Repelener Dorfkirche, organisiert und zu einem Großteil auch gespielt von Bas Broekhuis, Detlef Keller und Mario Schönwälder. Bereits zum vierzehnten Mal tun sie das in diesem Jahr, und auch schon seit einigen Jahren ist es ein...

Kolumne

Schallwelle 2018... Nachgelesen.

Schallwelle 2018... Nachgelesen.

Nach den vielen Schallwelle-Jahren im Bochumer Planetarium zeichnete sich bereits 2016 schon ab, dass ein Auszug bzw. ein Umzug der Veranstaltung in eine neue Lokation nicht nur Sinn machen würde, sondern wichtig und richtig war. Zugegeben, das Planetarium ist ein toller Veranstaltungsort. Auch für die Schallwelle, denn die Mischung aus Örtlichkeit gepaart mit der tollen Kuppeltechnik, vermengt mit der netten Athmosphäre im Kuppelrund hat(te) etwas Besonderes. Dennoch schlich sich mit den Jahren auch ein Verschleiß ein, der die Individualität von Jahr zu Jahr leicht reduzierte und aus Freude an der Veranstaltung ein eher routiniertes Event machen lies. Gut also, sich auf die Suche nach Veränderung zu machen. 
Die Rohrmeisterei in Schwerte als neuen Ort der Preisverleihung zu wählen, war eine gute Entscheidung. Die Kombination aus echter Eventlokation mit Bühne, verändertem Catering und Sitzvariante hat der Veranstaltung gut getan. Die Möglichkeiten der Konzerte und der Präsentation vergleichen sich ähnlich positiv wie schon zu Zeiten im Ledigenheim zu Dinslaken.