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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Auch im Planetarium Münster hat man erkannt, dass es sich lohnt Konzerte mit "EM-Künstlern" zu bestreiten. Nachdem Bernd Kistenmacher bereits im letzten Jahr den "Laden" vollgemacht hat, so wiederholten nun Moonbooter und Wellenfeld mit einem gut besuchten Gig, den Vorjahres-Erfolg. Dabei griffen beide Acts auf neue Produktionen zurück, die zum gleichen Zeitpunkt ihren Release vermelden konnten. Moonbooters "Zeitenwende", ebenso wie Wellenfelds "Pandemie" werden in Kürze auch als Rezension nochmal in Empulsiv beleuchtet.
Den Anfang um 19.30 machte Bernd Scholl mit diversen Tracks von eben o. g. Album und man merkte "als Kenner Moonbootscher Notationen" recht schnell, dass die Begrifflichkeit der Zeitenwende etwas mit der neuen Ausrichtung zu tun haben würde, die Scholl seiner Musik einverleibte. Wie immer passten die Visuals und Sounds prima zueinander und das Münsteraner Publikum genoss die geglückte Synergie.
Nach einer halbstündige Pause überraschte auch Wellenfeld mit neuer "Spiel- und Soundtaktik" indem einige Stücke sehr Scorelastig und Orchestral angelegt waren. Eine positives Element, dass auch den zweiten Teil sehen- und hörenswert machte. Die positive Resonanz, die intensiven Aktivitäten seitens Mellowjet und die sinnvolle Kombination von elektronischer Live-Musik und Live-Bildern scheinen auch zukünftig auf weitere Konzerte unter der Münsteraner Kuppel hoffen zu lassen. Geplant sind 2 Veranstaltungen im Jahr, die das Eifeler Label organisieren wird.
Stefan Erbe
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Raum und Zeit…! Raum – die schon unter Kennern und Liebhabern der elektronischen Musik längst zu einem zweiten Zuhause gewordene Kuppel des Planetariums. Zeit – zu genießen und zu entspannen, und in einer unvergleichlichen Atmosphäre dem Alltag entfliehen.
Wieder einmal ein vielversprechendes Konzert im Planetarium Bochum. Dieses Mal mit „Art of Infinity“ und „Gandalf“. Und wieder einmal dieses Gefühl, mittendrin zu sein – in Raum und Zeit. Aber dieses Konzert am 03.11. 2012 war etwas Besonderes.
Zwar schon lange Zeit fester Bestandteil der elektronischen Musikszene, doch noch nie live aufgetreten, hat „Art of Infinity“ mit ihrem Bühnendebüt das Konzert eröffnet und den Abend so zu einer großartigen Premiere werden lassen. Da ich die Band bis dato leider noch gar nicht gehört hatte (mea culpa…), war ich sehr gespannt auf diesen Auftritt. Gleichzeitig haben die sechs Musiker ihr neues Album „Raumwerk“ vorgestellt und so gleich für mehrere Neuheiten im altehrwürdigen Planetarium gesorgt. Man durfte also gespannt sein…!
Und was dann kam, hatte ich so nicht erwartet! Nachdem ich nach den ersten Takten noch dachte: Na, ja – irgendwie schon mal gehört, klingt wie… doch dann kam Schlag auf Schlag eine Überraschung nach der anderen! „T ´N´ T“ – Thorsten and Thorsten mit ihrer Band brachten es fertig, die verschiedensten Musikstile der letzten 30 Jahre in einer Art und Weise zu verknüpfen und zu kombinieren, dass man immer, wenn man glaubte, einen Stil zu erkennen, schon wieder etwas völlig neues und anderes kam.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage

Traditionell lädt der Schallwende e.V und das Planetarium Bochum am 30.12. ins Bochumer Kuppelrund zum "Neujahrs-Begrüßungs-Event: Hello 2013". Wie auch in den Jahresenden zuvor, war auch diese Veranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllt und bestätigt wieder einmal das große Besucherinteresse an dieser Reihe.
David Wright und Klaus Hoffmann-Hook waren die musikalischen Gastgeber, die aufgrund technischer Probleme erst mit einstündiger Verspätung anfangen konnten. Kurzentschlossen überbrückte das Plabo-Team mit einer Sonder-Einlage der beeindruckenden "Chaos and Order-Show" und ergänzte den Abend mit einem hochwertigen und einmaligen Vorprogramm.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Interview
Ein wahrer Tausendsassa in der modernen elektronischen Musik steht heute Rede und Antwort: Martin Juhls. Der umtriebige Dortmunder ist sowohl Musiker, als auch DJ, Musik-Festival Organisator und Labelbetreiber von oktaf. Im empulsiv-Interview verrät er uns, was ihn antreibt, an was er gerne arbeitet und wohin er sich bewegt.

1. Du warst ursprünglich eher ein Gitarrenmensch. Wie fandest du zur elektronischen Musik und was hat deine Faszination dorthin wechseln lassen?
Ich habe mich schon immer vorrangig für Klang an sich interessiert. Auch bei der Gitarre ging es meistens darum. Ich bin sehr schnell bei Neil Youngs Feedbackgewittern auf Arc und natürlich auch bei den Noise-Eskapaden von Sonic Youth gelandet. Darüber kam dann der Blick auf deren Einflüsse wie Stockhausen mit seinen Elektronischen Studien, Ligeti mit der Cluster Technik und natürlich Philipp Glas und Steve Reich mit ihrer so genannten Minimal Music. Die Fortführung dieses innovativen Umgangs mit Sound, Instrument und Technik findet ja vorrangig in der Elektronischen Musik statt. Da war der Sprung zu Aphex Twin, Autechre, Wolfgang Voigt und Co. sehr naheliegend. Von daher hat meine Faszination nicht gewechselt, sondern mich kontinuierlich dahin geführt.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Interview
Er ist einer der Großen in der elektronischen Musik aus Großbritannien: David Wright. Mit seiner Musik begeistert er schon seit über 30 Jahren die Fans der EM, sowohl mit seinen Solo-Werken als auch in den Formationen Code Indigo und Callisto. Darüber hinaus führt er das Label AD music, über das eine große Anzahl Künstler des Genré ihren Weg zu den Hörern finden. In unserem Interview erzählt er von seinen Anfängen, seinem Wirken und den Schwierigkeiten und Glücksmomenten, die das Leben und die Arbeit für ihn bereithielten.

1. Du siehst wahrlich auf eine recht lange Karriere in der elektronischen Musik zurück. Wie hast du diese Art der Musik entdeckt und wer waren damals deine Helden?
Ich "entdeckte" die elektronische Musik Anfang der 1970er Jahre durch die frühen Werke von Pink Floyd: Echoes, Atom Heart Mother, usw. Ich war gelangweilt von der Pop-Musik jener Zeit. Ich hielt immer Ausschau nach etwas Anderem, insbesondere ideenreiche instrumentale Musik. Auch hatte ich ein Faible für Bands wie Cream, Taste, Santana und allem mit improvisierten, instrumentalen Passagen. Die erste elektronische Musik, die ich kaufte, waren Tangerine Dreams Phaedra und Klaus Schulzes Picture Music. Ich wurde augenblicklich Fan von beiden und zog los, um viele weitere Künstler zu entdecken, darunter Vangelis, Kitaro, Jarre und Tomita. Ich erinnere mich in diesen frühen Tagen auch Künstler zu entdecken, die als noch obskurer angesehen wurden, wie Can, Popol Vuhs, Deuter, Roedelius, Don Robertson, Synchestra, Absolute Elsewhere und mehr.