Berichte

Dunkle Wolken ziehen über das RaboTheater in Oirschot auf, wenn auch nur metaphorisch. Denn der Fortbestand des Theaters in Oirschot ist ungewiss. Auch E-Live selbst musste wieder um Zuschauer kämpfen. Ein strahlendblauer Himmel und tolle musikalische Acts vertrieben jedoch an diesem Tag die trübe Stimmung und sorgten für ein unvergessliches, musikalisches Erlebnis.

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Für mich sind der E-Day im Frühjahr und E-Live im Herbst so etwas wie zwei Säulen, auf denen mein EM-Kalender ruht. Wie es sich anfühlt, wenn diese Säulen ins Wanken kommen? Nicht besonders gut. Vor ein paar Monaten verbreitete Ron Boots die schlechte Nachricht, "De Enck" als Veranstaltungsort sei in Gefahr. Dringende Renovierungsarbeiten stünden an und die augenblickliche finanzielle Situation gäbe das Budget dafür nicht her - eine Schließung stand in Raum. Eine Unterschriften-Aktion und lokaler Protest konnten den Stadtrat in Oirschot immerhin dazu bewegen, noch einmal das Geld für ein weiteres Jahr zu bewilligen, so dass in Ruhe über die weitere Zukunft entschieden werden kann. Zumindest E-Live und das Schmoelling-Konzert in diesem Jahr schienen gesichert. Dann kam vor zwei Wochen die zweite schlechte Nachricht: Der Kartenvorverkauf für E-Live würde derart schlecht laufen, dass eine Absage im Raum stand. Zugegeben, dieses Mal standen weder Loom, Tangerine Dream noch Manuel Goettsching als Haupt-Act auf dem Programm, aber das konnte doch nicht der alleinige Grund sein - in früheren Jahren hatte es in Oirschot auch ohne solche großen Namen als Zugpferde funktioniert, und John Dyson mit seiner Wavestar-Neuauflage ist auch ein mehr als würdiger Haupt-Act. Ron Boots steht nicht alleine mit diesem Problem da: Das diesjährige B-Wave, für das immerhin Michael Stearns aus Amerika verpflichtet werden konnte, stand zu diesem Zeitpunkt genauso auf der Kippe, und auch die Macher des Electronic Circus mussten lange um eine Besucherzahl zittern, die das Festival auch nur ansatzweise wirtschaftlich vertretbar macht.

In allen Fällen ist die Sache noch einmal gut ausgegangen: nach massiver Werbung konnten sowohl B-Wave als auch E-Live eine Zuschauerzahl erreichen, die die Veranstalter mit nicht mehr als einem blauen Auge aus der Sache herauskommen lässt. An potentielle Besucher kann an dieser Stelle nur der Appell gehen: Wenn Ihr kommen wollt, bucht Eure Tickets frühzeitig! Die Veranstalter haben Fixkosten wie die Saalmiete, die lange im voraus beglichen werden wollen, und wenn sie nicht sicher sind, ob die Einnahmen wenigstens dafür reichen, müssen Events abgesagt werden.

Schwache Besucherzahlen sind ein Thema, das die Szene noch eine Weile beschäftigen wird, freuen wir uns aber erst einmal, dass E-Live 2018 stattfindet. Der Besuch lohnt alleine schon wegen der CD-Stände: Groove macht traditionell einen großen Stand, der vom Eingang bis zur Garderobe reicht, und die restlichen Stände füllen das Foyer von "De Enck" einmal der Länge nach aus. Auch wenn mit MellowJet und SynGate zwei Labels fehlen, ist es überhaupt kein Problem, das eingesteckte Geld in kürzester Zeit in Tonträger zu investieren. Zur Herbstzeit erscheinen traditionell viele neue Alben, alleine bei Groove liegt bald ein Dutzend Neuerscheinungen in der ersten Reihe. Neben Neuerscheinungen findet sich auf solchen Ständen auch immer wieder die eine oder andere Rarität. So hat Mario Schönwälder am Manikin-Stand einige Einzelstücke von Alben aus den 90er-Jahren ausgegraben, ihr Alter ist alleine daran schon auszumachen, dass Mario auf dem Cover mit Haaren auf dem Kopf zu sehen ist ... der Preis für solche Schätzchen ist zu einem guten Teil Verhandlungssache, exorbitante Preise wie im Internet werden hier "unter Freunden" aber nicht aufgerufen. Ebenfalls für Sammler interessant: Alle "Farben-Alben" von Broekhuis, Keller und Schönwälder in einer wertigen Holzbox.

Ein besonderer Bonus soll nicht unerwähnt bleiben: Jeder Besucher erhält ein kostenloses Exemplar von "The Substitutes". Wem dieser Bandname nichts sagt, der erinnert sich vielleicht an den E-Day im Frühjahr: Der Auftritt von Ulrich Schnauss stand auf der Kippe, weil sein Gepäck in London hängen geblieben war. Es kam schlussendlich doch noch, und als Überbrückung hatte Ron sich mit Stephan Whitlan und Harold van der Heijden auf die Bühne gestellt und ein Konzert aus dem Hut gezaubert. Das ist für die Nachwelt festgehalten worden und jetzt auf CD erhältlich.

Kurz nach zwei Uhr öffnet der große Saal seine Türen für das erste Konzert. Auch wenn er sich nicht bis auf den letzten Platz füllt, wird er doch deutlich mehr als halb voll. In Rons Einführung (wie üblich auf Holländisch, Deutsch und Englisch) sind die aktuellen Probleme natürlich ein Thema. Die gute Nachricht: sowohl das Schmoelling-Konzert im November als auch der E-Day im April sind gesichert. Wie es nach dieser Theatersaison mit "De Enck" weitergeht, steht aber noch in den Sternen.

Eine durchaus erfreuliche Entwicklung: Die Hochzeit der reinen "Laptop-Musiker" scheint vorbei, es werden wieder mehr Synthesizer in physischer Form mitgebracht. Die Gerätschaften für alle vier Acts sind bereits aufgebaut und der Platz auf der Bühne reicht so gerade dafür aus. Die Leinwand dahinter flattert etwas im Zug der Belüftung. Hoffentlich wird niemand seekrank, denn was als erster Act des Tages auf dem Programm steht, könnte den "Hardcore-EM-Fan" schon ein wenig aus der Bahn werfen. Michael Brückner und Thommy Betzeler sind schon einige Jahre als Betzeler und Brückner unterwegs, verstärkt um Sammy David an der Gitarre und mit Volker Lankow als Perkussionist haben sie sich den ausgefallenen Namen "P'faun" gegeben und lassen den 70er-Jahre Krautrock in ihre Musik einfließen. Es wird manchmal etwas schräg, stellenweise experimentell und der erste Titel hat passenderweise den Namen "The Trip". "I hope you had a good one", ergänzt Michael noch, der nicht nur die Ansagen übernimmt, sondern auch während der Stücke bisweilen dirigierend eingreift - man gewinnt den Eindruck, die vorbereiteten Tracks wären nur eine grobe Richtschnur für das, was sich auf der Bühne entwickelt. Dabei gibt es auch das eine oder andere Mal einen "false start", aber so ist das eben, und es gibt der Musik den Charakter eines ungeschliffenen Rohdiamanten, wie Ron es nach dem Konzert in Worte fasst. "House in the Storm", ein alter Titel von P'cock steht auch auf der Playliste und erinnert daran, in welcher Tradition sich P'faun sieht. Danach geht es mit "Blue Pearls Part 1 and 2" auch schon zum Finale des Konzerts - ein Konzert, in dem nicht immer alles wie geplant gelaufen ist, insbesondere Michaels Kampf mit dem Mikrofon hatte stellenweise humoristische Züge. Nichtdestotrotz haben hier vier Musiker hundertprozentigen Einsatz gezeigt und erhalten ihren wohlverdienten Applaus. Wer das ganze noch einmal in perfekter Studio-Qualität hören möchte, holt sich P'fauns aktuelles Album "The Golden Peacock". Mit seinem an Jugendstil erinnernden Cover ist es bereits von außen ein Augenschmaus.

Die erste Hälfte von von E-Live hätte man auch mit "Der deutsche Nachmittag" überschreiben können, denn Konzert Nummer zwei bestreiten Steve Baltes und Stefan Erbe. Eigentlich war hier Kebu eingeplant gewesen, Sebastian Teir musste aus gesundheitlichen Gründen aber alle Konzerte in diesem Jahr absagen. Baltes & Erbe nur als Ersatz zu bezeichnen, wäre aber zu wenig, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an ihr erstes Konzert in Oirschot, sie waren damals der Überraschungserfolg. Eigentlich hatten beide sich für 2018 eine Kreativpause genommen, Konzerte mit neuem Material waren erst fürs kommende Jahr geplant. Das schöne an Baltes & Erbe-Konzerten ist aber, dass nie zwei von ihnen gleich klingen, auch wenn die Track-Liste die gleiche ist. Für einen neuen Titel hat die kurze Zeit dann aber doch gereicht, und den bekommen wir gleich zum Einstieg serviert. Ob das ein Ausblick aufs nächste Album ist? Der Erstling "s-thetic" war je eher spacig, sein Nachfolger "Electric Garden" betonte die rhythmischen Elemente und Sequenzen. Der neue Titel (begleitet von Bildern der Apollo-Misionen) scheint hier einen Mittelweg zu suchen. Der Charakter der Baltes & Erbe'schen Musik bleibt erhalten - jedenfalls habe ich schon nach den ersten paar Takten das wohlige Gefühl, als wenn man etwas lang vermisstes wieder um sich hat. Den Rest des Konzerts wechseln sich Titel aus den ersten beiden Alben ab, und auch hier habe ich das Gefühl, sie wären einander näher gekommen - Tracks wie "Ultra" haben an Wucht zugelegt, der elektrische Garten kommt etwas sphäriger daher. Das lässt den ganzen Auftritt wie aus einem Guss wirken, und wie sehr hier zwei Musiker im "Flow" sind, merkt man daran, dass sie darüber die Zeit vergessen. Als die letzten Töne von "Only One Step" verklingen, sind wir fast eine halbe Stunde über den Zeitplan hinaus. Eigentlich stünde jetzt noch "s-thetic" als Zugabe auf der Liste, und auch Ron hätte nichts dagegen, Steve und Stefan noch ein wenig weiter auf der Bühne werkeln zu lassen. Alleine, für die Abendkonzerte muss noch ab- und umgebaut werden, deshalb fällt die Zugabe ausnahmsweise einmal aus. Aber auch so war das erste Baltes & Erbe-Konzert seit fast einem Jahr ein großartiges Comeback!

So ganz zu Ende ist der deutsche Nachmittag noch nicht, es gibt ja noch das Mini-Konzert im kleinen Saal im ersten Stock. Hier bietet Ron Boots regelmäßig Musikern eine Plattform, die sich vielleicht noch nicht auf die große Bühne von "De Enck" trauen. Über die Probleme im Vorfeld wäre dieser Programmplatz beinahe leer geblieben, im letzten Moment hat sich mit Mario Schönwälder und Frank Rothe aka "Filter-Kaffee" jemand gefunden, der den Besuchern die große Pause verkürzt, die nicht Essen gehen. Da ich zu den "Pizza-Gehern" gehöre, muss ich einen Bericht von diesem Konzert leider schuldig bleiben. Von Filter-Kaffees letztem Auftritt in der Dechenhöhle bei Iserlohn weiß ich aber zu berichten, dass, wer ein Ohr für improvisierte 70er-Jahre-Klänge hat, bei Filter-Kaffee einmal hereinhören sollte - Das "Filter" bezieht sich nicht nur auf das bevorzugte Getränk während der Sessions, sondern auch auf eine der Baugruppen klassischer modularer Synthesizer. Der Dank des Veranstalters und der Besucher gebührt Mario Schönwälder und Frank Rothe, dass sie diese Programmlücke so kurzfristig und unkompliziert geschlossen haben.

(Erg.: Filter-Kaffee spielte hier mit "kleinem Besteck", überzeugte dennoch mit toller Musik im Stile der Berliner Schule aus ihren Anfängen. Unterstützt wurden sie von Bas Broekhuis am Mischpult. Und gut besucht war die Vorstellung ebenfalls, bieten Mario und Frank doch hohe Elektronikkost für Genießer.)

Bevor nach der Pause der das dritte Konzert beginnt, hat Ron noch eine kleine Veranstalter-Pflicht zu erfüllen: "Fährt hier irgendjemand einen Volvo mit diesen oder jenen Kennzeichen?" Selbiger hat eine junge Dame zugeparkt, die dringend fort muss. Leider keine Reaktion im Publikum, der Übeltäter sitzt leider nicht hier im Saal. Also weiter zum dritten Act, der aus Belgien kommt: "Age" besteht aus Emmanuel D'haeyere & Guy Vachaudez, zwei "alte Haudegen" in der Szene, wenn man so will, denn sie machen bereits seit den 70er-Jahren elektronische Musik. Ron ist ähnlich lange "unterwegs" und erinnert sich noch an deren erste Alben. Die erschienen noch auf Vinyl, ein Tonträger, den viele Jüngere gar nicht mehr kennen würden. Ron, da übertreibst Du aber ein bisschen, die Schallplatte erlebt doch gerade ein kleines Revival! Wie dem auch sei, mit "Landscapes" ist eines der alten Alben gerade bei Groove auf CD neu erschienen, ergänzt um ein paar Bonus-Tracks. Und "Landscapes" passt als Titel auch zu dem, was wir in der folgenden guten Stunde zu Gehör bekommen: ein orchestraler Einstieg, eine kurze poppig-rhythmische Einlage, aber danach wird es deutlich ruhiger und dunkler. Gelegentlich scheint eine Sequenz oder eine lieblichere Passage auf, bevor die Musik wieder abtaucht. Das ist eine Reise durch Landschaften, aber virtuelle - die sich im eigenen Kopf bilden. Das Cover von "Landscapes" spielt ja bereits darauf an. Keine Visuals stören die Reise, nur die Farbe der Beleuchtung wechselt gelegentlich und unterstreicht eine Stimmungswechsel. Jedenfalls ist niemand auf dieser Reise verloren gegangen, wie der Applaus an ihrem Ende belegt.

Das Konzert von Age ist zu Ende, aber die Reiseroute von E-Live hat noch nicht ihren Endpunkt erreicht. Nach einer kleinen Pause geht es zum Wavestar-Konzert wieder in den Saal. Um die Spannung etwas zu steigern, ist der Vorhang dieses Mal geschlossen.

Wavestar II ist - wie der Name schon nahe legt - ein Revival des legendären Elektronik-Duos John Dyson und David Ward-Hunt aus England, das in den 80er-Jahren Klassiker wie "Moonwind" veröffentlicht hat. Von den beiden lebt leider nur noch John, der nach der Trennung eine nicht minder beeindruckende Solokarriere gemacht hat. Irgendwann hat es John aber wohl wieder gereizt, in einer Band zu spielen. Dafür gefunden haben sich Stephan Whitlan, Michael Shipway und Paul Ward. Das erste Album "Nightwinds" liegt seit einigen Monaten vor. Eine geplante Konzertdauer von über anderthalb Stunden legt nahe, dass wir im folgenden auch den einen oder anderen Wavestar-Klassiker hören werden.

Der Einsteiger ist aber mit "Dragons" einer der neuen Tracks, und was für einer - wuchtige Rhythmen, schöne Melodien und Visuals von mittelalterlichen Drachen. Obwohl John hinten links auf der Bühne steht, ist er erkennbar der "Chef", auch ist er derjenige, der zwischen den Titeln den eine oder anderen Kommentar abgibt. Für die folgenden Tracks reicht ein schlichtes "Now some older numbers" - kaum ein EM-Fan wird Klassiker wie "Osaka Hai" nicht schon an den ersten Takten erkennen. Ein oder zwei neue Tracks folgen, dann: "Time for Reboot", Paul Ward muss ein paar neue Daten laden. Die Zeit überbrückt John souverän in seiner lockeren und humorvollen Art. Gute Laune hat er ja, Ron Boots hat ihm und den übrigen Engländern heute ja ausnahmsweise einmal bescheinigt, sie wären pünktlich gewesen.

Ein besonderes Highlight im nächsten Block: John kommt nach vorne und greift zur Gitarre. Das hat ihm offensichtlich so viel Spaß gemacht, dass er nach dem Titel vergisst, sie wieder abzustellen - einige ungeplante Töne schleichen sich in den Folge-Titel ein, und mit schelmischem Lächeln schleicht er sich fix zum Steuergerät, um das Malheur auszubügeln. Dieses Solo bleibt nicht das letzte, und an der Gitarre verausgabt sich John noch mehr als am Keyboard. Bereits dort musste er sich ein ums andere Mal den Schweiß abwischen, dummerweise hat er an der Gitarre dafür keine Hand frei. Die leiht im Stephan, der - neben dem obligatorischen Guinness-Bier - ja auch immer seine dritte Hand dabei hat. Das Abtrocknen macht Stephan ganz besonders gründlich und demonstrativ, und natürlich will er John damit verhohnepiepeln, als er ihm auch noch einen Fuß bequem auf die Lautsprecher-Box stellt. Tapfer spielt John weiter, der Kommentar kommt erst danach: "The staff was wonderful but I've changed my mind now..."

Mit "Analog" folgt ein Stück von Johns Solo-Alben. Die Visuals schlagen eine Brücke von Telefon-Handvermittlungen und den ersten Radioröhren zu analogen Synthesizern: genauso viele Knöpfe und Buchsen, genauso launische Technik. "Darklight" von Johns bisher letztem Solo-Album ist noch einmal ein Titel, der zeigt, wie John auch längere Stücke so "dramaturgisch" aufbaut, dass sie nicht langweilig werden: Ein sanfter, fast philosophischer Einstieg, der sich ab der Mitte in einem Crescendo bis zu einem fulminanten Finale steigert.

A propos Finale: der nächste Track soll bereits der letzte sein. Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man so exzellent unterhalten wird! Johns erste Solo-Album "Evolution" ist gleichzeitig sein bekanntestes, und das Titelstück, das sich wieder über eine Viertelstunde nach und nach steigert, setzt den Schlusspunkt unter den "geplanten" Teil des Konzerts.

Ohne Zugabe kommt das britische Quartett natürlich nicht von der Bühne, egal wie spät es schon ist. Michael Shipway ist ja die eine Hälfte von VoLt, und als Zugabe kennt man von ihren Konzerten die "gescheiterten Versuche", die Melodie von "Time Node" zu spielen. Jedes Mal muss dann John auf die Bühne, um die Sache zu retten. Heute ist er schon da, und er musste zu Anfang des Konzerts schon einmal Michael zur Ordnung rufen, als er sich wieder an "Time Node" versuchte. Nun also richtig, und Steve Smith vervollständigt VoLt für diesen Titel. Aus der Reihe tanzen musste nur wieder Stephan, war er doch glatt für die Zugabe mit einem Akkordeon auf der Bühne wieder aufgetaucht - aber weder John noch wir im Publikum wollen eine Polka als Zugabe hören!

Was für ein Finale! Selten wird eine zweite Zugabe gefordert, noch seltener wird sie gewährt, aber heute ist so ein Abend. Was jetzt folgt, dürfte ziemlich einmalig sein: Wavestars Tribut an Ennio Morricone, der ja gerade wieder auf Tour gehen will. Fehlt nur noch, dass die vier am Ende auf ihren Pferden in den Sonnenuntergang reiten.

Nur leider ist die Sonne ja längst untergegangen und ein sich schließender Vorhang macht klar, dass E-Live 2018 nun wirklich zu Ende ist. Es war ein denkwürdiges E-Live, auch ganz ohne einen "Super-Mainact", und mit gut 220 Zuschauern ist es gegen Ende auch noch passabel voll geworden.

Man fragt sich im Nachhinein, wie dieses Event eigentlich jemals in Frage stehen konnte. Und es ist klar, dass es mit E-Live und E-Day weitergehen muss. Auch wenn "De Enck" wider Erwarten im Herbst 2019 nicht mehr zur Verfügung stehen sollte: eine neue Location lässt sich immer finden, solange die Fans mitziehen und die Besucherzahlen stimmen. Dann ist es keine Frage, ob die Show weitergehen wird.

elive 2018 finale

Bericht: Alfred Arnold
Einleitung und Ergänzungen: Stefan Schulz
Fotos: Judith Noack, Alfred Arnold und Stefan Schulz

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