Berichte

Besuche im Planetarium Bochum sind für mich in den letzten Jahren seltener geworden. Stefan Erbe macht sein "Sound of Sky" zum Beispiel nur noch dreimal im Jahr, plus einmal ATB Anfang des Jahres. Um so wertvoller werden dafür die einzelnen Konzerte. Ich kann mich aber noch an keine Ausgabe erinnern, auf die ich mich im Vorfeld so gefreut habe: die Album-Premiere von "A-11" am 20. Juli 2019.

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Um direkt zu Anfang eine Sache ein für allemal zu klären: Dass Bielefeld nicht existiert, ist ins Reich der "Fake News" zu verweisen. Bielefeld existiert, es gibt Hotels und im Stadtteil Ubbedissen sogar eine Sternwarte. Just diese hat sich Thomas "Globotom" Albertsen als Spielort für ein kleines, aber feines Live-Event ausgesucht. Der Anlass ist doppelter Natur: zum Einen feiert Thomas an diesem Tag seinen Geburtstag, zum Anderen ist der 16. Juli 1969, also heute vor 50 Jahren, der Tag, an dem die Astronauten von Apollo 11 von Cape Canaveral aus zum Mond starteten. Der Abend wird nicht nur mit Live-Musik gefüllt werden, sie soll sich mit Vorträgen rund um die erste Mondlandung abwechseln. Wie der Zufall es will, wird sich am späteren Abend auch noch eine Mondfinsternis ereignen. Falls das Wetter mitspielt, wird man diese am späteren Abend durch die Fernrohre der Sternwarte beobachten können.

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Endlich wieder bei Winnie im Garten! Die Scheunenparty im letzten Jahr war zwar auch ein Bomben-Event, aber Winfried Wiesreckers Garten als Party-Location bleibt doch etwas Besonderes. Einen so großen Garten zu haben ist ein Privileg, ihn einmal im Sommer mit einer dreistelligen Zahl an Gästen zu teilen, und dafür vorher tagelang Zelte und Dächer aufzubauen, das zeugt schon von einem ganz besonderen Enthusiasmus.

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Die Niederlande sind größer als man denkt. Von Aachen aus sieht man mit Süd-Limburg nur einen kleine Zipfel, und Eindhoven im Süden des Landes ist auch nur eine Auto-Stunde entfernt. Es lohnt sich aber, den Blick auch weiter in den Norden schweifen zu lassen, genauer gesagt nach Groningen. Das liegt etwa auf gleicher Höhe wie Bremen und ich brauche von Aachen aus schon knapp dreieinhalb Stunden, bis ich die "Musik Organisation Nordholland" erreicht habe, wo wie auch schon in den Vorjahren die "Electric Spectrum Experience" stattfindet.

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Unter den jährlich stattfindenden EM-Festivals nimmt Cosmic Nights einen besonderen Platz ein. Während die Organisatoren anderer Events versuchen, mit einem Mix verschiedener Stilrichtungen für jeden Besucher etwas anzubieten, hat Mark de Wit einen klaren Schwerpunkt gelegt: Elektronische Musik, die der Berliner Schule folgt, gerne auch mit einem kosmisch-spacigen Touch.

Die andere Besonderheit: "Cosmic Nights" findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt. Mal ist das Planetarium Brüssel, mal ist es die Maschinenhalle einer ehemaligen Kohlenzeche, und mal ist es ein Gotteshaus. Die Sint-Baafs-Abtei in Gent, zu der in diesem Jahr eingeladen wurde, fällt - im weiteren Sinne - in diese Kategorie. Mit einer ersten Erwähnung im sechsten Jahrhundert gilt sie als der älteste Ort der Stadt, und liegt recht zentral, unweit des Bahnhofs. Gent nimmt für sich in Anspruch, eine besonders Fahrrad-freundliche Stadt zu sein. Das bedeutet umgekehrt für den per Auto anreisenden Besucher, dass die Parkplatzsuche etwas länger dauern kann. Ich habe Glück, direkt am "Voorhutkai" ist eine der wenigen Parkbuchten noch frei. Sechs Euro für ein Parkticket wandern in den Automaten, neben dem schon ein Schild den Weg zu "Cosmic Nights" und der ehemaligen Abtei weist.

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EM-Festivals sind ein hartes Brot für ihre Organisatoren: stagnierende oder sinkende Besucherzahlen, gepaart mit einem vollen Veranstaltungskalender, machen die Kalkulation alles andere als leicht. Obwohl kaum ein Veranstalter noch damit rechnet, reich zu werden, sollte doch wenigstens ein kleiner Gewinn oder eine "schwarze Null" dabei herauskommen.

Zu den besonders rührigen Personen in der Szene, die trotz alledem noch das Risiko eingegangen sind, den Kalender um ein Event zu ergänzen, gehört David Wright, Eigentümer des AD Music Labels in England. Zweimal veranstaltete er in seiner Heimatstadt Bungay das gleichnamige "Bungay Bash", musste es danach aber wegen zu geringer Ticket-Verkäufe aufgeben. 2015 startete David mit dem E-Scape-Festival eine zweiten Anlauf, nicht ganz an gleicher Stelle, aber doch unweit davon: Halesworth liegt knapp zehn Meilen von Bungay entfernt. Spielort von E-Scape ist "The Cut", ein Theater und Kulturzentrum. Von Anfang an hat David "virtuelle Tickets" angeboten: Wer nicht bis nach Suffolk reisen will oder kann, erhält ein bis zwei Wochen später einen kompletten Mitschnitt aller Konzerte (die regulär anreisenden Gäste natürlich ebenfalls). Für Freunde physischer "Tonträger" verschickt David auch gerne einen bespielten USB-Stick. Das Konzept scheint bisher aufzugehen: E-Scape hat seitdem jedes Jahr stattgefunden, 2019 ist es demzufolge Nummer fünf.

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Die erste Aufnahme-Session für das kommende Album "A-11" von Baltes und Erbe ist gerade zwei Wochen her. Vieles ist dabei schon gut gelaufen, aber das eine oder andere möchte man noch einmal versuchen, und wer weiß, vielleicht läuft es beim zweiten Mal noch besser? Dazu bietet sich heute die Gelegenheit, denn in Essen öffnet der ATT seine Türen, Europas größte Börse für alles, was der Hobbyastronom braucht - von Sternenkarten über Fernrohre bis zur kompletten Kuppel. Neben Fachvorträgen gibt es auch immer ein "Begleitprogramm", in dem zwei Konzerte von Stefan Erbe einen festen Platz haben. Es liegt auf der Hand, dass in diesem Jahr wieder Steve Baltes mit von der Partie ist, um weiteres Material für das kommende Baltes & Erbe-Album zu sammeln. Da Steve und Stefan nicht gerade "Tür an Tür" wohnen, müsste einer der beiden für Aufnahmen immer seine Geräte ins Studio des anderen verfrachten. Ein Live-Auftritt ist daher eine günstige Gelegenheit, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.

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Ein Jahr Live-Pause hatten Steve Baltes und Stefan Erbe sich verordnet, und bis auf einen kurzfristig eingeschobenen Gig auf E-Live haben sie das auch durchgehalten. Wer in Oirschot dabei war und den ersten Track ihres Konzerts nicht erkannt hat: konnte man gar nicht, das war bereits eine Idee, wie das kommende Album aussehen könnte.

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