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Die Turbulenzen um die Zukunft von "De Enck" haben sich zum Glück mittlerweile wieder gelegt. Ron Boots war letztens so mutig, in seinem Newsletter und auf Facebook bereits die Termine von E-Day und E-Live für das nächste und übernächste (!) Jahr anzukündigen - auch damit die Organisatoren anderer Events eine Möglichkeit haben, dies bei ihrer Planung zu berücksichtigen. Dass der Frühjahrs- und Herbsttermin in Oirschot Dinge sind, die der EM-Fan nur äußerst ungern ausfallen lässt, hat sich einmal mehr am Zuspruch für das diesjährige E-Live gezeigt: Bereits vor Wochen hatte die Zahl der bestellten Tickets die 200er-Grenze überschritten, und zusammen mit den noch an der Abendkasse verkauften Karten konnte Ron stolz ein quasi ausverkauftes Haus verkünden - gerade einmal vier Plätze im großen Saal von "De Enck" wären noch zu haben gewesen.

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Auch wenn es etwas angeberisch klingt: Es kommt nicht mehr oft vor, dass ich eine Konzert-Location zum ersten Mal ansteuere - die meisten Festivals finden ja im Jahres-Rhythmus am gleichen Ort statt. Heute ist einer jener seltenen Tage, an denen ich ein Ziel zum ersten Mal ins Navi eintippe. Das liegt aber weniger daran, dass die Sophienkirche in Wuppertal zum ersten Mal mit elektronischer Musik bespielt wird. Der Grund liegt viel mehr daran, dass das "Phobos-Festival" meiner Aufmerksamkeit bisher schlicht und ergreifend entgangen war. Martin Stürtzer, seinen Organisator, hatte ich erst vor ein paar Monaten zum ersten Mal bei Winnie im Garten erlebt, und wenig später noch einmal mit einem äußerst abwechslungsreichen Set auf dem Electronic Circus.

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Die Welt mag keinen Stillstand, und Stefan Erbe genauso wenig. Das gilt für seine Musik genauso wie für seine "Sound of Sky" Shows im Planetarium Bochum, die ein musikalisches Thema mit Visuals an der Kuppel verbinden. Waren es vor ein paar Jahren noch ein halbes Dutzend davon pro Jahr, so hat sich ihre Frequenz mittlerweile halbiert. Das steigert bei den Besuchern und Fans natürlich die Vorfreude und die damit verbundene Erwartungshaltung, andererseits gibt es Stefan auch die Zeit, für die einzelne Show noch mehr vorzubereiten und einmal ganz neue Konzepte zu präsentieren.

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Wovon träumen manche EM-Fans? Vielleicht davon, ihren Lieblings-Musiker einmal zu einem Privat-Konzert ins heimische Wohnzimmer zu holen? Das ist ein Wunsch, der nur ganz selten in Erfüllung geht, alleine wegen des fehlenden Platzes. Andreas Pawlowski ist in der glücklichen Lage, anstelle seines Wohnzimmers einem Musiker einmal im Jahr einen ganz besonderen Spielort anbieten zu können: Er ist in der örtlichen Kirchengemeinde aktiv und an der Organisation der "Nacht der offenen Kirchen" beteiligt - ein Abend, an dem Kirchen nicht nur ihre Türen öffnen, sondern auch ein Programm anbieten, das zum Verweilen einlädt - vielleicht nicht die ganze Nacht, aber so lange, wie lange man möchte. Jede Kirche überlegt sich ihr eigenes Programm, und Andreas ist es auch schon wie im Vorjahr gelungen, einen Musiker aus der EM-Szene dafür zu gewinnen, den Abend in St. Ludger mit besinnlichen Klängen zu begleiten. War es im letzten Jahr Torsten Abel, so ist es dieses Jahr jemand, der Übung im "Beschallen" von Kirchen hat: Detlef Keller. Üblicherweise tut er das in Repelen im Trio mit Bas Broekhuis und Mario Schönwälder. Heute hat er die deutlich größere, im neo-gotischen Stil erbaute Kirche am gleichnamigen Platz in Duisburg ganz für sich.

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Ein Zirkus ist eigentlich dadurch gekennzeichnet, dass er von Ort zu Ort weiter zieht und nicht ständig an einem Ort bleibt. Gemessen daran hat der Electronic Circus schon recht viele Vorstellungen im Detmolder Sommertheater gegeben. Für 2019 stand jedoch ein Umzug an, wenn auch nur innerhalb der Stadt - die Detmolder Stadthalle ist keine 15 Geh-Minuten vom Sommertheater entfernt, so dass seit Jahren gepflegte Hotelpräferenzen nicht geändert werden müssen. Man lenkt die Schritte einfach in eine andere Richtung. Hat man einem überdimensionalen Fuß erreicht, dann ist die Stadthalle auch schon in Sichtweite. Ein Schild informiert darüber, dass Füße wie dieser jeder etwa 12 Tonnen des unweit stehenden Herrmansdenkmals tragen. Eine nicht viel kleinere Last dürfte in den letzten Wochen auf den Schultern der Organisatoren gelegen haben, war der diesjährige Circus doch alles andere als ein Selbstläufer. Gerade einmal vor drei Wochen kam der Hilferuf, dass die schlechten Vorverkaufszahlen die Veranstaltung insgesamt in Frage stellen würden. Besucher, die Tickets immer kurzfristiger kaufen, sind nicht erst seit diesem Jahr ein Problem, zusammen mit der Absage von B-Wave haben sie aber der Szene in diesem Jahr ein neues Diskussionsthema beschert.

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Wer hat behauptet, die Urlaubs-Zeit wäre nur zum Faulenzen da? Für die Aktiven des Schallwende-Vereins waren die letzten Wochen sehr betriebsam, und wie es der Zufall wollte, konnten sie die Ergebnisse den Mitgliedern fast zeitgleich präsentieren: Just am Vorabend des Grillfests war der neue Schalldruck zum Download bereit, und auf dem Grillfest selber konnten die Mitglieder, die den Weg nach Ahlen gefunden hatten, auch gleich ihr Exemplar der neuen "Schallplatte" im Empfang nehmen.

Besuche im Planetarium Bochum sind für mich in den letzten Jahren seltener geworden. Stefan Erbe macht sein "Sound of Sky" zum Beispiel nur noch dreimal im Jahr, plus einmal ATB Anfang des Jahres. Um so wertvoller werden dafür die einzelnen Konzerte. Ich kann mich aber noch an keine Ausgabe erinnern, auf die ich mich im Vorfeld so gefreut habe: die Album-Premiere von "A-11" am 20. Juli 2019.

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Um direkt zu Anfang eine Sache ein für allemal zu klären: Dass Bielefeld nicht existiert, ist ins Reich der "Fake News" zu verweisen. Bielefeld existiert, es gibt Hotels und im Stadtteil Ubbedissen sogar eine Sternwarte. Just diese hat sich Thomas "Globotom" Albertsen als Spielort für ein kleines, aber feines Live-Event ausgesucht. Der Anlass ist doppelter Natur: zum Einen feiert Thomas an diesem Tag seinen Geburtstag, zum Anderen ist der 16. Juli 1969, also heute vor 50 Jahren, der Tag, an dem die Astronauten von Apollo 11 von Cape Canaveral aus zum Mond starteten. Der Abend wird nicht nur mit Live-Musik gefüllt werden, sie soll sich mit Vorträgen rund um die erste Mondlandung abwechseln. Wie der Zufall es will, wird sich am späteren Abend auch noch eine Mondfinsternis ereignen. Falls das Wetter mitspielt, wird man diese am späteren Abend durch die Fernrohre der Sternwarte beobachten können.

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