Rezensionen

andreasbaaden slowdown Nicht jedes Album könnte auf empulsiv mit einer Höchstbewertung punkten, sofern es dieses Raster der subjektiven Geschmackseinstufung hier gäbe. Vielmehr dient der Blick auf die verschiedenen Veröffentlichungen mehr zur Orientierung in die diversen "EM-Ligen" und die enorme Wandlungsfähigkeit dieses Genres. Auch Andreas Baaden scheint dies wichtig zu sein, wieso hätte er sonst nahezu jede Stilrichtung elektronischer Musik auf seinen 4 Longplayer verewigt!? Allerdings bringt diese Konstellation auch Fragen mit sich, denn der Hörer wird sich mit einigen Kontrastpunkten auseinander setzen müssen. Baaden kann nämlich progressiv, er kann verträumt oder auch drumorientiert und dies macht das Konzept des Albums durchaus anspruchsvoll. Selbst rockige Riffs finden sich auf Slow Down wieder und lassen den Autor doch manchmal etwas irritiert zurück, ob der CD-Titelname einen anderen Bezug zu den Stücken besitzt. Nachdem man allerdings die "falsche Fährte" der Namensgebung akzeptiert hat und kein leichtes Chillout-Album mehr erwartet, eröffnen sich einige audiophile Perlen und schöne Ideen, die das Potenzial haben, in den musikalischen "Aufstiegskampf" einzusteigen, der dann in eine der vermeidlich höheren Ligen führen könnte. Es bedarf nur noch ein bisschen mehr eigene Handschrift in Taktik und der Manschafts-Aufstellung und Baadens-Erfolgs-Elf würde die Tabellenführung wohl vorläufig nicht mehr abgeben.

Stefan Erbe

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