Rezensionen

remy identityDer niederländische Elektronikmusiker Remy Stroomer, der unter seinem Vornamen seine Musik veröffentlicht, hat ein neues Label aus der Taufe gehoben. Die erste Veröffentlichung auf diesem Label (Desert Island Music), das neben der Downloadmöglichkeit die Alben in einfachen Papphüllen ausliefern wird, ist seine CD „i-dentity“.

Die CD beinhaltet vier Stücke, von denen drei beim 11. Ricochet Gathering mitgeschnitten wurden, das im Oktober 2010 in Berlin stattfand. Während „Destination: Part 1“ und „Destination: Part 3“ die Originalmitschnitte vom Berliner Konzert darstellen, wurde Part 2 aufgrund von Problemen bei der Aufnahme editiert, da Bill Fox bei diesem Part die E-Gitarre spielte. 

Die CD beginnt mit „Destination: Berlin – Part 1“, das ganz im Stile der Berliner Schule (hier Klaus Schulze) gehalten ist. Wenn man es nicht wüsste könnte man in den ersten Minuten meinen, es handele sich um eine alte Schulze-Aufnahme so um die Zeit von „Mirage“. Recht sphärisch ist „Destination: Berlin - Part 2“. Neben den Synthies, die recht flächig klingen, während der Sequenzer im Hintergrund seine Arbeit recht dezent verrichtet, spielt Bill Fox eine ebenso atmosphärische E-Gitarre zur Musik. Musik zum abheben, so als würde man durch den Weltraum schweben. Später kommt noch ein recht organischer Rhythmus hinzu. Nach gut sechs Minuten nimmt die Rhythmussequenz an Fahrt auf und wirkt recht hypnotisch. Bei etwas mehr als sieben Minuten ändert sich der Rhythmus zu einem stampfenden Beat und Bill’s Gitarre lässt sich rockig auf diese Passage ein. Gerade hier entfaltet das Stück seine ganze Stärke. Auch der Schlagzeugrhythmus hat was organisches, so das alles wirkt, als wäre eine Band am Werk. Im Kontrast dazu stehen Chöre, die wieder etwas an Schulze erinnern.

Recht symphonisch ist „Destination: Berlin – Part 3“ angelegt. Hier dominieren zunächst die Streichersounds. Hypnotisch wird es dann nach gut fünf Minuten, wenn eine rhythmische Sequenz einsetzt. Gleichmäßig wird dieser Rhythmus fortgesetzt, auf den Remy dann seine Harmonien, die an Schulze erinnern, setzt. Das abschließende mehr als 24minütige Titelstück ist aber das krönende Highlight des Albums. Hier agieren Gert Emmens, Michel van Osenbruggen (Synth.NL) und Francis Rimbert (er tourt mit Jean Michel Jarre) an den Synthies und Erik Wollø an der E-Gitarre. Nach einem Schulze ähnlichen Beginn lassen die Gastmusiker ihre Stile aufblitzen und verfeinern diesen Track in der zweiten Hälfte. So hört man beispielsweise Gert Emmens Synth-Solo und auch Erik Wollø mit seiner Gitarreneinlage sofort heraus.

Wem es nichts ausmacht, dass er eine CD in einer einfachen Papphülle bekommt, der erhält mit „i-dentity“ eine Elektronik-CD im Stile von Klaus Schulze, bei der aber vor allem die Kollaborationen mit den anderen Elektronikmusikern für Abwechslung und einen tollen Sound sorgen.

Stephan Schelle Musikzirkus-Magazin www.musikzirkus-magazin.de 

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Wenn es etwas neues von Remy gibt, bin ich immer richtig gespannt, denn seine Musik kann man meiner Meinung nach in keine Schublade stecken. Er hat seinen eigenen Stil und der hebt sich auch von den meisten ab. Gut, man hört schon den Ursprung seines Schaffens und der kommt zweifelsohne u.a. von Klaus Schulze.
Seine neue CD - I-Dentity- überzeugt mich genauso wie alle anderen CDs, die ich von ihm habe. Hier ist wieder seine ganze Vielfalt zu hören. Die Musik bietet viel Abwechslung ..... da kommt mit Sicherheit keine Langeweile auf ;-)
Das Wort "Vielfalt" kann man bei dieser CD, dessen Musik life von den Ricochet- Gatherings -Konzerten in Berlin eingespielt wurde, auch anders definieren, denn Remy hatte von namhaften Kollegen, wie Gert Emmens, Bill Fox, Synth.nl, Erik Wollo sowie Francis Rimbert, unterstützung.
Wiedermal eine klasse CD von Remy, die ich natürlich weiterempfehle :-) 


Uwe Saße 

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