
Nun der weit gereiste Kolumnist hatte bereits vor einigen Wochen in einer Kolumne auf die spürbaren Veränderungen in der EM-Szene hingewiesen und konnte sich nun auch am vergangenen Wochenende in Oirschot (NL) ein Bild davon machen, ob denn vorherige These auch tatsächlich zutreffend sind. Man könnte glatt meinen, betrachtet man die Besucherzahlen des samstägigen E-Days, wir wären wieder in die "traurige Zeit" der EM zurückgefallen. Ca. 150 (+-) Fans waren zugegen als Booth & Creek, Dinsdale und Picture Palace Music ihre Musik zum Besten gaben und man fiel unweigerlich in den Vergleich zur Herbst Ausgabe des E-Live, die natürlich deutlich mehr Besucher anreisen lies.
Zum einjährigem Jubiläum der Sound of Sky–Reihe hatte Stefan Erbe am Samstag einen Gast eingeladen. Es war der EM–Musiker Erik Seifert. Beide boten eine Mischung aus Live-Improvisation und vorbereiteten Arrangements. Das Konzert bestand aus drei Teile. Eines der Highlights war eine Abwandlung des Stücks ‚Wunderwerk’ von Stefan Erbe durch Erik Seifert. Dieses Stück behielt seine alte Größe, wurde aber um interessante Aspekte ergänzt.
Die Idee, der Sound of Sky–Reihe gelegentlich einen EM-Festivalcharakter zu verleihen, ist echt gut. Leider war die Resonanz beim Publikum dagegen eher durchwachsen, was wirklich bedauerlich ist. Die beiden Musiker habe ein gutes Konzert dargeboten, welches mehr Zustimmung im Auditorium verdient hätte.
Es war eine Feier und ein Festival gleichermaßen, als sich nahezu 300 Menschen im Planetarium Bochum einfanden, um die besten Musiker und Musikerinnen der EM von 2011 zu honorieren. Insgesamt wurde der Preis in 6 Kategorien an 7 Preisträger vergeben. Laudiert wurden die Preise durch Mario Schönwälder (Bestes Album national), Klaus Hoffmann-Hoock (Bestes Album international), Steve Baltes (Bester Künstler National), Gandalf (Bester Künstler international), Sylvia Sommerfeld und Daniel Fischer (Bester Newcomer), Joerg Strawe (Sonderpreis Uwe Saher) und Winfrid Trenkler (Sonderpreis Johannes Schmoelling). Die Vergabe der Schallwelle-Preise wurde begleitet von drei Konzerten der Extraklasse, gegeben von Erik Wøllo, Frank van Bogaert und Michel Huygen.