Rezensionen

re seifert steinEs knarzt, zirpt und flirt und die ersten Takte des zweiten (eigentlich dritten.) Longplayers von Erik Seifert und Josi Steinbüchel untermauern schon nach Sekunden die Kopfkino-Connection zu einem virtuellen cineastischen SCIFI-Soundtrack. Wer genau hinhört, vernimmt die tonale Verbeugung vor dem Genreklassiker der im letzten Jahr seine Fortführung im Jahr 2049 fand. Glücklicherweise ist Reverse Engeneering aber keine billige Kopie bestehender Referenz-Filmusiken, sondern eine Symbiose aus der scheinbar wiederkehrenden Affiität aus technischen Ereignissen und der Intrepretation ihrer Soundersteller. Die 9 Tracks umspannen in der typischen Seifertschen midtempo-Manier eine gelungene Mischung analoger und digitaler Technik, die zwischen Ambient und traditioneller Electronica wandert. Die bewussten FX-Verbindungen zwischen den Tracks, lassen den Hörer auch im weiteren Verlauf daran erinnern, dass das Album keine Einweg-Produktion ist, sondern auch bei wiederholter Reise noch neuerliche Argumente des genauen Hinhörens offenbart. Obwohl manche Stücke auch in etwas kürzerer Zeit hätten erzählt werden können, so verbleibt am Ende eine vollendete Zukunftsgeschichte die alle guten Spannungselemente mit sich gebracht hat.

https://seifertsteinbuechel.bandcamp.com/

Stefan Erbe

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