Rezensionen

Jeder kennt diesen guten alten Bekannten, den man nur einmal in ein oder zwei Jahren trifft. Er hat sich ein klein wenig seit dem letzten Mal verändert, aber eigentlich ist er ganz der Alte geblieben. Alles, was man an ihm schätzt, ist seiner Persönlichkeit erhalten geblieben. Klar hat das Leben seine Spuren hinterlassen, aber es fügt sich alles zum gewohnten Bild und man freut sich ihm mal wieder begegnet zu sein. Redshift Alben sind genau so: gute alte Bekannte, vielleicht mit neuen Schuhen oder neuer Frisur und um die eine oder anderen Lebensweisheit reicher geworden. 

Das neue Werk "Colder", wurde von Mark & Julian Shreeve, unter tatkräftiger Unterstützung von Ian Boddy live beim Hampshire Jam 9 Festival im November 2010 eingespielt. Und all die guten Eigenschaften sind dem Projekt eindeutig erhalten geblieben: muskulöse Power-Sequenzen, eingängige Synthlines, stimmiges Sounddesign und das allgegenwärtige Mellotron. Ein sehr dynamisches Album ist es geworden, ein ständiges Aufbrausen und Abflauen der Sequenzen, An- und Abschwellen der epische Mellotronopern. Ruhige, wie treibende Momente jagen sich im ständigen Wechsel. Auch das ist nicht ganz neu bei Redshift. Das gab es in einzelnen Tracks schon in der Vergangenheit, man denke nur an das umwerfende "Nails" vom dritten Album "Down Time". In dieser hier gezeigten Konsequenz darf es als Beleg dafür gelten, das Redshift sich mit jedem Release musikalisch weiter entwickeln, langsam, aber stetig.
Redshift produzieren sich kraftvoller denn je und machen "Colder" so zu einem ihrer besten, weil stimmigsten Alben.
Zeit zu Jubeln für die Fans, Zeit reinzuhören für Novizen. No excuses!

Website: http://www.redshift.biz/
Hörproben: http://hyper.ia.agh.edu.pl/~rork/Colder.htm

Frank Makowski

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