Nichts im Leben währt ewig! Das ist eine alte Erkenntnis, die man aber allzu gerne verdrängt. Um so größer ist dann die Überraschung, wenn etwas sein Ende finden soll, das man seit vielen Jahren als Selbstverständlichkeit betrachtet hat. So erging es sicher nicht nur mir, als im Frühjahr dieses Jahres die Nachricht die Runde machte, der Electronic Circus 2026 würde der letzte seiner Art sein.
Wie das kommt? Wir werden nun einmal alle nicht jünger, und wer noch nie an der Organisation eines ähnlich großen Events beteiligt war, wird kaum ermessen können, was an Arbeit dabei so anfällt. Was man nie vergessen sollte: Die wird bei solchen Events in unserer Szene durchweg unbezahlt erbracht. Und so man noch nicht das Rentenalter erreicht hat, muss sie in der Freizeit untergebracht werden.

Sollte es die daraus resultierende 'Torschlusspanik' bei manchen sein, die den Vorverkauf befeuerte? Vielleicht war es aber auch der andere Termin. Anstelle Anfang Oktober, wo auch schon ein großes Event in Oirschot im Kalender in Sichtweite kommt, wurde der Circus dieses Mal in die Mitte des August gelegt. Das ist auf 'halbem Wege' in Richtung Juni, wo in früheren Jahren die EC Summer Edition in Borgholzhausen stieg. Und Mitte August ist im 'Sommerloch', wo kaum andere Termine im Kalender stehen.
Und es gäbe auch noch einen dritten Grund: In diesem Jahr konnte das Team um Hans-Hermann Hess einen ganz besonderen Leckerbissen als Headliner an Land ziehen: Madis gilt als der 'polnische Jean Michel Jarre', hat eine riesige Fan-Basis und spricht Freunde elektronischer Musik quer durch die Generationen an.
So konnte einige Wochen vor dem 15. August eine Novität vermeldet werden: Der Circus ist ausverkauft, es wird keine Abendkasse geben! Nach Besucherzahlen in vergangenen Jahren, die gerade so eben die Ausgaben gedeckt haben, ist das natürlich ein schöner Erfolg zum Abschluss, den dieses Festival auch schon in früheren Jahren verdient gehabt hätte.
Und so machen wir uns einem Samstag im August mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Weg nach Lemgo: Einerseits die Vorfreude auf gute Konzerte, ein Wiedersehen mit ganz vielen lieben Bekannten. Andererseits ist da das Wissen, dass dies das vorläufig letzte Mal sein wird. Von den in einer kleineren Stadt wie Lemgo natürlich nicht überreichlich vorhandenen Hotelzimmern hatten wir noch rechtzeitig zwei im Stadtpalais gebucht. Schon nach Zeitplan soll das letzte Konzert erst um 23 Uhr enden, und erfahrungsgemäß läuft an so einem Tag auch nicht immer alles wie gedacht. Die Zeiten, zu denen man sich um zwei Uhr in der Nacht noch ins Auto setzt und zu Hause angekommen von den Frühaufstehern unter den Singvögeln begrüßt wird, sind auch bei mir schon länger vorbei...
Einchecken im Hotel ist um 12 Uhr noch nicht möglich, aber wir können den Wagen dort stehen lassen und machen uns auf den kurzen Weg zur Johanniskirche. Offiziell beginnt der Einlass erst um 13 Uhr, aber das wird hier nicht so eng gesehen. Falls man nicht sowieso als 'alter Bekannter' erkannt wird, wird der Name auf der Reservierungsliste heraus gesucht und abgehakt. Sogleich streckt sich mir Peters Hand mit dem gelben Bändchen entgegen, das meine Registrierung für den Rest des Tages ausweist.
Die Formalien sind erledigt, was steht als nächstes an? Gleich neben der Anmeldung befindet sich die 'Wechselstube'. Auch heute werden Getränke und Speisen gegen die bekannten roten und türkisfarbenen Plastikmünzen ausgegeben. Üblicherweise kauft man gleich einen kleinen Stapel im Gegenwert von zehn Euro. Solche 'Münzpakete' liegen fertig vorbereitet im Kästchen. Die junge Dame an der Ausgabe lässt es sich aber nicht nehmen, jeden Stapel noch einmal persönlich nachzuzählen. Ist hier schon der Nachwuchs am Werk und es wird doch nicht der letzte Circus sein?
Die Plastikmünzen wandern für den Moment in die Hosentasche und der Blick schweift durch das Foyer. Waren wir gerade beim potentiellen Nachwuchs, so kann man an einer Tafel neben dem Münzenverkauf die Geschichte des Circus Revue passieren lassen. Alle Ankündigungs-Flyer bis zurück zur ersten Ausgabe in Bielefeld sind hier versammelt. Seinerzeit war das Logo noch ein anderes, und einige vom EC-Team haben zur Feier des Tages auch noch einmal ihr damit bedrucktes T-Shirt heraus geholt. Der Circus in Bielefeld war wohl vor meiner Zeit: Mein erster Besuch führte mich bereits nach Gütersloh und in die Weberei.
Die CD-Stände werden gerade aufgebaut oder sind schon bereit für interessierte Kundschaft. Neben den heute auftretenden Musikern sind das Groove-Label und Spheric Music präsent, wobei sich Lambert heute vertreten lässt. Ein gerne und fast nur auf dem Circus gesehener Gast: Volker Flottmann, der immer noch eine rein physische Veröffentlichung favorisiert. Hier ist eine der seltenen Gelegenheiten, seine aktuellen Veröffentlichungen direkt anschauen und erwerben zu können.
Kundschaft für die Stände ist mittlerweile in immer größerer Zahl vorhanden. Es wird richtig voll im Foyer, und bei den aktuellen Außentemperaturen wird es zum Nachteil, dass das Atrium mehr oder weniger ein Glaskasten ist. Auch wenn die Glasflächen so weit als möglich verdunkelt wurde, die Temperatur steigt schnell an. Da führt ein ums andere Mal der Weg zu den emsigen Damen und Herren am Catering. Getränke stehen auch in gekühlter Form bereit, und wenn das Mittagessen wegen Anreise ausfallen musste, füllen ein paar Brezeln, Brötchen oder etwas Kuchen den Magen so weit, dass es bis zur großen Pause reichen wird.
Die Zeit vor dem ersten Konzert ist natürlich viel zu wertvoll, um sie nur mit Essen und Trinken zu verbringen. Denn mittlerweile haben sich auch einige Prominente der Szene in das Gewimmel gemischt. Winfrid Trenkler hat den weiten Weg aus Schwedens Norden auf sich genommen, um den letzten Circus live mitzuerleben. Und eine weitere Überraschung: Harald Grosskopf taucht ganz cool und locker mit Sonnenbrille auf, als wäre nichts gewesen. Wer seine Timeline in den sozialen Medien verfolgt, wird wissen, dass er gerade erst eine Operation hinter sich gebracht hat. Aber Harald ist ein zäher Bursche, der sich von so etwas nicht aus der Bahn werfen lässt, und der sich so früh wieder ins Leben stürzt, wie es geht. Er wird um das eine oder andere Selfie gebeten, und mit Hans-Hermann macht er Späße darüber, wer denn mittlerweile mehr OP-Narben hätte...
So vergeht die Zeit bis zum Einlass wie im Fluge. Weil der Saal heute so voll sein wird wie noch nie, ist ein zeitiger Einlass wichtig, damit es pünktlich los gehen kann. Wie im Vorfeld angekündigt, sind die ersten beiden Sitzreihen für Aktive und deren Angehörige reserviert. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank dafür, dass man mich auch dazu rechnet! Neben einem Foto-Profi wie Stefan Schelle komme ich mir aber ehrlich gesagt immer noch wie ein Amateur vor, der halt auf den Auslöser drückt und dann auf das Beste hofft...
Eine Überraschung gleich zu Beginn: Für die erste Begrüßung tritt Stefan Erbe vor den mit Instrumenten voll gestellten Bühnenbereich. Ein Teil davon ist sein eigenes Setup, das bleibt aber erst einmal auf 'Standby'. Stefan geht in seiner Einführung zum Anfang des Circus zurück. Die ersten drei Jahre hatte er die Moderation übernommen, und zusammen mit Hans-Hermann erinnert er sich daran, wie es damals in dem Kino in Bielefeld zuging. Zum einen musste man pünktlich um 22 Uhr Schluss machen - heute wird es ja schon nach Plan mindestens eine Stunde länger gehen. Und zum anderen die Lage: Das Kino war unweit des Bahnhofs, und zwei Straßen weiter konnte man angeblich alles kaufen. Das wollen wir jetzt nicht weiter vertiefen...
Von Bielefeld ging es weiter nach Gütersloh in die Weberei, die in dieser Form leider nicht mehr existiert. Der Circus musste immer wieder seine Zelte an einem anderen Ort neu aufschlagen, und nach den Jahren in Detmold gastiert man mittlerweile zum dritten Mal hier in St. Johannis in Lemgo. Der Kirchensaal wird übrigens immer noch die meiste Zeit für seinen originären Zweck genutzt. Es wird also darum gebeten, sich zu benehmen; Essen und Trinken sind im Saal nicht gestattet. Bierflecken machen sich auf historischem Kirchenboden einfach nicht gut! Die Treppe zur Empore ist übrigens von 1650, und knarrende Geräusche gehören bei so altem Holz dazu. Zum Madis-Konzert wird es richtig voll werden und dann wird auch die Empore geöffnet sein. Besagte Treppe sollte aber während der Konzerte nicht genutzt werden. Knarzen und Elektronische Sounds harmonieren nur begrenzt!
Genug der Einführung, kommen wir zum ersten Act des Tages. Diesen Zeitslot bestückt das Circus-Team gerne mit einem Newcomer. Auch wenn "Electronic Visions" bereits auf eine Reihe von Veröffentlichungen verweisen kann, mit gerade einmal 24 Jahren kann man Luc Poppink diesen Status gerne noch zuweisen. Er kommt aus Delft, und damit aus aus dem Land, das schon so viele EM-Musiker hervorgebracht hat. Mit Hans Hermann verbindet ihn die Leidenschaft für Computerspiele, insbesondere die GTA-Serie. Womit sein 'Trigger' für das Machen eigener elektronischer Klänge erklärt wäre: Tangerine Dream hat seinerzeit den Soundtrack zu GTA IV geschaffen.
Dass Luc das Vorbild nicht einfach kopiert, sondern seinen eigenen Weg sucht, wird aber schon beim Einsteiger-Track deutlich: Kein knalliger Synthpop, keine langen Sequenzen, sondern chillige Sounds mit warmen Rhythmen. und sein Setup gleicht auch mehr dem eines DJs als der klassischen 'Keyboard-Burg'. Die darauf folgende Einführung hält er auf Deutsch und Englisch, und gibt uns einen kurzen 'Fahrplan' für die kommende Stunde. Er wird eine Reihe von Titeln aus seinem vor zwei Jahren veröffentlichten Album spielen, sowie aus seiner 2025er-EP. Auch wenn das allesamt kürzere Tracks unterhalb der Fünf-Minuten-Marke sind, gehen sie eine homogene Mischung ein: Ein Club-Mix von entspannenden bis tanzbaren Rhythmen, mal etwas flotter, mal etwas gemächlicher. Das ist nicht der Soundtrack zu einer Verfolgungsjagd in aufgemotzten Sportwagen. Ein Wochenendausflug ins Grüne, oder der Abend in einem heimeligen Club-Keller ist eher die Szenerie, die sich vor meinen geistigen Augen entwickelt.
Mit gelegentlichen Piano-Parts zeigt Luc, dass die Tracks hier nicht nur DJ-mässig 'abgefahren' werden, sondern auch live gespielt wird. Nach einem halben Dutzend Titeln greift er noch einmal zum Mikrofon und erzählt, dass der Titel gerade eben ein Preview von seinem kommenden Album gewesen ist. Das erklärt nachträglich den leichten Bruch im Stil, denn da war auch einmal Platz für etwas und vertracktere Rhythmen - man darf darauf gespannt sein. Nun aber zurück zur 2025er-EP, und dem durch die bisherigen Alben gefestigten Stil. Ob der irgendwelche 'Visionen' transportiert, darüber kann man sicher diskutieren. Aber ohne Frage spielt hier ein Musiker, der weiß, was er will, und das ist uns zum Entspannen und Wegschweben zu bringen.
Man sollte nur aufpassen, nicht komplett im Morpheus' Armen zu versinken, falls es vorhin doch ein Brötchen zu viel war. Ansonsten verpasst man, wie jetzt der eine oder andere TD-Sound eingeflochten wird, und wie die Musik zum Ende hin noch einmal ein gutes Stück abhebt - 'to get into a summer vibe'.
Nur für zwei weitere Songs ist noch Zeit. Die ist wieder einmal schneller vergangen als man glauben mag. Noch einmal bekommen wir mit komplexeren Rhythmen einen Ausblick auf das, was wir von "Electronic Visions" noch erwarten dürfen. Gelungen ist die Premiere beim Circus auf jeden Fall, und Luc hat noch viel Zeit für neue und andere Ideen. Seinen Namen sollte man sich auf jeden Fall merken!
Der Kirchensaal muss zwischen den Konzerten immer vollständig geräumt werden, damit Ab- und Umbauarbeiten ungestört ablaufen können. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Außentür geöffnet, um wenigstens ein wenig frische Luft in den Saal zu schaufeln - es ist über die letzte Stunde fast genauso warm geworden wie im Foyer. Der Versuch, der Hitze nach draußen zu entfliehen, ist zu dieser Tageszeit leider noch wenig erfolgversprechend. Und so kommt es, dass der Andrang am Getränkestand wieder deutlich größer ist als an den CD-Ständen. Einzig der Stand von Madis ist jetzt schon dicht umlagert. Amadeusz ist bereits vor Ort und signiert das eine oder andere Album. Auch der restliche Merchandise findet guten Absatz: Gefühlt wird die Anzahl der getragenen Madis-T-Shirts über den Tag immer größer...
Nach der Pause ist es an der Zeit für einen weiteren hoffnungsvollen Nachwuchskünstler, wie Hans-Hermann in seiner Einführungsrede für das zweite Konzert scherzhaft anmerkt. Stefan Erbe ist natürlich Bühnen-Profi mit vielen Jahren Erfahrung, und dem Circus von Anfang an verbunden. Überraschenderweise ist dies aber das erste Mal, dass er hier als Solo-Künstler auftritt!
Da dieser Circus ja ein wenig im Zeichen des Rückblicks auf die vergangenen Jahre und das Erreichte steht, wird Stefan in seinem Konzert nicht einfach eines seiner aktuellen Alben spielen, oder eine der Geschichten um GENE von Anfang bis Ende präsentieren. Er wird uns stattdessen ein Potpourri von Titeln quer durch die Jahrzehnte präsentieren. Da der Verfasser dieser Zeilen sich der Schreibweise dieses Fremdwortes nicht sicher war, schaute er im Internet nach - und erfuhr dabei, dass es im Französischen auch für 'verdorbener Topf' steht und ein Gefäß bezeichnete, in dem eine Mischung wohlriechender Pflanzenteile den Raumduft verbessern sollten. Nun, Erbe-Songs haben kein Verfallsdatum, gerade auch weil Stefan sie live immer ein wenig neu arrangiert. Auch bei so einer Zusammenstellung macht er sich Gedanken um den viel zitierten Spannungsbogen - die Playlist soll auf ihre Weise auch eine kleine Geschichte erzählen.
Der Bogen nimmt seinen Anfang in der näheren Gegenwart, nämlich bei der (bisher) letzten Episode der Genesys-Alben. Mit "Big Hall" wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Bildmaterial ist dafür natürlich reichlich vorhanden, und so muss man sich ein ums andere Mal entscheiden, ob man den Blick auf die Leinwand oder einen zwischen den Keyboards hin- und herwechselnden Stefan richten soll.
Etwas ruhiger wird es beim nächsten Titel, mit dem Stefan einige Jahre in die Vergangenheit zurück geht: "Serbenity" entstand 2020, mitten während der Pandemie, in der wir mangels Veranstaltungen auf uns selber zurück geworfen waren. Ob gerade diese Situation zu dem beigetragen hat, was viele als Stefans erstes echtes Ambient-Album bezeichnet haben? Wie dem auch sei, die Musik hat ihre Relevanz bis heute behalten. Stefan ergänzt sie mit hyperrealen Bildern von 'Lost Places', die mit aktueller KI-Technik erzeugt wurden - so wird die Brücke in die Gegenwart geschlagen.
Aber da sind natürlich auch Klassiker, die mit einem bestimmten Video über die Jahre fast zu einer Einheit verwachsen sind. "Wunderwerk" ist so ein Fall. Wie immer läuft live dazu der Zeichentrickfilm mit einer magischen Taschenlampe. Ihr Lichtstrahl kann von Menschen und Sachen die Fassade herunter reißen, so dass die ungeschminkte Realität darunter zum Vorschein kommt. Das schließt die Konflikte und Aggressionen ein, die in uns allen stecken und die wir normalerweise zu verbergen versuchen.
So liefern viele Erbe-Titel auch einen kleinen Denkanstoß oder Kommentar zu gesellschaftlichen Verhältnissen, und sei es nur im begleitenden Video. Noch einmal sehen wir einen Ausflug ins All, wo die 2017er-Version von Genesys mit Videos von der 'heutigen' GENE begleitet wird. Dann schlägt Stefan vom Stil her ein neues Kapitel auf, und traut sich an etwas härtere Kost:
"Damaged Not Dead" stammt von der "Breathe" ist genauso wie "Serbenity" in der Corona-Zeit entstanden. Anstatt die Wellen Ambient-mässig zu glätten, werden hier Verluste und Beschädigungen angesprochen, die viele von uns in dieser Zeit erlitten haben. Das ist mit Abstand der kantigste und disharmonischste Titel seines heutigen Konzerts, aber die Welt haben viele damals so empfunden. In die gleiche Kerbe haut auch "Brainwashed" von seinem aktuellen Album "The Enemy Inside". KI, das Internet und globale Tech-Konzerne verändern unsere Welt in einem Tempo, das man sich vor wenigen Jahren noch gar nicht vorstellen konnte. Das Video von gleich geschalteten 'Smartphone-Zombies' und die Wand mit Bildschirmen sind Sinnbild dafür, wie man heutzutage von den Medien bombardiert wird, und wie schwer es ist, dabei die eigene Empathie und Menschlichkeit zu erhalten. Der Ausgang dieser Entwicklung ist offen, und wie Stefan schon im Text zu einem früheren Album schrieb, ist es an uns allen, den Ausgang zu beeinflussen.
Stefan wäre nicht Stefan, würde er nicht zwischen diese Tracks auch die eine oder andere Insel des Wohlfühlens setzen. "When Angels Travel" ist ohne Frage eine solche, und entfaltet ihre Wirkung schon mit den ersten Takten. Bilder vom nächtlichen Sternenhimmel, der unverrückbar und ewig zu sein scheint, passen perfekt zu der Idee eines Ruhepunkts. Und ganz am Ende gelingt es Stefan mit den Video zu "Solitude", das Thema "Vereinsamung" ins Positive zu wenden: Nur gemeinsam lassen sich Gefahren bewältigen, die für eine einzelne Person zu gewaltig sind.
Auch vom Tempo her war "Solitude" der richtige Track für ein Konzert-Finale, in dem Stefan uns und sich selber ein ums andere Mal in den Tunnel gespielt hat. Auch der hat am Ende ein Licht, aber vielleicht könnte man ihn noch ein klein wenig verlängern? Hans-Hermann checkt kurz die Uhrzeit, und zehn bis fünfzehn Minuten sind noch 'drin'. Stefan ist natürlich darauf vorbereitet und startet mit einem Klassiker vom 2013er-Album "Method": "New York" ist im Original ein Soundtrack zum Film "Escape from New York", und wir sehen heute dazu ein paar Originalszenen aus dem 1981er-Streifen mit Kurt Russell. Ist es ein Zufall, dass seine Premiere sich gerade zum fünfundvierzigsten Mal jährt?
Dem Prinzip der Kontraste treu bleibend, schwingt Stefan sich aus den Tiefen eines dystopischen New York ins All, mit einer aktuellen Version von "All the Stars". Den Schlusspunkt setzt aber wieder ein Track, den man ähnlich wie "Wunderwerk" mit bekannten Bildern verbindet. "s-Thetic" war über Jahre hinweg der letzte Titel von Baltes&Erbe-Konzerten. Auf einem Erbe-Solokonzert hören wir natürlich die Version, wie Stefan sie original konzipiert hatte, und auf "2Club Genetica" veröffentlicht hat.
Noch einmal bekommt Stefan einen Riesenapplaus für diesen Auftritt. Es war ein Rückblick, für den 'Hardcore-Erbe-Fan' war also eigentlich nicht viel Neues dabei. Die Zusammenstellung und die punktuell neu gestalteten Visuals haben indes das vorhandene Material in etwas bisher nicht Erlebte verwandelt. Noch lange nach dem Konzert, an das sich die 'große Pause' anschließt, ist Stefans Stand dicht umlagert. Eine wiederkehrende Frage: Auf welchen CDs kann man das hören, was heute gelaufen ist? Die korrekte Antwort darauf wäre mindestens ein halbes Dutzend der hier ausliegenden CDs und BluRays. Aber Stefan geht es nicht primär darum, möglichst viel Umsatz zu machen, und daher ein kleiner Geheimtipp: Auf Bandcamp gibt es die "Selektronisch"-Zusammenstellungen zum 'Name your price'-Tarif, die auch fast alle heute gelaufenen Tracks beinhalten. Und jetzt, wo diese Zeilen geschrieben werden, hat sich Stefan auch überzeugen lassen, das Lemgoer Konzert in authentischer Form als Live-Album zu veröffentlichen!
Wie es Tradition nicht nur beim Circus ist, schließt sich an das zweite Konzert eine große Pause an. Für viele ist es die Gelegenheit zum Abendessen. Wir nutzen dagegen die Zeit, um das Einchecken im Hotel nachzuholen. Auf dem Weg dahin durch Lemgos Fußgängerzone machen wir eine ungewohnte Erfahrung: Regen! Die ersten Tropfen seit Wochen! Die auf- und durchgeheizte Stadt können sie aber nur wenig herab kühlen, und das Ergebnis ist die sprichwörtliche 'Waschküche'. Immerhin sind die Temperaturen um einige Grad gefallen, so dass es auf dem Vorplatz deutlich erträglicher ist als im Atrium. Das füllt sich eher zögerlich, draußen im Freien plauscht es sich angenehmer.
Drinnen deutet sich aber schon an, dass der Saal in der zweiten Hälfte deutlich voller werden wird. Die Warteschlange vor dem Eingang bildet sich bereits lange vor dem Einlass. Wie schon heute Mittag angedeutet, reisen viele Besucher explizit wegen des Haupt-Acts an. Bevor Madis loslegt, darf sich aber noch ein anderer Künstler über gut gefüllte Ränge freuen: "Faux Tales" ist heute der zweite Act, den ich vorher noch nie gesehen oder gehört habe. Sein Setup hatte schon zu Anfang die Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Ein akustisches Piano, und das in einer ungewöhnlichen offenen Bauform, sorgt für neugierige Blicke und erinnert an Marius Nitzbom, der im letzten Jahr Elektronik und Neoklassik miteinander verbunden hat.
Und so falsch ist diese Assoziation nicht: Hans-Hermann erzählt in seiner Einführung, dass sich hinter dem Projektnamen "Faux Tales" Timo Loosli aus Bern verbirgt. Timo selber schickt seinem Auftritt nur wenige einführende Worte voraus. Der wesentliche Punkt: Er werde alles in einem Stück durch spielen. Ab jetzt wird also nur noch die Musik sprechen. Und wie sie das tun wird...
Timos Konzert ist in der Tat ein einziger Flow, so wie man es zum Beispiel auch bei Auftritten von Martin Stürtzer kennt. Aber der Flow selber ist ein komplett anderer. Sequenzen mischen sich wie selbstverständlich mit dem akustischen Piano, und der Spannungsbogen spannt sich regelmäßig über eine knapp zweistellige Zahl von Minuten. Der Einstieg in eine neue Passage ist leise und zurückhaltend, und die Tracks steigern sich kontinuierlich bis zu einem Crescendo, von dem Timo auch immer wieder den Abstieg findet: Mal kontinuierlich, mal auch mit einem harten Cut. Wollte man das hier gespielte in einem Satz zusammen fassen, so würde ich sagen "Berliner Schule goes Piano". Ob dies auch unter 'Neoklassik' fällt, sollen andere entscheiden. Ich tue mich mit dem Begriff noch ein wenig schwer, und beim Piano spüre ich ein ums andere Mal auch eine gute Prise Jazz.
Dass hier mehrere Dinge zu etwas ganz Eigenen verschmelzen, von dem man keinen Moment verpassen sollte, das fühlt der ganze Saal. Es ist mucksmäuschenstill, und auf Visuals verzichtet Timo. Stattdessen zeigt die Leinwand sein Kamerabild, so dass man auch in den hinteren Reihen sehen kann, wie er in seinem Setup agiert. Wie bei einer klassischen 'Keyboard-Burg' sind Klavier, Synthies, Sequencer und Mischpult um ihm herum aufgebaut und mehr als einmal streckt er sich, um mit beiden Armen zwei der Instrumente gleichzeitig zu steuern. Er wirkt in seiner Musik versunken, und mit seinen Geräten fest verbunden.
Es hat bei so einem Auftritt wenig Sinn, die einzelnen Tracks nacheinander beschreiben zu wollen. Die Summe und der Flow sind das entscheidende, und beides trägt über die ganze Länge des Konzerts, ohne gleichförmig zu werden oder sich zu wiederholen. Das eine oder andere Detail bleibt natürlich besonders hängen, zum Beispiel, als mich eine der Sequenzen an "Tubular Bells" erinnert. Zum Ende hin wird Timos Spiel noch einmal merklich voluminöser und kantiger - "Faux Tales" steuert aufs Finale zu. Nach dessen Ende ist die Reaktion ein brausender Applaus, der in rhythmisches Klatschen über geht. Wenn ein Saal seinen Wunsch nach nach einer Zugabe so unmissverständlich äußert, muss Hans-Hermann den Zeitplan auch mal Zeitplan sein lassen: "Ist ja gut, wir machen noch einen!". Für gute zehn Minuten wirft Timo seine Maschinen noch einmal an. Rhythmen und Sequenzen entwickeln sich dieses Mal merklich tanzbarer, das Spiel wirkt wie entfesselt und befreit. Ob das seine eigene Erleichterung nach diesem Konzert widerspiegelt? Grund zur Freude hätte er jedenfalls. Nicht nur für mich ist "Faux Tales" die Entdeckung des Tages. Die Vinyl-Version seines aktuellen Albums "Spaces" wird meine kleine LP-Sammlung zu Hause erweitern.
Von der Entdeckung des Tages bis zum Schluss- und Höhepunkt ist eine ganze Stunde Pause vorgesehen, und wiederum leert sich der Saal. Dieser großzügige Zeitplan erlaubt einen Abbau in Ruhe. Gerade Timos akustisches Piano ist ein Gerät, das man sich nicht einfach unter den Arm klemmt und weg trägt. Man bemüht sich natürlich auch wieder, so viele Fenster und Türen zu öffnen, um etwas von der inzwischen angenehm kühlen Außenluft in den Kirchensaal zu lassen. Viele Besucher zieht die Kühle deswegen auch direkt über das Foyer ins Freie. Zeit für einen entspannten Austausch über das bisher Erlebte sollte ja eigentlich genug vorhanden sein.
Indes: Auch jetzt bildet sich schon lange vor dem Einlass wieder eine Schlange. Die Tür öffnet sich pünktlich, und die Helfer waren fleißig. Die Empore wurde für das zusätzliche Publikum geöffnet. Des weiteren ist der Blick auf Madis' Aufbau frei. Damit man ihn in den hinteren Reihen auch noch gut sehen kann, steht alles leicht erhöht auf einem Podest.
Davor schlägt man sich aber noch etwas mit zickiger Technik herum: Die Nebelmaschine, die vom Circus-Team angeblich schon seit der ersten Veranstaltung genutzt wird, verweigert ausgerechnet heute den Dienst. Gelegentlich stößt sie ein paar Wölkchen aus, aber das wird nicht reichen. Zu Madis' Aufbau gehört auch eine Laserharfe, und deren Strahlen sind nur bei gleichmäßiger Verneblung zu sehen. Nach einigen Minuten Bangen, Warten und Probieren muss man wohl einsehen, dass sie ihr Leben für heute im wahrsten Sinne des Wortes 'ausgehaucht' hat. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Aus dem Publikum kommt der Tipp, dass man solchen Nebel auch schon einmal mit angezündeten Tischtennis-Bällen gemacht hätte...
Glücklicherweise wird das aber nicht versucht, und das Konzert beginnt mit nur kleiner Verspätung. Von so einem Malheur will man sich nicht den Abend verderben lassen. 'Madis' ist der Künstlername von Amadeusz Małkowski, und seine Heimat ist in Krakau. Madis' Musik wurzelt in den Sounds der großen Namen der EM wie Jean-Michel Jarre, Tangerine Dream und Vangelis. Er sagt das ganz offen und schafft es aber gleichzeitig, dieses Vermächtnis in moderne und eigenständige Kompositionen einzuflechten. Seine Videos auf Youtube erreichen mittlerweile siebenstellige Abrufzahlen, und die Konzerte sind regelmäßig ausverkauft - so wie heute auch. Hans-Hermann hat wohl schon seit Jahren daran gearbeitet, Amadeusz in die Lemgoer Manege zu holen. Das hat Durchhaltevermögen erfordert: Zum einen ist Madis ein Europa-weit stark nachgefragter Act, und zum anderen ist es eine weite Reise von Krakau ins Westfälische. Das gilt umso mehr, wenn dafür deutlich mehr Equipment zu transportieren ist, als in einen Kombi passt.
'Reise' ist ein gutes Stichwort, denn Amadeusz erzählt in seinen einführenden Worten, dass er uns heute auch auf eine solche mitnehmen will. Das wird wohl nur eine in Gedanken sein, aber dafür wird sie uns deutlich weiter tragen - unter anderem einmal bis zum Mond und wieder zurück. Und es wird eine lange Reise werden. Schon im Zeitplan sind zwei Stunden angekündigt. Je nach Stimmung und Länge der Zugaben darf es aber auch deutlich mehr werden.
Ich hatte von Madis bisher nur ein oder zwei Alben gehört, und bin mit seiner Diskographie noch nicht so recht vertraut. Von daher mag der Madis-Fan es mir nachsehen, wenn ich hier nicht jeden gespielten Track einzeln aufzähle, sondern mehr meinen Gesamteindruck wiedergebe. Und der ist schlicht bombastisch. Dass ausladende, Sequenzen-getragene Musik im Stil der Berliner Schule nicht sein Schwerpunkt ist, das wusste ich vorher schon. Live und mit der Bühnenshow dazu sind die Titel noch mitreißender: Druckvolle Rhythmen, orchestrale Einlagen und die Sounds jenes weltbekannten Musikers aus Frankreich, der große Auftritte bis heute auch liebt. Der Unterschied: Sieht man Jean-Michel Jarre auf seinen großen Konzerten doch eher aus der Entfernung, kann man Madis in diesem vergleichsweise kleinen Saal fast hautnah erleben. Nicht nur bei der Musik, wo aus so ziemlich allen bisher veröffentlichten Alben gespielt wird, auch physisch ist bei Amadeusz voller Einsatz angesagt. Von Track zu Track wechselt er zwischen den Keyboards hin und her, und es dauert nicht lange, bis er das erste Mal zum Handtuch greifen muss.
Schnell wird auch der Zweck der beiden Tablets klar: Sie fungieren als frei programmierbare Drumpads. Von Titel zu Titel ändert sich das Layout, und damit die Sounds, die man darauf abrufen kann. Dadurch, dass sie zu den Zuschauern gedreht sind, werden sie mit den auch farblich wechselnden Schaltflächen zu einem Teil der Bühnenshow. Daran, das Jean-Michel Jarre solche frei konfigurierbaren Touchpads mittlerweile auch einsetzt, muss ich denken, als auf der Leinwand die Animation eines Schädels erscheint. Und in der Tat, der dazu gespielte Track ist eine Hommage an 'Oxygene': Kein einfaches Cover, aber die Sounds und Basismelodie sind klar erkennbar. Und im Gegensatz zum Vorbild versucht Amadeusz auch eher nicht, das Original aus den 70ern zu einer Dance- oder Techno-Nummer zu remixen. Diese Mischung aus Respekt und Eigenständigkeit ist es wohl, mit der "Madis" Fans aus mehr als einer Generation anspricht.
Just eines dieser Touchpads wird aber nach einer guten Stunde zum ersten Opfer der Temperaturen im Saal: Es reagiert nicht mehr richtig und muss durch Abschalten und Neustart wieder zur Mitarbeit überredet werden. Amadeusz nimmt es locker und mit Humor: Er vergleicht die aktuelle Hitze mit Ägypten und nutzt die kurze Zwangspause, um selber etwas zu verschnaufen. Alleine für die physische Leistung, die er heute absolviert, gebührt im Respekt. Durch die viele Live-Auftritte der vergangenen Jahre scheint er auch über die Kondition zu verfügen, so ein Marathon-Konzert durchzustehen.
Und das hält auch schon den nächsten markanten Programmpunkt bereit. Amadeusz fragt sicherheitshalber noch einmal nach, ob die Nebelmaschine vielleicht inzwischen wieder funktioniert. Das ist leider nicht der Fall, also muss der Saal ersatzweise ganz dunkel gemacht werden. Ohne Nebel sind die haarfeinen Strahlen der Laserharfe dann gerade so eben erkennbar. Das gilt sowohl für das Publikum als auch für den Musiker, der sie mit seinen weißen Handschuhen ja 'treffen' muss. Immerhin sieht man das grüne Laserlicht in diesen Momenten aufblitzen. Reise-technisch sind wir mittlerweile noch ein Stück weiter von der Erde entfernt. Der Planet auf der Leinwand könnte natürlich das nächst gelegene Gestirn in unserem Sonnensystem sein, aber auch eine ausgedachte und ganz ferne Welt...
Das ist das schöne an solchen gedachten Reisen, dass Zeit und Raum keine Hindernisse darstellen. Gerade noch in den Weiten des Alls, schaukelt zu den Klängen von "Sail" das Segelschiff auf den Wellen, und wird von Vögeln umkreist. Auch dem Beamer wird es langsam zu heiß: Das Bild ist für einen Moment weg, kommt aber glücklicherweise wieder. Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass wir uns der Zwei-Stunden-Marke nähern. Amadeusz reklamiert für sich das, was vielleicht als geflügeltes Wort von der Fußball-WM übrig bleiben wird: Eine 'Hydration Break'. Eigentlich ist das Essen und Trinken im Saal ja nicht gestattet, aber unter diesen Umständen wird ihm sicher niemand dafür einen Vorwurf machen. So erfrischt, geht es zum Finale vom Weltall und den Weltmeeren zurück in die eigene Heimat: "Live in Krakow" ist ein 2023 veröffentlichtes Live-Album, und das Finale des heutigen Sets.
Noch einmal greift Amadeusz zum Mikrofon. Die vergangenen zwei Stunden wären der 'offizielle Teil' gewesen. Damit will er uns wohl sagen, dass es noch einen inoffiziellen Teil gibt? So umschreibt er die Zugabe, und zu unser aller Überraschung hat er dafür noch genug Kraft. Zum Einstieg zaubert er sakrale Töne aus seinen Keyboards, bevor der den Auftritt mit zwei Tributes schließt: Das eine richtet sich - wer hätte das gedacht - nach Frankreich, das zweite nach Griechenland. Hat Madis sich bei vielen seiner Sounds von Jean-Michel Jarre inspirieren lassen, so finden sich Wucht und Pathos bei Vangelis wieder. Eine Madis-Version von 'Conquest of Paradise' setzt den Schlusspunkt unter den heutigen Abend.
Hans-Hermann Hess kommt noch einmal nach vorne, um bei Amadeusz abzuklatschen, und um eine lange Dankesliste zu verlesen. Ton, Licht, Catering, Security, Künstler-Betreuung, Karten-und Münzenverkauf: All das, und noch viel mehr, sind Dinge, ohne die ein solcher Tag auch nicht möglich gewesen wäre. Über die Jahre ist ein Team zusammen geblieben, das all dies leistet, und das auch in schwierigen Zeiten wie während einer Pandemie nicht aufgegeben hat. Nach mehr als einem Dutzend Veranstaltungen setzt dieser voraussichtlich letzte Circus einen angemessenen Schlusspunkt: Headliner, Neulinge, bekannte Namen, Location und Organisation: Alles richtig gemacht!
Natürlich wollen viele es nicht recht glauben, dass dies der letzte Circus gewesen sein soll. Es ist wohl einfach so, dass einige Team-Mitglieder merken, dass die damit verbundene Arbeit ihnen zu viel wird. Wie eingangs erwähnt, wir werden alle nicht jünger. Hans-Hermann scheint aber noch Pläne für die Zukunft zu haben. In seiner Schlussworten lässt er offen, ob es doch noch weiter gehen könnte - vielleicht in anderer, und etwas kleinerer Form. Man kann sich an dieser Stelle nur wünschen, dass das Ende des Weges noch nicht erreicht ist. Das Circus-Team würde eine Lücke in der Szene hinterlassen, mit seinem Gespür für Neulinge und dem Blick über den Tellerrand. Für den Moment sagen wir einfach noch einmal ganz laut "Danke" und hoffen auf ein Wiedersehen!
Alfred Arnold
