Rezensionen

renesplinter singularitiesWer den Niederländer Rene Splinter (noch) nicht kennt und seinen aktuellen Silberling in die Schublade des CD-Players legt, wird sich wundern und nochmal stirnrunzelnd die CD-Hülle nach einer der führenden Berliner EM-Bands absuchen. Aber weit gefehlt, was so traditionell nach TD klingt ist das perfekte Ergebnis einer Stilweiterführung, mit denen die Ursprungs-Altmeister Anfang/ Mitte der 90er aufgehört haben. Wahrscheinlich hätte man damals Rene gleich von der Bühne weg in die ehrfürchtigen Reihen der "Mandarinenträumer" "rein-engagiert", den Splinter klingt so, wie sich viele der damaligen Fans eine musikalische Fortführung gewünscht hätten. Wer ganz genau hinhört findet aber auch eine eigene Handschrift des Holländers, die immer dann am deutlichsten wird, wenn Rene die Sequenzer Autobahn nach Berlin doch mal kurzzeitig verlässt um den Album eine andere Note zu verpassen. Die 7 Stücke verfolgen aber scheinbar das Ziel, den eigenen Fangeschmack von Splinter zu perfektionieren, in dem er die Musik die er gerne hören möchte, einfach selbst komponiert. Gut so für den Moment, aber hoffen wir doch darauf, dass er vielleicht in der nächsten Produktion noch mehr den eigenen Sound suchen will und vielleicht die "A2" Richtung Berlin wieder verlässt. Der Weg muss ja nicht gleich wieder direkt zurück nach Oranje gehen, sondern darf ruhig noch über viele europäischen Grenzen führen. Das Potential der Vielfältigkeit hat Rene allemal, eine stark wachsende Fangemeinde sowieso und wir die Gewissheit, dass noch einiges zu erwarten sein dürfte. 

Stefan Erbe

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