Seit einigen Jahren ist Tangerine Dream gefühlt auf 'Dauer-Tournee': Selten vergehen zwei oder drei Wochen ohne die eine oder andere Konzert-Ankündigung, und man fragt sich, wie Hoshiko, Paul und Thorsten es daneben noch schaffen, im Studio oder an ihren anderen Projekten zu arbeiten. Wie das kommt? Vielleicht ist immer noch ein Backlog an ausgefallenen Konzerten während der Pandemie aufzuholen. Aber wahrscheinlicher ist, dass Tangerine Dream einfach stark nachgefragt wird, und das weltweit. Verfolgt man die Ankündigungen, dann gehen die Spielorte kreuz und quer über unseren Kontinent und auch weltweit. Einige Hardcore-Fans reisen ihren Lieblingen während einer Tour sogar hinterher. Dafür würde bei mir weder Zeit noch Geld reichen.

Aber wenn einmal wieder ein Termin in meiner Nähe ansteht, dann greife ich gerne zu, um Tangerine Dream wieder einmal live zu sehen und zu hören. Ihre Musik hat mich den größten Teil meines Lebens begleitet. Da möchte man schon gelegentlich sehen, wohin sich die Dinge entwickeln. Und Tangerine Dream hat sich über die Jahre immer wieder neu erfunden und verändert, so wie man das im eigenen Leben auch tun muss.
Die erste Gelegenheit in diesem Jahr ergab sich mit der Ankündigung, dass TD in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen spielen würden. Das Konzert sollte im Rahmen des "Klavier-Festivals" stattfinden. Die Verbindung scheint vielleicht etwas weit her geholt: das letzte Mal, dass ich Thorsten an einem akustischen Piano gesehen hatte, war bei "Hello 2019" im Planetarium Bochum, und auch da nur spontan nach dem eigentlichen Auftritt. Aber wie gesagt, bei Tangerine Dream darf man immer mit Überraschungen rechnen, also wurde das Ticket gebucht.
Womit ich zu dem Zeitpunkt nicht gerechnet hatte, war das Wetter an diesem Freitag im Juni 2026: Weite Teile Europas, Deutschland eingeschlossen, liegen seit Tagen unter einem Hitze-Dom. Die Warnungen, dass die Temperaturen dabei neue Rekorde erreichen könnten, sollten sich bewahrheiten. Den eigentlich gefassten Plan, mit dem Zug aus Aachen anzureisen, lasse ich fallen, zumal die Bahn selber vor Hitze-bedingten Ausfällen gewarnt hatte. Des weiteren lockt das eigene Auto mit funktionierender Klimaanlage. So fährt auf dem Weg nach Gelsenkirchen nicht nur die Vorfreude mit, sondern auch das schlechte Gewissen, zum Klimawandel gerade wieder selber ein klein wenig beizutragen...
Das Außenthermometer hatte auf der Fahrt bereits Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke gemeldet, und die schlagen mit voller Wucht zu, sobald man auf dem Parkplatz aussteigt. Die zwei Straßen bis zur Kirche muss der Handfächer zur Kühlung genügen. Die Heilig-Kreuz-Kirche liegt in einem kleinen Innenhof und erinnert mit ihrer bogenförmigen Gebäude-Konstruktion an das Klärwerk in Krefeld, wo ich im letzten Jahr war. Ebenso wie dieses hat sie ihrem ursprünglichem Zweck schon seit einer Weile verloren, und wurde zu einer Event- und Konzert-Location umgewandelt.
Es ist noch eine knappe halbe Stunde bis zum Einlass. Wer jetzt schon hinein darf, gehört zum Personal. Für die vor der Tür wartenden Besucher läuft etwas 'TD aus der Dose': "Yellowstone Park" assoziiere ich eigentlich eher mit dem Ende als dem Anfang eines Konzerts, ist dieser Titel doch der letzte auf dem Album, das mich Mitte der 80er das erste Mal mit Tangerine Dream in Kontakt gebracht hat. Es schließt sich der oder andere weitere TD-Klassiker an, während der Innenhof sich mit wartenden Fans füllt. Nicht alle davon haben bereits ein Ticket. Wer darauf spekuliert, noch eines auf dem 'Privatmarkt' ergattern zu können, hat aber eher schlechte Chancen. Das Konzert ist praktisch ausverkauft, die wenigen nicht übers Internet verkauften Tickets haben bereits am Morgen Abnehmer gefunden.
Egal ob Vorverkauf oder Abendkasse, für alle geht es 30 Minuten vor Konzertbeginn hinein. Eine kurze Kontrolle des QR-Codes auf Papier oder Smartphone-Display, darauf ein "Viel Spaß" vom Personal und wir gehen weiter zu den Türen links und rechts des eigentlichen Saals. Die sind noch geschlossen, aber immerhin ist man nicht mehr der sengenden Hitze draußen ausgesetzt. Ich stelle fest, welche Bekannten ich gerade erst letzte Woche in Hagen bei Baltes & Erbe getroffen habe. Ansonsten nutze ich meinen Fächer, um auch den anderen Wartenden mit einem leichten Luftzug Erleichterung zu verschaffen.
In diese Szenerie hinein dann eine wichtige Information vom Personal: Dort drüben ist Mineralwasser in Flaschen bereit gestellt; man nehme sich davon soviel man mag, auch später während des Konzerts. Es ist kostenlos! Das ist doch wirklich einmal eine feine Geste der Veranstalter, und auch unter solchen Umständen nicht selbstverständlich. Deshalb sei sie hier einmal ausdrücklich und mit Dank erwähnt!
Dermaßen erfrischt, können wir den Saal nach Öffnung der Türen betreten. Die erste positive Überraschung: Anders als auf den Tickets angekündigt, gibt es keine Stehplätze, der Saal ist komplett bestuhlt. Die ersten drei Reihen sind für VIP-Gäste reserviert, zum Beispiel von den Sponsoren, die das heutige Konzert und das ganze Festival erst möglich gemacht haben. Zu denen gehört zum Beispiel die örtliche Sparkasse.
Eine weitere angenehme Überraschung: Die Temperaturen hier sind erträglich. Zum einen wird die Lüftung auf Hochtouren laufen, zum anderen hat die hohe Decke eines Kirchenraum in diesem Fall wohl auch ihre Vorteile. Auf der Bühne stehen - wie zu erwarten - drei Setups, und es fällt leicht, sie den drei Band-Mitgliedern zuzuordnen. In der Mitte sind Keyboards und Ständer, wie bei Thorsten üblich, ganz mit weißer Folie verkleidet, und auf dem linken Tisch liegt Hoshikos elektrische Violine bereit. Dann muss auf der rechten Seite Paul Fricks Platz sein.
Von den Dreien ist aber noch nichts zu sehen, nur ab und zu huscht ein Roadie über die Bühne und erledigt ein paar letzte Handgriffe. Auf der Leinwand dahinter sehen wir Bilder eines fiktiven Hafenstädtchens mit Fischerbooten, über dem Dauerregen nieder geht. Auch von dieser Seite bemüht man sich, Abkühlung zu verschaffen...heiß genug wird es gleich noch werden.
Bevor es aber los geht, greift Thorsten kurz zum Mikrofon. Guten Abend, Gelsenkirchen! Die Aussage, TD würde heute zum ersten Mal in in dieser Stadt spielen, wird aus dem Publikum mit dem Hinweis auf das Jahr 1981 beantwortet. Diese kleine Bildungslücke sei Thorsten vergeben, da war er ja gerade einmal vier Jahre alt...aber dass viele TD-Fans schon so lange 'dabei sind' ist ein schöner Beleg für deren Treue. Thorsten fragt zurück, wie lang das Konzert damals gewesen sei? Die Antwort aus der anderen Saal-Ecke kann ich leider nicht verstehen. Für heute sind gerade einmal 75 Minuten angekündigt. Aber dass man sich für den späteren Abend eher nichts mehr vornehmen sollte, wird bei dem nun dargelegten 'Fahrplan' klar: Zuerst wird es eine Weile quer durch die Jahrzehnte gehen. Daran wird sich eine der freien Improvisationen anschließen, die unter dem Titel 'Sessions' regelmäßig veröffentlicht werden. Was bei der genau passiert, und wie lang sie sein wird, steht nicht fest. Einzig auf die Tonart hat man sich geeinigt. E-Moll soll es heute sein, weil dies zu den Eigenfrequenzen des Raums, und besonders der Scheinwerfer-Traverse über der Bühne passt. Thorsten führt kurz eine andere Tonart vor, und über ihm scheppert es gar unerfreulich.
Ach ja, wenn im Anschluss daran noch mindestens eine Person applaudieren würde, dann wird eine Zugabe folgen. Davon darf man getrost ausgehen, und dass dieses Programm in der Summe problemlos die Zwei-Stunden-Marke erreichen wird. Aber jetzt sind der Worte genug gemacht! Tangerine Dream ist ja eine Instrumental-Band, und Worte stören die Immersion, die Reise durch die Jahrzehnte...
...die in der Gegenwart ihren Ausgangspunkt nimmt, nämlich bei Tangerine Dreams immer noch aktuellem Studio-Release "Raum". Rhythmen, Sequenzen, und ein Spannungsbogen über eine knappe Viertelstunde - viele TD-Tugenden fließen hier zusammen, und das hat vielleicht auch einige der 'alten Fans' wieder abgeholt. Der Name des Albums ist Programm: Gegen Ende des Tracks bekommt Hoshiko auch ihren 'Platz' für ein Solo. Es ist einer der Momente, wo ich mir wünschen würde, sie würde mit ihrer Violine vor den Tisch treten. Das würde ihr mehr Präsenz auf der Bühne geben, so wie vor einigen Jahren in Oirschot, als sie in der Mitte der Bühne auf einem Podest stand. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau...
Was mir auch schon bei früheren TD-Konzerten aufgefallen ist: Die Periode der 90er-Jahre wird bei dieser Zeitreise eher ausgespart. So geht es von "Raum" direkt in die 80er zurück, und mit "Tangram" zu einem echten TD-Klassiker. Einen knappen Monat zuvor hatte ich ihn in der Version von Johannes Schmoelling und Tim Sund gehört. Deren Version hielt sich so nah wie möglich ans Original und kam eher sparsam instrumentiert daher. Paul, Hoshiko und Thorsten interpretieren "Tangram" dagegen im aktuellen TD-Stil: Deutlich dichter und mit vielen übereinander gelegten Spuren, so wie man es von Thorstens Solo-Projekten kennt.
Von den 80ern geht es noch ein paar Jahre zurück: "Sorcerer" war TDs erster Soundtrack, und ist ein Evergreen auf ihren Konzerten. Hoshiko zeigt hier, dass ihr Beitrag in der Gruppe mehr als nur die Geige ist, eine der Sequenzlinien ordne ich ihr zu. Auch hier ist die '2026er-Version' natürlich eine, die die Handschrift der aktuellen Besetzung trägt. Stillstand und möglichst genaues Reproduzieren des in früheren Zeiten Geschaffenen waren noch nie Tangerine Dreams Sache, aber andererseits sind sie vielleicht auch der Garant, auch jüngere Fans zu erreichen, und immer noch einen solchen Saal auszuverkaufen? Darüber kann man sinnieren, während der Zeitsprung wieder in die Jetzt-Zeit und zu "Raum" zurück geht - zu Rhythmus und Bewegung, und "You're Always On Time": Einer der kürzeren und beinahe poppigen Titel dieses Albums. Würde man bei diesen Temperaturen nicht jede unnötige Bewegung vermeiden, man könnte dazu tanzen. Heute aber wollen diejenigen, die während des Konzerts aufstehen, nur kurz raus, um Nachschub an Mineralwasser zu holen. Die Veranstalter haben genug bereit gestellt, dass es nicht knapp wird.
Die Zeitreise geht weiter, und die nächste Station ist mit "Love on a Real Train" ein Live-Dauerbrenner. Paul und Hoshiko bekommen Raum für ihre Soli, bis Thorsten mit seinen Parts einsteigt und dem Track mächtig Volumen gibt. Warum gerade dieser Track immer dabei ist? Vielleicht weil seine Struktur so gut dafür geeignet ist, immer wieder neu 'eingekleidet' zu werden. Die Basissequenz mit dem fahrenden Zug ist die perfekte Basis, um darauf immer wieder neue und andere Soli und Improvisationen zu spielen, gleich mit welchem Instrument und in welcher Länge. Man könnte sagen, "Love on a Real Train" ist eine eigene Mini-Session in jedem TD-Konzert...
...womit der Autor dieser Zeilen den Übergang zum zweiten Teil des Konzerts gefunden hat. Die Beleuchtung wechselt von 'Disco' auf ein einheitliches Weiß, und vom Tempo her legt der 'Tangerine Dream Zug' eine Bremsung ein. Wir sind bei der Session angekommen, und die leitet Paul - passend zum Klavier-Festival - mit einer schönen Piano-Solo ein. Hoshiko und Thorsten lassen ihm dafür so viel Zeit und Raum, bis es zu einem stimmigen Abschluss gekommen ist. Erst dann steigt Thorsten aktiv ein und macht die Sounds Lage um Lage immer dichter, und passend zum Volumen wechselt das Licht von Weiß auf Rot. Paul zeigt währenddessen am Piano, dass sein musikalischer Horizont weit bis in den Bereich Jazz hinein reicht. Natürlich ist das hier nicht der experimentelle, minimalistische Jazz, sondern die druckvolle und rhythmische Form. TDs Sessions haben sich in den letzten Jahren generell in diese Richtung weiter entwickelt.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte klar sein, dass TDs Auftritt weit über die angekündigten 75 Minuten hinaus reichen wird. Es sind immer genug Ideen da, um eine Session auf eine Dreiviertel Stunde anwachsen zu lassen, und die kommen gleich verteilt von allen drei Plätzen auf der Bühne. Eher leise und atmosphärische Brücken verbinden die dichteren und druckvolleren Parts. Wie die Entscheidung fällt, wann die letzte Runde in diesem Wechsel gedreht ist - das ist schwer zu sagen. Vielleicht hat doch ein Blick auf die Uhr eine Rolle gespielt? Oder Paul, Hoshiko und Thorsten haben eine Art 'innerer Uhr', die ganz von selber dafür sorgt, dass die Session ihr Finale erreicht. Ob die heutige irgendwann veröffentlicht wird? Man wird sehen, die Auswahl ist natürlich sehr groß und die Entscheidung wird im Vergleich fallen. Zufriedenheit mit der heutigen Session ist jedenfalls auf beiden Seiten gegeben - Verbeugung, und da mindestens eine Person im Raum applaudiert hat, wird es auch den versprochenen 'Nachschlag' geben.
Vor der Zugabe brauche die Musiker aber eine kleine Verschnaufpause. Und Thorsten weist bei der Gelegenheit noch einmal auf die kostenlosen Getränke hin - nutzt die Pause und macht eine 'Hydration Break'! Die Anspielung auf die laufende Fußball-WM in den USA wird verstanden. Hier aber ist nicht die Werbe-Unterbrechung der eigentliche Anlass. Für die Musiker steht nicht nur Wasser bereit: Hoshiko und Thorsten kommen mit einem Glas edlen Rebensafts wieder auf die Bühne - nach der 'Pflicht' kommt mit der Zugabe und Kür auch hier die Genussphase.
Aber jetzt noch einmal etwas Konzentration für die Zugabe. Ein lautes Geräusch schreckt uns alle auf. Was war das? Thorsten bittet um Verzeihung, er hatte vorhin nach der Session vergessen, den rechten Kanal herunter zu drehen. Gleich darauf hat er aber die Lautstärke wieder im Griff. Verzerrte Sounds würden auch nicht zu dem passen, was die die Zugabe eröffnet. "Phaedra" ist unbestritten einer der Meilensteine auf Tangerine Dreams Weg durch die Jahrzehnte. Wie bereits "Stratosfear" wird auch dieser mit moderneren Sounds versehen, ohne das Original darunter zu begraben. Eine puristische Version im Stile der frühen 70er wäre zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht mehr angemessen - Tangerine Dream hat den Saal in Stimmung gespielt, und es will schon etwas heißen, wenn die sonst so konzentriert und beherrscht wirkende Hoshiko mit breitem Lächeln bei den beiden ultimativ letzten Tracks des Abends mit geht.
Es ist kurz vor 22 Uhr, als Thorsten, Hoshiko und Paul für das letzte Ritual des Abends an den Rand der Bühne treten: Eine nochmalige Verbeugung, die gegenseitige Vorstellung, und das Selfie mit dem Publikum im Rücken. Der Techniker am Licht-Mischpult dreht dafür die Scheinwerfer noch einmal auf, was meine Aufnahmen von diesem Moment etwas blass erscheinen lässt. Aber das wichtigste ist, dass Thorsten den Moment aus seiner Perspektive optimal einfängt - er wird ihn in den sozialen Medien mit der Welt teilen.
War dieses 'Selfie mit Publikum' geplant, so haben die Veranstalter für Hoshiko, Paul und ihn noch eine Überraschung: Eine mit dem Logo des Klavier-Festivals versehene Präsent-Tüte. Was die so an Gaben enthalten, kann man von hier unten nur raten. Ich meine, einen Beutel aromatischen Tees zu erkennen, aber ich kann mich auch irren. Die Überraschung und Freude bei den Dreien ist auf jeden Fall ehrlich.
Nach dem Konzert ist natürlich noch einmal Betrieb am Merchandise-Stand. Ich leiste mir dieses Mal den T-Shirt-Klassiker mit dem modularen Synthesizer als Motiv. Das eine Exemplar, das ich vor Jahren gekauft habe, ist vom vielen Tragen mittlerweile recht abgenutzt. Und "Mala Kunia" gibt es mittlerweile auf Vinyl. Alle drei Musiker haben sich mittlerweile etwas erfrischt und stehen zum Signieren bereit. uch wenn Paul an "Mala Kunia" noch gar nicht beteiligt war: Er hat zum Gelingen des Konzerts, an das mich diese LP erinnern wird, seinen Teil bei getragen. Und ich werde beim nächsten Mal hoffentlich auch nicht den Zusatz 'gozaimasu' beim 'Domo arigato' an Hoshiko vergessen...
Habe ich heute etwas bahnbrechend Neues von Tangerine Dream gesehen oder gehört? Vielleicht eher nicht. Aber wie schon eingangs gesagt, für jeden Musik-Fan gibt es Bands, die einen schon so lange durch das Leben begleiten, dass sie ein Teil davon geworden sind, und wo es immer wieder Freude und Befriedigung bereitet, bei live gespielten Klassikern in Erinnerungen zu schwelgen. Von den Personen, die sie damals komponiert und erstmals eingespielt haben, mag heute niemand mehr dabei sein, und das hat der aktuellen Besetzung schon einmal die Bezeichnung 'Cover-Band' eingetragen. Doch es war immer der Wunsch von Edgar, dass sein Projekt ihn überleben sollte. Ich bin der Meinung, dass Thorsten, Hoshiko und Paul die Fackel in seinem Sinne weiter tragen. Wann ich das nächste Mal zu einem TD-Konzert gehen werde? Lange kann es eigentlich nicht dauern, so häufig wie Tangerine Dream live auftritt. Da wird auch einmal wieder ein Termin in näherer Umgebung dabei sein. Und siehe da: Nur wenige Tage nach diesem Konzert kam eine Ankündigung für Dortmund...
Alfred Arnold
