Ziemlich bald nach der letzten Level-Pi-CD erschien ein neues Album von Uwe Cremer. Diesmal jedoch kein Soloalbum, und auch der Künstlername Level Pi taucht nicht auf. Es ist die erste Zusammenarbeit von Uwe Cremer mit dem schwedischen Musiker Thomas Rydell. Herausgekommen ist dabei zunächst einmal, dass ich ganz große Augen gemacht habe...
Trotzdem als erstes ein paar Worte zu den beteiligten Musikern. Über Uwe Cremer brauche ich mich nicht ausufernd zu äußern, denn ich habe bereits zwei seiner Veröffentlichungen („Electronic Sheep“ und „Dunkelstunde“) rezensiert. Wichtig ist hier vor allem, dass Uwe ein großer Verehrer des sogenannten Krautrock ist und dessen Fahne hochhält.
Auch Andreas und Det vom Duo Wellenfeld scheinen einen gelungenen Soundtrack am Pool, an der abendlichen Hotelbar oder im flauschigen Wind des Abendrots zu mögen. Woher sollte auch sonst die Ambition herrühren, ihren Fans solch ein audiophile Beiwerk zu designen. Wer aber meint er müsse nun auf den typischen Wellenfeld-Sound verzichten sei beruhigt, die beiden Musiker haben sich dazu entschieden, nicht alle bisherigen Stilmittel über Board zu werfen und lassen ihre Herkunft auch in ihrem neuesten Werk nicht verleugnen. Gut so, denn die Symbiose werden sicher alle mögen, die die Musik von Wellenfeld auch vorher schon konsumiert haben, aber auch für Neuentdecker aus dem Beuteschema-Genre des Chill-Outs, lohnt der Blick in den endlosen Sommer.
Diese CD ist zwar auch schon älteren Datums (1997), ist es aber trotzdem Wert, vorgestellt zu werden. Ashok Prema ist wohl mehr in der britischen Szene bekannt als bei uns .... schade eigentlich!
Und schon wieder droht das Paypal-Konto oder das Itunes-Guthaben zu schrumpfen, denn je nachdem womit Sie ihre Downloads bezahlen sollte schnell mal sichergestellt werden, dass noch genügend Euros für o.g. Sampler aus dem Hause Sine-Music zur Verfügung stehen. Auch wenn der Eindruck entstehen könnte, dass der Rezi-Autor an den wohl reichlich fließenden Tantiemen durch seine ewig positiven CD-Kritiken des schwäbischen Labels beteiligt sein könnte, so liegt es leider doch daran, dass "nur gute Musik" für uns ausreichend ist, auch darüber zu berichten. Natürlich würden auch wir lieber mit zu den paradisischen Orten fliegen an denen wohl die berauschenden Partys stattfinden, aber zur Not tun es die 25 Tracks, des seit kurzem erhältlichen Samplers auch für sich, das eigene abendliche Grillevent zum Ereignis werden zu lassen. Die überdurchschnittlich große Menge an eleganten Songs bedient auch mit diesem Longplayer wieder erstklassig die gewünschte laue Soundatmosphäre, egal ob mit Hefeweizen oder Cocktail.
Nach über 10 Jahren haben Steve Roach und Dirk Serries (alias vidnaObmana) wieder zusammengefunden, um ein gemeinsames Album zu produzieren. Mit Low Volume Music haben die beiden Weltmusiker ein sehr minimalistisches und ambientes Werk vorgelegt. Es wird beherrscht von ruhigen, unaufgeregten Flächen, gespickt mit kleineren und leise hinzugefügten Effekten. In den ersten Tracks herrschen kühlere Kllangteppiche vor, im Verlauf der CD werden die Stücke jedoch leicht wärmer. Nahezu durchweg ruhig und klar wie ein See fließt die Musik dahin, die aufregendsten Stellen sind sehr fein wellenartig wogend, durch Klangeffekte mit kleinen Schaumkrönchen versehen.