Martin Stürtzer, frisch gebackener Schallwelle-Preisträger, erzählt in Interviews gerne, dass die Corona-Krise und seine Home-Konzerte seiner Karriere einen besonderen Impuls gegeben haben. Erfreulich ist, das er für die Fans, die ihn gerne auch einmal auf einer realen Bühne sehen wollen, fast genauso aktiv ist. Gerade letzte Woche hat er in Berlin gespielt, und heute veranstaltet er in seiner Heimatstadt Wuppertal ein weiteres Konzert. Der Ort ist ein besonderer, nämlich das Zentrum Emmaus im Stadtteil Cronenberg. Dort ist Martin als Chorleiter und Kantor tätig. Nur zur Erinnerung: Martin macht nicht nur elektronische Musik, sondern ist auf einer Kirchenorgel genauso virtuos.

Es ist ein Freitag, und Freitagskonzerte sind immer etwas besonderes: Am Freitag-Abend hat man das ganze Wochenende vor sich, man fährt mit doppelter Vorfreude zum Event. Daran ändert auch das Wetter nichts: War es über die Woche frühlingshaft schön, hat der Wettergott sich heute entschieden, das in denn letzten Jahren aufgelaufene Minus an Niederschlägen ein wenig aufzuarbeiten. So bleibt es bei ein paar schnellen Totalen des Emmaus-Zentrums, bevor ich mir einen trockenen Unterstand suche. Der Einlass ist erst für 18 Uhr angekündigt.



