Da gibt es doch so viele Musiker aus Frankreich, die schon seit ewigen Zeiten gute Musik machen und der Bekanntheitsgrad ist hier in Deutschland weniger hoch. Ich denke aber mal, dass es sich bei Bertrand Loreau nun ändern wird. Besonders aufmerksam werde ich, wenn CDs im Vorfeld (oft vom Spheric-Musik-Inhaber Lambert Ringlage) mit so großer Freude erwartet werden, wie die Journey Through The Past. Die 9 Stücke auf dieser CD sind bereits zwischen 1982 und 1989 entstanden und im Stil der Berliner Schule einzuordnen. Das ist auch nach kurzer Zeit richtig zu hören, denn die EM der 80er Jahre hatte irgendwie ihren eigenen Charme.
Wenn ich es richtig gelesen habe, sind diese Stücke bisher nicht veröffentlicht worden, von daher bin ich mal gespannt, was da noch so alles auf den Cassetten und Bändern an Schätzen den Hörern vorenthalten bleibt. Es ist es wirklich schade, dass die Musik von Bertrand Loreau jetzt erst bekannt zu werden scheint, oder habe ich mal wieder was verpasst? Sollte ja nicht das erste Mal gewesen sein. Auf jeden Fall ist diese CD sehr empfehlenswert und ich bin gespannt, was wir von Bertrand Loreau noch hören werden.
Bezugsquelle: Spheric Music
Uwe Saße
After the stillness ... comes the afterlight.
Zur Zeit gehört Stefan Erbe zu den wohl produktivsten Musikern in der Elektronikszene. Bekannt ist ja schon seine monatliche Reihe „Sound of Sky“. U. a. daraus entstand sein neues Album The Sounds Of My Comfort´sone, welches Anfang Februar erschien. Auf
Der Sommer ist kaum vorüber, da lässt Schiller die Sonne noch einmal in herrlichem Gewand aufblühen. Am 5. Oktober erscheint das Doppelalbum, das, wie von Schiller gewohnt, aus einer Mischung gesungener und instrumentaler Tracks besteht. Das Titelstück "Sonne" mit dem Sänger von Unheilig ist ja bereits als Single-Auskopplung erschienen. Die Ursprünge von Schiller liegen bekanntermaßen in der traditionellen elektronischen Musik gepaart mit modernem Pop-Rock, und auch dieses Album macht keine Ausnahme, bietet gleichermaßen sehr poppige Musik mit Chart-Charakter und einer populären, gefälligen Art von EM. Der mir bereitgestellte Promo-Stream umfasst 16 Titel, die einen Vorgeschmack auf das über 30 neue Stücke umfassende Doppelalbum geben.
Auf dem Electronic Circus 2011 begeisterte mich eine Gruppe besonders, und zwar das Quartett bestehend aus Josef Skrzek, Steve Schroyder und Kolja Simon und Felix Mönnich alias Alien Voices. Umso gespannter war ich auf diese CD, die allerdigns ohne Josef auskommen muss. Nichtsdestotrotz wurden meine Erwartungen erfüllt. Die Mischung aus (oftmals Beat-getriebener bis Dancefloor-artiger) Synthesizermusik und Obertongesang übt auch auf diesem Album seine starke Faszination auf mich aus. Während das Thema der CD auf einen asiatischen Hintergrund verweist, gehen die Klänge und Gesänge eher in Richtung arabischer, nativ-amerikanischer oder australischer Anmutung. Neben den überwiegend tanzbaren Tracks gibt es auch sehr ansprechende, fast ambiente Tracks, die einem wichtige Ruhepausen geben. Qigong Dancing ist eine sehr professionell produzierte CD mit einem gewissen "außerirdischen" Touch. Und wer sich an dem recht kommerziellen Stil nicht stört, findet hier ein sehr spannendes Album.