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In diesem Jahr fiel der E-Day in Oirschot auf ein besonderes Datum: den 31. März, einen Tag vor Ostersonntag. Wie viele Gäste würden an diesem Tag kommen? Ohne Frage würde der eine oder andere schon (familiäre) Pläne für das Osterwochenende haben, andererseits konnte Ron Boots mit Ulrich Schnauss einen respektablen Haupt-Act verpflichten. Ausverkauft war "De Enck" im Vorfeld nicht, und Ron hatte in seinen Newsletter geschrieben, es dürften gerne noch ein paar Vorbestellungen mehr werden. Zumindest der Zeitplan für den Samstag war auch durchaus "Feiertags-freundlich": das letzte Konzert sollte bereits um halb Elf enden, merklich früher als sonst und somit mehr Zeit, vor dem Ostersonntag-Besuch bei Verwandten noch etwas auszuschlafen. Doch es sollte an diesem Tag alles anders kommen. Fangen wir am Anfang an, am Mittag des 31. März 2018.

Die Schallwelle-Preisverleihung ist gerade ein paar Wochen her, da ist es schon Zeit für einen weiteren Höhepunkt des Jahres: das Doppelkonzert in der Repelener Dorfkirche, organisiert und zu einem Großteil auch gespielt von Bas Broekhuis, Detlef Keller und Mario Schönwälder.  Bereits zum vierzehnten Mal tun sie das in diesem Jahr, und auch schon seit einigen Jahren ist es ein über zwei Abende verteiltes Event.  Freunde der "reinen elektronischen Musik" kommen am ersten Abend auf ihre Kosten, denn hier heißt das Motto "Elektronik Pur", während am zweiten Abend mit Thomas Kagermanns Geige und Raughi Eberts Gitarre sich akustische Elemente dazugesellen, sowie Eva Kagermanns Tanz.Die Schallwelle-Preisverleihung ist gerade ein paar Wochen her, da ist es schon Zeit für einen weiteren Höhepunkt des Jahres: das Doppelkonzert in der Repelener Dorfkirche, organisiert und zu einem Großteil auch gespielt von Bas Broekhuis, Detlef Keller und Mario Schönwälder.  Bereits zum vierzehnten Mal tun sie das in diesem Jahr, und auch schon seit einigen Jahren ist es ein über zwei Abende verteiltes Event.  Freunde der "reinen elektronischen Musik" kommen am ersten Abend auf ihre Kosten, denn hier heißt das Motto "Elektronik Pur", während am zweiten Abend mit Thomas Kagermanns Geige und Raughi Eberts Gitarre sich akustische Elemente dazugesellen, sowie Eva Kagermanns Tanz.

Nach dem Tod von Tangerine Dream-Gründer Edgar Froese wurde viel gemutmaßt, wie lange es diese Gruppe noch geben würde - wären Thorsten Quaeschning, Hoshiko Yamane und Ulrich Schnauss in der Lage, sein Vermächtnis wirklich weiterzuführen, ohne sich zu einer "Cover-Band" zu entwickeln, die einfach nur das Vergangene wiederholt? Mit einem seit Anfang letzten Jahres verfolgten Konzert-Konzept, das Titel aus der TD-Vergangenheit und -Gegenwart mit einem langen, improvisierten Teil am Ende kombiniert, hat das Trio auf seine Weise eine Antwort darauf gegeben. Als dann auch noch Mitte letzten Jahres die Meldung herumging, Tangerine Dream würde Anfang 2018 auch ein solches Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie geben, war das nicht nur aufgrund der besonderen Location bemerkenswert, sondern auch eine Bestätigung für das Konzept: Ohne sich sicher zu sein, einen so exklusiven (und teuren) Spielort angemessen füllen zu können, wäre man das Risiko sicher nicht eingegangen.

Die Sequenz ist bekanntermaßen einer der Grund-Bausteine elektronischer Musik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Künstlerpack irgendwann diesen Begriff als Motto für sein jährliches Konzert- und Kunst-Event in den Solinger Güterhallen wählen würde. "Sequenz" st aber auch ein Begriff, der sich in anderen Kunstformen interpretieren lässt, und die Künstlerateliers und Galerien in den Güterhallen bieten dafür einen idealen Ort.

Das Jahr 2018 ist gerade einmal sechs Tage alt, das letzte EM-Event des alten Jahres liegt gerade einmal eine Woche zurück, und schon ist es wieder Zeit, sich auf den Weg zu machen. Nicht jedes Jahr, aber öfters, lädt Ron Boots, der ansonsten den E-Day und E-Live in Oirschot organisiert, auch zu einem Konzert ganz zu Anfang des Jahres ein. Letztes Jahr hatte er zum Beispiel Picture Palace music in "De Enck" zu Gast. Für das diesjährige Neujahrs-Konzert hat er das "'t Tejaterke" in Best gebucht, ein Kulturzentrum quasi direkt bei ihm zu Hause um die Ecke. Der Saal bietet zwar nur etwa halb so vielen Zuschauern Platz wie in Oirschot, dafür ist diese Location auch wesentlich günstiger zu haben. So kann man auch einmal Musikern eine Bühne bieten, die (bisher) nicht für eine dreistellige Zahl von Zuschauern garantieren können.

Es ist der 30. Dezember dieses Jahres, und wie alle Jahre mache ich mich auf den Weg nach Bochum zum Planetarium. Wann bin ich eigentlich das letzte Mal dort gewesen? Es ist schon einige Monate her. Stefan Erbe hat dieses Jahr eine kleine Kreativpause mit Sound of Sky eingelegt, und auch die Konzerte, die der Schallwende-Verein regelmäßig organisiert, sind etwas seltener gewesen. "Hello" bleibt aber ein Eckstein im PlaBo-Terminkalender, nicht nur für den Verein, auch für die Szene - das Planetarium ist ausverkauft. Angesagt sind für heute Ron Boots und Freunde. Ron Boots Freunde, das sind heute Frank Dorittke, Harold van der Heijden und Stephen Whitlan. Vier Musiker aus drei Ländern, das ist ein schönes Beispiel dafür, dass Musik über alle Grenzen hinweg verbindet, Brexit hin oder her.

Heute ist in zweifacher Hinsicht ein besonderer Tag. Zum Einen geht es nicht zu einem Konzert, sondern zu einer Lesung. Karl Bartos, von 1975 bis 1991 bei Kraftwerk, hat vor einigen Wochen seine Memoiren veröffentlicht und geht mit ihnen auf "Tournee". Ich habe sein Buch "Der Klang der Maschine" auch auf dem Nachttisch liegen, bin bisher aber noch nicht zu den Kapiteln mit seiner Kraftwerk-Zeit vorgedrungen - ich werde also heute den einen oder anderen Ausschnitt hören, den ich noch nicht kenne.

Als vor einem Jahr Loom für E-Live angekündigt war und die Karten lange im Voraus ausverkauft waren, hätte man meinen können, so ein Erfolg wäre nicht mehr zu toppen. Groove-Chef und E-Live-Organisator Ron Boots ist dieses Kunststück aber gelungen: Dieses Jahr konnte er Tangerine Dream als Haupt-Act gewinnen, und die Karten für den Samstag waren derartig schnell ausverkauft, dass Ron den Sonntag hinzugenommen hat. Alle, die für den Samstag keine Karte ergattern konnten, haben auf diese Weise eine Chance, Tangerine Dream (und David Wright) doch noch live in 'De Enck' zu sehen. Da Tangerine Dream für den Sonntag ein anderes Set versprochen hatte, haben natürlich viele dieses Angebot auch für ein komplettes Wochenende in Oirschot genutzt - je nachdem von wo man kommt, ist die Übernachtung ohnehin gebucht. Wir haben es von Aachen aus nicht ganz so weit und sparen uns das Hotelzimmer, das Geld kann man auch in CDs investieren.

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