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L`ímperatrice - Matahari

Details
Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 11. April 2019

L IMPÉRATRICE MATAHARI WORLDWIDE COVER 150Französische Synth-Vokalalben verirren sich gewöhnlich selten in die Review-Ecke von empulsiv, aber beim folgenden Longplayer machen wir nicht nur eine Ausnahme, sondern freuen uns über die Existenz, der ganz international auch den englischsprachig-Affinen Synth-Pop-Enthusiasten erfreuen wird. Die Tracks der 6-köpfigen Band aus Paris klingen mal nach Daft-Punkt, Royksopp oder nach Rah Band, oder eben auch mal ganz simple, einfach nur elektroid. Space Disko meets Elektronica erscheint als übergreifendes Logo vor dem bewegenden Auge des Hörers. Ein lässiger Soundtrack für die kommenden Wein-, Cocktail-, Frühlings- und Sommerwochen, während man leicht schlendernd schlürfend, die ersten Sonnenstrahlen für sich einfängt. 

https://nbnberlin.de/limperatrice/

Stefan Erbe

Schiller - Morgenstund

Details
Geschrieben von: Stefan Schulz
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 16. März 2019

schiller morgenstundChristopher von Deylens Musikprojekt Schiller ist ein Phänomen im Bereich elektronischer Musik. Mit seinem ihm eigenen Stil hat er eine musikalische Welt erschaffen, die sich abseits aktueller, populärer Trends weiterhin einer großen Beliebtheit zumindest beim deutschen Publikum erfreut. Sein neues Studioalbum Morgenstund erscheint nun, lange erwartet, am 22. März.

Für diese Rezension liegt mir die Deluxe-Edition des Albums bestehend aus einer CD und einer Blu-Ray Disc vor. Erwartbar findet sich auf der CD das eigentliche Album mit 16 Stücken. Die Blu-Ray beinhaltet diverse Videos zu einzelnen Stücken, sowie "Hinter den Kulissen"-Videos, die ein wenig Einblick in die Arbeit zum Album zeigen. Kernstück ist hier jedoch das komplette Morgenstund-Album in einer Surround-Fassung.

Das Album startet mit dem leicht verträumten, aber dennoch treibenden, Harmonia in gewohntem Schiller-Stil. Und auch in der weiteren musikalischen Ausgestaltung hört man von Deylens Signaturklang und Song-Gestaltung deutlich. In seiner bekannten Art und Weise produziert er auch auf Morgenstund seine spezielle populär-elektronische Musik. Daneben finden sich diesmal auch Reminiszenzen an musikalische Ären, wie ein an Synth-Pop erinnerndes Stück In-Between und an reine elektronische Musik mit Morgenstern, das in Zusammenarbeit mit Thorsten Quaeschning (Tangerine Dream) produziert wurde.

Das Titelstück Morgenstund, gesungen von Nena, entpuppt sich dabei als schlichter Deutsch-Pop-Track mit recht einfachen Lyrics. Allerdings im Gegensatz zu aktuellem Radiogeschehen mit positiver Ausrichtung, was auch mich, nicht unbedingt ein Fan Nenas, positiv überrascht.

Am Besten gefallen mir (weniger überraschend) die instrumentalen Tracks auf dem Album, wie Baum des Lebens, Shangri La und natürlich Morgenstern. Diese zeigen für mich eher die kompositorische Ader von von Deylen, abseits der populären Zwänge. Mit Ausnahme von Lichtjahre (mit Georgio Moroder), das eher wie eine Instrumentalversion eines Pop-Stücks klingt.

Mein Fazit zum neuen Schiller: Wer musikalische Revolution erwartet, ist hier verkehrt. Das Album bietet grundsoliden, angenehm zu hörenden elektronischen Pop a la Schiller, garniert mit ein paar inspirierenden, an traditionelle elektronische Musik angelehnte Instrumentale. In der Gesamtheit sicherlich ein gut hörbares Werk, auch wenn ihm wirkliche Highlights fehlen.

Website: http://www.schillermusic.com

Stefan Schulz

Computerchemist - Volcan Dreams

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Geschrieben von: Alfred Arnold
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 10. März 2019

volcandreams

Vor ein paar Jahren hat David Pearson, der unter dem Namen "Computerchemist" veröffentlicht, schon einmal "Music For Earthquakes" eingespielt.  Jetzt ist er mit "Volcan Dreams" zur Geologie zurückgekehrt.  Wer jetzt angesichts des Titels einen bombastischen musikalischen Ausbruch erwartet, liegt nicht ganz richtig: Der Vulkan schläft über weite Teile der Zeit, und das Album bietet einen abwechslungsreichen Mix verschiedener Stimmungen, um in dem letzten der fünf Tracks einen passenden Schlußpunkt zu setzen.  Wie die Anzahl der Titel - un die daraus resultierenden Längen - erahnen lassen, macht der Computerchemiker keinen Hehl daraus, dass seine musikalischen Wurzeln bis in die 70er-Jahre zurückreichen. Erfreulich ist, dass er bei seinen Mixturen immer rechtzeitig einen Absprung findet, bevor sie langweilig werden könnten.  "Volcan Dreams" ist für die Fans von Berliner Schule und Sequenzen, aber nicht nur für die, auf jeden Fall einen Mitflug wert.

https://computerchemist.bandcamp.com/

 Alfred Arnold

 

Jens Buchert - Exoplanet

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Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 05. März 2019

CoverExoplanetMit voller Wucht schmettert uns Jens Buchert sein neues Album "Exoplanet" entgegen. Die ausgefeilten, komplexen Beats um die 120 bpm sind uplifting und clubtauglich - aber nicht zu dominant oder abgedroschen. Kribbelnde, markante analoge Synthesizer-Arpeggios verbinden sich mit weite, wärmende Flächensounds. "Exoplanet" steckt die musikalischen Grenzen der elektronischen Musik wieder deutlich außerhalb des Mainstreams ab. Zum Genießen empfehle ich die etwas gemäßigteren Titel, wie z.B. "Cyclesphere", "Icelander" oder "Elfinhouse". Hier geht's etwas entspannter und verträumter zu. Zum Abtanzen eignen sich alle anderen Tracks. Unterm Strich bleibt Jens Buchert seinem Stil treu: Homogene, minimale und moderne Klangstrukturen mit Ohrwurmqualität.

www.jensbuchert.com


Will Lücken

Wiesenberg - Eremit

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Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 22. Februar 2019

wiesenberg eremit150Das zweite Album des Idar-Obersteiners Jens h. Kruhl setzt musikalisch an sein Erstlingswerk an und nimmt den Hörer wieder mit auf eine akkustische Reise. Der Sound ist leicht orchetral, gespickt mit gezuppften und gestrichenen Instrumenten, gefolgt von glockigen Synthesizer-Klängen, die das Album eher zu einem wohlgeformten und durchaus defensiven Klangergebnis führen. Mal entspannend und unaufgeregt, tendenziell ruhig und manchmal kitaroresk, aber immer exakt komponiert. Alle Tracks vermitteln eine Stimmung, die vielleicht auch an die Retrologie der NEW-AGE Elemente der 80er und 90er erinnert, setzen dabei aber einen endeutigen stilistischen Rahmen. Kaum zu Glauben, dass hier wieder Stücke aus einem 13jährigen Zeitfenster eingesammelt worden sind und gemeinsam mit ein paar Gastmusiker zu einem leicht verdaulichem Album zusammengefasst wurden. Ein bisschen mehr Mut bei Artwork und Soundauswahl hätte vielleicht nicht geschadet, darf aber hier als subjektive Betrachtung auch anders gesehen werden. 

https://wiesenberg-j-h-k.bandcamp.com/

Stefan Erbe

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Empulsiv wurde 2011 als Webzine für (traditionelle) elektronische Musik gegründet. Es berichtete über ein Jahrzehnt von musikalischen Events und über Veröffentlichungen, präsentierte Interviews und Neuigkeiten aus der Szene. Ende 2022 wurde das Webzine eingestellt. Es wird nun als Infoportal mit Eventkalendar, Linksammlung und Archiv fortgeführt, so dass Neues sowies Vergangenes weiterhin gefunden werden kann.

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