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Rudolf Heimann - Touch The Sky

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Geschrieben von: Stefan Schulz
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 08. Juli 2017

Eine oft zu hörende Kritik in der traditionellen elektronischen Musik ist, dass es sich bei neueren Werken ja nur um nachgemachte Musik handelt. Mit Touch The Sky von Rudolf Heimann jedoch liegt ein Original aus 1992 vor, das für die Wiederveröffentlichung neu gemastert und mit zwei Bonus-Tracks versehen ist. Natürlich merkt man der Musik ihr Alter an. Die Sounds klingen teilweise recht angestaubt, wurden durch das neue Mastering von EROC klanglich jedoch hervorragend aufbereitet, so dass die Stücke glasklar und aufgeräumt rüber kommen. Kompositorisch ist das Album somit auch in Gänze genießbar, ohne Kratzer oder Drops. Jedes Stück ist ein kleines Juwel, mit harmonischen und ansprechenden Melodiebögen. In der Beschreibung zum Album ist von Alan Parsons Projekt und Mike Oldfield die Rede. Tatsächlich kann man zumindest be Skywalker und View From A Hill dem Gitarrenspiel eine große Nähe zu Oldfield wahrnehmen. Insgesamt höre ich jedoch an vielen Stellen klangliche Referenzen an Tangerine Dream heraus, die der Melrose Ära zugeordnet werden könnten.

Touch The Sky ist ein schönes Album, dass man in dieser Fassung auch heutzutage noch sehr gut hören und genießen kann.

Bezug: Spheric Music

Stefan Schulz

Deep Imagination - Carefully Kept Secrets

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Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 27. April 2017

deep imaginationAls o.g. Longplayer die Redaktion erreichte, ergab sich glücklicherweise gleich eine längere CD-Begleitende Autofahrt die als Grundlage für diese Rezension herhalten würde. Torsten Sudler-Mainz, Mastermaind der Bandcombo offeriert die ganze Bandbreite der elektronische Genrezunft und vermengt in den 9 Tracks sowohl Pink Floydeske als auch Scoreelemente a la Vangelis. Immer wieder werden die Stücke von Sängerin Ann Karen Mainz mystisch mit seichten Gesangsphrasen ergänzt. Daraus entsteht eine gute Mischung aus Stilmittel und Spannungselement, auch wenn wir uns an einigen Stellen etwas mehr Variationen gewünscht hätten. Dennoch ist das Album geprägt voller guter Ideen und seiner professonellen Beteiligten. Nur das Artwork will nicht so recht "zünden", scheint doch die gewollte Zeichnnung irgendwie als unscharfes Foto durchgehen zu wollen. Man muss halt genauer hinsehen, genauso wie man auch genauer hinhören sollte, um die Geschichte des Albums zu verstehen.

www.deep-imagination.de

Stefan Erbe   

Baltes und Erbe - Electric Garden

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Geschrieben von: Super User
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 17. April 2017

Gut Ding will Weile haben - das haben sich Steve Baltes und Stefan Erbe wohl für ihr zweites Album "Electric Garden" gedacht.  Das war vielleicht auch gar nicht verkehrt, sind die Erwartungen nach dem Erstling "s-thetic²" doch alles andere als niedrig.  

Das Warten hat sich aber gelohnt, zeigt auch die zweite Veröffentlichung der beiden, wie eine gelungene Mischung zweier unterschiedlicher Stile aussehen kann - auf der einen Seite die härteren Rhythmen und Effekte von Steve, auf der anderen die sanfteren Melodien und Klänge von Stefan.  Das heißt aber nicht, dass 'Electric Garden' genauso klingt wie der Vorgänger.  War die s-thetic² eher spacig-ambient angelegt, bilden hier in den meisten Titeln die Sequenzen das Fundament.  Die werden aber nicht wie bei Vertretern der 'reinen' Berliner Schule bis zum geht-nicht-mehr ausgewalzt, alle Titel kratzen bestenfalls an der Zehn-Minuten-Marke.  So wird der Trip in den bunten Garten elektronischer Klänge nie langweilig.

Als Extra finden sich am Ende des Albums noch zwei Solo-Titel: "Only One Step" von Stefan Erbes letzter Solo-CD "The Freedom Of Movement", und "Basic Lifeform" dürfte allen vertraut vorkommen, die Steves Life-Auftritt auf der letzten Schwingungen-Party in Hamm mit erlebt haben.  So hat der geneigte Hörer direkt beim Durchhören die Möglichkeit, sich zu überlegen, wie zwei Stile zu einem verschmelzen und in welchem Titel "mehr Stefan" oder "mehr Steve" steckt - eine Mischung, deren Verhältnis von Titel zu Titel variiert, aber auf jeden Fall wieder gelungen ist!

Alfred Arnold

Moonbooter - Schwarzmond

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Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 16. Februar 2017

scholl schwarzmondAuch Bernd Scholls neuestes Album verfolgt die Synergie seiner astromedialen Verbindung von Space und Sound, vollführt dabei aber eine deutliche Veränderung. Es klingt deutliche defensiver, reduzierter und nachdenklicher als die vergangenen Alben des Eifelers. Natürlich gibt es die typischen Beats und Rhythmus-Muster die eben den Moonbooter-Sound ausmachen, aber der schwarze Mond mag irgendwie suggerieren als ob seine Musik einen kleinen Wandel durchlebt. Einige der Tracks erfordern deutlich mehr Zeit zum Zuhören und weniger des Konsumierens. Gut so und vielleicht führt der nächste musikalische Weg sogar mal auf irdische Breiten- und Längengeraden, wäre doch toll mal zu erfahren wie sich die Musik von Bernd Scholl durch heimische Inspirationen anhören würde. Tolles Album.

www.mellowjet.de

Stefan Erbe 

Remy-Fears

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Geschrieben von: Stefan Erbe
Kategorie: Rezension
Veröffentlicht: 24. November 2016

remy fearsWer den Niederländer Remy Stroomer und seine Musik kennt, wird wissen, dass er eher selten mit dem typischen Genre-Elektronik-Sound mitschwimmt. So auch in seinem neuesten Solo-Werk, dass nun nach einer langjährigen EM-Pause erschienen ist und seine Fans zu einer intensiven Beschäftigung verpflichtet. Die Tracks sind komplex und kantig, schaffen düstere Empfindungen und entsprechen ganz dem Titel des Slberlings. Aber wer sich die Zeit nimmt in das Werk einzutauchen, wird auch viele "positive" Highlights entdecken, nämlich die, in denen Remy seine künstlerische Qualitäten voll ausspielt. Fears ist und bleibt kein EM-Mainstream, spielt aber auf einem hohen Level, welches direktes Zuhören erfordert. Dann eröffnet es nicht nur Dunkles sondern viel Licht, die uns keine Angst machen muss.

http://www.desertedislandmusic.nl

Stefan Erbe 

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Über Empulsiv

Empulsiv wurde 2011 als Webzine für (traditionelle) elektronische Musik gegründet. Es berichtete über ein Jahrzehnt von musikalischen Events und über Veröffentlichungen, präsentierte Interviews und Neuigkeiten aus der Szene. Ende 2022 wurde das Webzine eingestellt. Es wird nun als Infoportal mit Eventkalendar, Linksammlung und Archiv fortgeführt, so dass Neues sowies Vergangenes weiterhin gefunden werden kann.

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