Kolaborationen zwischen EM-Musikern hat es in den letzten Jahren einige gegeben, der Output war dabei oft vielfältig und die Musik zumeist im Ergebnis Besonders und zumeist auch immer Veröffentlichungswürdig. So auch im Fall von Rieke Casper und Erik Matheisen, die sich zum namenverwürfelten Riekeerik zusammengetan haben und mit ihrem ersten Auftritt auf dem Raumzeitfestival ihre Grundlage zum Erstling "Contact" legen konnten. Der Autor gesteht, dass er mit der Einladung zum Festival einen kleinen Beitrag leisten konnte, um der EM-Fangemeinde ein wirklich schönes Album zu präsentieren. Beide Tastenkünstler haben nicht nur ihre musikalische Vergangenheit zu einer neuen Schnittmenge vereint, sondern vielmehr etwas Eigenständiges hergestellt, dass in Sachen musikalischer Qualität sich wohltuend von vielen der letzten EM-Veröffentlichungen absondert. Die kontaktisierten Melodien, Sequenzen und Harmonien zeugen von erstklassiger Handarbeit, Taktwechsel und Transponierungen werden als Stilmittel und Spannungsbogen verwendet und die Sounds, Drums und das Klangdesign sind vielfältig. Hier haben sich Musiker mit künstlerischen Möglichkeiten zusammen gefunden, die davon auch Gebrauch gemacht haben. Wir nehmen gerne mehr davon.
Stefan Erbe
https://rikeerik.bandcamp.com/releases

Zuerst gehört habe ich dieses neue Spyra-Album als Livekonzert im Bochumer Planetarium. Auch durch die dort gesehenen Projektionen wurde gleich eine recht kosmische Atmosphäre geschaffen. Das muss nicht unbedingt in der Absicht des Musikers gelegen haben, denn bei dem Album „Staub“ geht es nicht primär um kosmische Themen.
Bereits seit Anfang der 1990er Jahre publiziert der Norweger Sverre Knut Johansen melodische elektronische Musik. Mit Earth From Above erschien am 5. Februar nun seine erste Veröffentlichung bei dem amerikanischen Label Spotted Peccary, wo er sich auch den Gitarristen David Helpling zur Unterstützung auslieh.
Sowohl Eric van der Heijden als auch Rene Splinter sind in der EM-Szene keine Unbekannten. Neu ist, dass die beiden sich jetzt als Uni-Sphere zusammengetan haben. Was bei dieser Zusammenarbeit herausgekommen ist, kann man auf ihrem Debüt-Album 'Endless Endeavour' hören.
Der iranisch stämmige Musiker Arash Parsania komponiert bereits seit seiner Jugend elektronische Musik. Er ist, von einer kürzeren Phase im Feld der elektronischen Tanzmusik abgesehen, vorwiegend im symphonischen Genre unterwegs, zu dem auch sein aktuelles Album Creation zählt. Dabei spannt er einen Rahmen von feinsinniger Elektronik a la Suzanne Ciani bis hin zu eher bombastischen, Filmmusik-artigen Abschnitten. Klangauswahl und Melodiebögen lassen dabei den arabisch angehauchten Hintergrund des Künstlers erkennen. Die Kompositionen provozieren durch ihren Ablauf neben dem akustischen ein sehr bildhaftes Erlebnis, abwechslungsreich in Tempo und Klanggewalt, ohne erkennbare Längen. Symphonische Musik in modernem Gewand, aber mit unverkennbaren Wurzeln in der traditionellen und tanzbaren elektronischen Musik.