Er ist schon ein sehr fleißiger Komponist, dieser Robert Schroeder. Aktiv seit Ende der 1970er Jahre veröffentlicht er mit Dream Access bereits sein 34stes Solo-Album. Er selbst schreibt zum Album: "Der Weg zurück in die Atmosphären der Entstehungsphase der Elektronischen Musik war und ist mein Ziel. Dies ist mir mit diesem Album ein großes Stück weit mehr gelungen." Tatsächlich tritt man mit der Musik auf Dream Access eine klangliche Zeitreise in die frühen Zeiten seines Schaffens an, allerdings schon in die rhythmische Phase zu Zeiten von Skywalker und Computer Voice. Inmitten der Stücke trifft man allerdings auch immer wieder auf neuere, experimentelle Einlassungen und Flächen, die seinem heutigen Stil entsprechen. Robert schafft hier einen symbiotischen Klangkörper aus klassisch analogem Spiel in einem digitalen Umfeld, insgesamt jedoch näher an der traditionellen elektronischen Musik als zeitgenössische Vertreter des Genre. Mit dieser Mischung bewegt sich das Album mehr auf einer emotionalen Elektronikebene, fängt entsprechend die Gefühlswelt der 1980er des Stils ein. Er lässt den Hörer das eigenwillige Wesen der EM wiederentdecken, den ursprünglichen Traum hinter dieser speziellen Spielart elektronisch-musikalischer Erlebnisreisen.
Bezug: Spheric Music
Stefan Schulz

Auf welchem Label Alien Nature alias Wolfgang Barkowski sein neues Album veröffentlicht, das ist auf den ersten Blick zu sehen. SynGate-Alben erscheinen immer in gleicher Aufmachung mit den schwarzen Balken am oberen und unteren Rand und mindestens ähnlichen Schrifttypen.
Ich hatte Akikaze, den sympathischen Niederländer Pepijn Courant, für eine geraume Zeit musikalisch aus den Augen verloren. Nicht, dass mich seine Musik nicht interessiert hätte, aber seine Veröffentlichungen in den letzten zehn Jahren sind an mir vorbeigegangen; das jüngste Akikaze-Album in meiner CD-Sammlung war bislang „Leap In The Dark“, und das ist 2002 erschienen.
Bei der Berliner Schule Meistergruppe Broekhuis, Keller und Schönwälder hat sich das Farbrad wieder um eine Stufe weiter gedreht. Und jetzt ist alles Grün. Die mit über 70 Minuten wieder gut gefüllte CD ist diesmal in 5 Stücke aufgeteilt, wobei das letzte auch schon auf die als nächstes anstehende Farbe verweist. Das Album ist natürlich ein Muss für alle BKS-Fans, auch in Grün gibt es zahlreiche Sequenzen und synthetische Melodien aufs Ohr. Allerdings ist die Zusammenstellung musikalisch stellenweise überraschend, so finden sich neben knalligen Rhythmen und modernem Sound auch klassisch-traditionelle Passagen mit improvisiert überspielten Klangverläufen. Abwechslung ist somit garantiert.
Du schliesst die Bürotür hinter dir zu und steigst in dein Auto. Morgen beginnt der erste Urlaubstag und Tom Webster alias