Nein liebe Schroeder-Fans, es gibt keinen Grund in Sorge zu geraten, dass es an hörbaren Nachschub fehlen könnte, denn ein weiterer Silberling aus dem Grenzstädtchen Aachen erreicht die Empulsiv-Redaktion. Allerdings haben wir nicht direkt den Absender geprüft, könnte das Album auch direkt aus den kosmischen Sphären geschickt worden sein. Back in Space könnte die neue Adresse lauten, hat sich Robert Schroeder doch dieses mal den interstellaren Themen gewidmet. Ein schöner Kontrast zu den vorherigen Chill-Out-Produktionen und sehr viel traditioneller, als wir es in den vergangenen Produktionen konsumiert haben. Wenig Gitarre, viele Sequenzen und Schroeder-Leads machen das neue Album hörenswert. Robert, bleib ruhig noch ein bisschen in deiner neuen Umlaufbahn...
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Stefan Erbe
"Frisch, Luftig und Locker" waren die gedanklichen Synonyme die dem Redakteur in den Kopf stießen, nachdem die ersten Tracks von Gunnar Spardels alias Tigerforest neuem Album den Player verliessen. Ein "wirklich gelungen", "exzellent durchkomponiert" und "stimmig vervollständigt" ergänzten im weiteren Verlauf die weiteren Eindrücke. Die Kombination aus Chill, reduziertem Gesang und leichten traditionellen Einflüssen ergibt ein wirklich tadeloses Album, dass uns der Wahl-New Yorker spendiert. Die 13 Stücke passen wunderbar in den stilistischen Spannungsbogen des Albums und erfahren weitere Höhepunkte, wenn zusätzlich eine der Gastsängerinen intoniert. Dass sogar eine eigene Handschrift bzw. ein Trackübergreifender Charakter die Stücke umfassend verbindet, macht das Album zu einem aussergewöhnlichen Release. Für sich in der schmalen Chillout-Ecke noch eine eigene Nische zu finden, haben in letzter Zeit nicht viele Künstler geschafft, Glückwunsch! Jetzt heisst es nur noch die Nische zu verteidigen, dann werden bald auch die "Großen" vorbeischauen.
Quelle: Bandcamp
Stefan Erbe
Was ist das Besondere an der Musik von Steve Roach? Diese Frage stand schon öfters im Raum .... der Gedanke wurde intensiver, als der erste Titel "The Delicate Forever" (24:42) noch lief. Wie ist dieser Erfolg mit Teils so minimalistischem Einsatz der Geräte möglich ? Die Antwort kam schon Anfangs der nächsten Titel : Steve Roach ist in der Lage, dass er mit minimalistischen Mitteln immer wieder neue Klangbilder erschaffen kann, die uns die Musik auch visuell neu erscheinen lässt. Es kommt einen vor, als wenn aus einem unendlich weitem Raum irgendwo ganz feine Klänge kommen. Niemand kann erahnen, geschweige denn sehen, woher sie kommen, sie sind einfach da und nehmen die ganze Konzentration ein. Im Moment kann ich die Musik einfach nicht anders beschreiben. Die -The Delicate Forever- ist einfach ein wirklich feines und sanftes Klangerlebnis. Zu dem Kauf der "Forever" gab es als Bonus die "Beyond" dazu .... eine 74 Minütige Oase der Ruhe und Harmonie. Das Stück "The Delicate Forever" in der langen Version. Hier kommt dann spätestens wieder die Frage auf, die ich als Einleitung dieser Rezi gestellt hatte. Mit diesen beiden CDs hat Steve Roach wiedermal was richtig Gutes geschaffen. Nicht nur für Fans sehr empfehlenswert !
Uwe Saße
Mit den vorangegangenen Alben hatte Claudio Merlini bereits seine Welt der schönen und zugänglichen elektronischen Musik dargelegt. Mit Forever Changes macht er aber einen größeren Schritt in Richtung eindrucksvoller und cineastisch angehauchter Komposition. Auch wenn mich einige Fragmente an Künstler wie Quiet Force oder Tangerine Dream, aber auch an moderne Filmkompositionen erinnern, so bewahrt Claudio durchweg seine Eigenständigkeit. Mit gutem Gefühl für Harmonien und leichtfüßigen Melodien versetzen einen die Stücke in unterschiedliche Gefühlsszenarien, mal eher spannungsgeladen, mal völlig entspannend. Forever Changes ist ein abwechslungsreiches Album, das mir eine angenehme Stunde Hörfreude geboten hat.
Bezugsquelle: AD music
Stefan Schulz
Lässig abhängen, Seele baumeln lassen und gemütlich einen Longdrink schlürfen...ok, und Club Chill 2 hören. So würde es wohl der Komponist selbst beschreiben. Wir wollen und können das nicht verneinen, ergänzen aber gerne, dass EM-Grenzgänger wohl den meisten Spass am aktuellen Album des Aacheners haben werden. Seine 10 Stücke behalten trotz Chill-Betitelung eine gewisse Nähe zu den anderen Schröder-Alben und führen somit nicht zu weit aus seiner EM-Umgebung heraus. Durchaus Kurzweilig und hochprozentig. Strohalm braucht es nicht. www.news-music.de
Stefan Erbe
Über Empulsiv
Empulsiv wurde 2011 als Webzine für (traditionelle) elektronische Musik gegründet. Es berichtete über ein Jahrzehnt von musikalischen Events und über Veröffentlichungen, präsentierte Interviews und Neuigkeiten aus der Szene. Ende 2022 wurde das Webzine eingestellt. Es wird nun als Infoportal mit Eventkalendar, Linksammlung und Archiv fortgeführt, so dass Neues sowies Vergangenes weiterhin gefunden werden kann.
