Michel Huygen, spanischer Ambient-Pionier und New Age Legende, ist auch in der aktuelle Gegenwart sehr fleißig. Sein neuestes Werk verfolgt zwar auch weiterhin den Weg der ultratiefen Spaceadaption, kann aber als ganzes Kunstwerk durchaus überzeugen, denn wenn man sich erstmal in die Butterweichen, durchgechorten und megauniversalen Klangräume hat fallen lassen, ergibt sich ein wohliges Gefühl des zeitlosen Reisens durch die Tiefen des tonalen Alls. Die Neuronium typische Soundauswahl mellotroniert den Gesamteindruck, dass der Kosmische Trip endlos sein kann. Genreliebhaber werden sich auch in diesem Orbit sehr schnell heimisch fühlen.
Stefan Erbe

....es stimmt.... die Titel werden wirklich so geschrieben. Ich habe die Titel gerade mal auf anderen Portalen miteinander verglichen. Erstaunlich wie die Titelwahl bei manchen ausfällt. Aber egal wie aussergewöhnlich die Titelwahl ist, die Musik jedenfalls ist wirklich klasse! Anders als bei Dream Conspiracy, bei dem der Brite Matthew Stringer auch mitwirkt, ist bei Dyad ( Matthew Stringer & Graham Getty ) die Musik wesentlich lebendiger und dynamischer. Diese frische Musik würde ich wirklich jedem EM-Freund empfehlen und es bleibt zu hoffen, dass wir noch vieles von dieser Formation hören. Klasse Retro-Musik, inspiriert von Tangerine Dream aus den 80er Jahren.
Als Mario Schönwälder seinen CD-Stand beim Happy Radio-Event aufbaute und ich da was entdeckte, was ich noch nicht hatte, musste ich natürlich auch gleich zuschlagen.
Hinter dem Projekt W.O.S.P. steckt der Musiker und Maler Walter Roos. Doch wer hier seine ambiente Musik erwartet, liegt leicht daneben, wie schon die Nutzung eines Projektnamens vermuten lässt. Bei Pictures from the Past überwiegen Anteile der Berliner Schule, mit oftmals flotten Sequenzen und langgezogenen E-Gitarren Melodien. Dabei ist die erste Hälfte des Albums noch nahe an der spacigen Musik, mit teils getragenen Flächen. Doch dann übernehmen treibende Rhythmen und erzeugen eine tanzbare Klangwelt, immer wieder vermischt mit ethnischen Klängen und Gesang bzw. menschlichen Stimmen.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis der Zeilenverfasser oben genannter CD auf den Grund gegangen ist, denn der Weg dahin offerierte einige zeitvertreibende Highlights. Ich gestehe, dass Sun Secrets mehr als nur ein bisschen Zuhören verlangt und der Traditionalist wird mit der FSOLschen-klingenden Ähnlichkeit, bedarfslos weiterziehen. Aber es ist auch nicht die Aufgabe des cosmischen Künstlerduos, es den Zuhörern gerecht zu machen, sondern vielmehr etwas entstehen zu lassen , was dem produktiven Einerlei eine deutliche Absage erteilt hat. Einige der Tracks sind atmosphärisch, sehr wechselhaft und ambient, einige wieder etwas geradliniger, aber alle strotzen von Individualität und Freiraum. Gut so, denn selten zeigen Musiker den Mut etwas "liegen" zu lassen, was nicht fertig zu sein scheint um es ein paar Takte später, dann doch vollenden zu lassen. Exzellent, wir hätten gerne mehr von diesen mutigen Acts.