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Die Sequenz ist bekanntermaßen einer der Grund-Bausteine elektronischer Musik. So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Künstlerpack irgendwann diesen Begriff als Motto für sein jährliches Konzert- und Kunst-Event in den Solinger Güterhallen wählen würde. "Sequenz" st aber auch ein Begriff, der sich in anderen Kunstformen interpretieren lässt, und die Künstlerateliers und Galerien in den Güterhallen bieten dafür einen idealen Ort.

Das Jahr 2018 ist gerade einmal sechs Tage alt, das letzte EM-Event des alten Jahres liegt gerade einmal eine Woche zurück, und schon ist es wieder Zeit, sich auf den Weg zu machen. Nicht jedes Jahr, aber öfters, lädt Ron Boots, der ansonsten den E-Day und E-Live in Oirschot organisiert, auch zu einem Konzert ganz zu Anfang des Jahres ein. Letztes Jahr hatte er zum Beispiel Picture Palace music in "De Enck" zu Gast. Für das diesjährige Neujahrs-Konzert hat er das "'t Tejaterke" in Best gebucht, ein Kulturzentrum quasi direkt bei ihm zu Hause um die Ecke. Der Saal bietet zwar nur etwa halb so vielen Zuschauern Platz wie in Oirschot, dafür ist diese Location auch wesentlich günstiger zu haben. So kann man auch einmal Musikern eine Bühne bieten, die (bisher) nicht für eine dreistellige Zahl von Zuschauern garantieren können.

Es ist der 30. Dezember dieses Jahres, und wie alle Jahre mache ich mich auf den Weg nach Bochum zum Planetarium. Wann bin ich eigentlich das letzte Mal dort gewesen? Es ist schon einige Monate her. Stefan Erbe hat dieses Jahr eine kleine Kreativpause mit Sound of Sky eingelegt, und auch die Konzerte, die der Schallwende-Verein regelmäßig organisiert, sind etwas seltener gewesen. "Hello" bleibt aber ein Eckstein im PlaBo-Terminkalender, nicht nur für den Verein, auch für die Szene - das Planetarium ist ausverkauft. Angesagt sind für heute Ron Boots und Freunde. Ron Boots Freunde, das sind heute Frank Dorittke, Harold van der Heijden und Stephen Whitlan. Vier Musiker aus drei Ländern, das ist ein schönes Beispiel dafür, dass Musik über alle Grenzen hinweg verbindet, Brexit hin oder her.

Heute ist in zweifacher Hinsicht ein besonderer Tag. Zum Einen geht es nicht zu einem Konzert, sondern zu einer Lesung. Karl Bartos, von 1975 bis 1991 bei Kraftwerk, hat vor einigen Wochen seine Memoiren veröffentlicht und geht mit ihnen auf "Tournee". Ich habe sein Buch "Der Klang der Maschine" auch auf dem Nachttisch liegen, bin bisher aber noch nicht zu den Kapiteln mit seiner Kraftwerk-Zeit vorgedrungen - ich werde also heute den einen oder anderen Ausschnitt hören, den ich noch nicht kenne.

Als vor einem Jahr Loom für E-Live angekündigt war und die Karten lange im Voraus ausverkauft waren, hätte man meinen können, so ein Erfolg wäre nicht mehr zu toppen. Groove-Chef und E-Live-Organisator Ron Boots ist dieses Kunststück aber gelungen: Dieses Jahr konnte er Tangerine Dream als Haupt-Act gewinnen, und die Karten für den Samstag waren derartig schnell ausverkauft, dass Ron den Sonntag hinzugenommen hat. Alle, die für den Samstag keine Karte ergattern konnten, haben auf diese Weise eine Chance, Tangerine Dream (und David Wright) doch noch live in 'De Enck' zu sehen. Da Tangerine Dream für den Sonntag ein anderes Set versprochen hatte, haben natürlich viele dieses Angebot auch für ein komplettes Wochenende in Oirschot genutzt - je nachdem von wo man kommt, ist die Übernachtung ohnehin gebucht. Wir haben es von Aachen aus nicht ganz so weit und sparen uns das Hotelzimmer, das Geld kann man auch in CDs investieren.

Nachdem wir bereits schon einige interessante Menschen auf dem EC in Detmold ausgiebig befragt hatten, waren wir auch in Oirshot beim E-Live. Hier die Interviews mit Bernd Scholl, Sylvia Sommerfeld, Johan Geens, BKS und Remy.





Ein "Groß-Planetarium" wie das in Bochum, Brüssel oder in diversen anderen Großstädten ist mit seiner riesigen Kuppel und der dreistelligen Anzahl Sitzplätze schon ein beeindruckender Bau. Daneben gibt es aber noch eine Reihe kleinerer Planetarien, die vielleicht in ihrer Technik nicht so imposant sind, dafür aber auf andere Weise ihren Reiz haben. Ziel meines heutigen Ausflugs ist ein solches, nämlich das Planetarium der Sternwarte Recklinghausen. Bereits zum dritten Mal wird hier die "Sternentraumreise" aufgeführt, ein kosmisches Märchen kombiniert mit elektronischer Musik.

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Empulsiv hat auch in diesem Jahr auf dem EC in Detmold einige Gäste befragt. 

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