Mit diesen Worten wurde ich in dem Anschreiben von Stephan Kaske begrüßt: Hallo Uwe - KEINE PANIK - dies ist ein (fast) vollelektronisches Album mit MASSIG SEQUENZEN, ausschließlich Computer-Drums und Vocodern! Nur bei einigen Flöten- und Sax-Passagen sowie Gesang MUSST DU STARK SEIN. Eben typisch für die anfänglichen 80er Jahre!
Na ja, denk ich. Was das wohl wird?! Da ich mich mit Stephans Musik nicht so gut auskenne, warf ich einen ersten Blick auf das schön gestaltete Digipack und mir fiel mir auch gleich die Erstveröffentlichung auf, nämlich 1981! Gut, die 80er Jahre, gerade die Deutsche Szene, war geprägt von der "Neuen Deutschen Welle" und dieser Einfluss ist auch stark auf der -Grand Prix- zu hören. Aber nicht nur dies, anscheinend war es auch die Musik von Depeche Mode, die Stephan animiert hat. Auf jedem Fall entlockte mir die Musik einige "Schmunzler", denn der erste Eindruck war : verspielt und im positivem Sinne ein bisschen Crazy!
Uwe Saße
Lieber Dark-Drone-Ambient-Freund! Ab hier bitte weiterlesen! Fehlt Ihnen noch der ultimative-dunkle Soundtrack? Dann könnte Ihnen mit dem 8 Track Album von Mario Grönnert weitergeholfen werden. Soundtrack beschreibt die 8 Stücke wohl auch am trefflichsten, denn schon nach den ersten Takten erzeugen die Sounds riesigen Kopfkino-Areale in denen in gekonnter Endzeit-Stimmung diverse Sci-Fi-Streifen ihre tonale Unterstützung gefunden hätten. Egal ob Raumgleiter durch die Zukunftswelten wie Blade-Runner und Konstorten düsen oder diverse Orksche-Gruselrudel ins nächste Gemetzel aufbrechen, die audiophile Grundlage ist schon mal gelegt. Zielgruppengerechte Musik wie diese, wird es aber bei allen anderen Elektronik-Fans schwer haben, denn das Album bietet wenig Grenzgänger-Optionen, obwohl es in Gänze als "gedrontes" Dark-Ambient sehr wohl funktioniert. Allerdings sollte man nicht zu voreilig die Musik ins mediale Schublädchen des simulierten Filmsupportes abschieben, sondern sich vielmehr die Mühe machen, es sich selbst anzuhören.
Nicht nur die Musikrichtungen von Chill und Lounge sind produzierend, üblicherweise eine klassische Männerderdomäne. Um so mehr freut es, wenn sich auch weibliche Künstler nicht nur etablieren, sondern sogar Maßstäbe setzen können. Maria Griessner die unter dem Pseudonym "Marie Therese" firmiert, gehört zu dieser "einsamen" Gruppe, die aber mit ihren Tracks einen sehr außergewöhnlichen und bedeutsamen Bogen zwischen Vocal-Tracks, Chillout-Sounds und "(b)rauchbarer" Lounge-Elementen spannt. Als funktionales Beispiel fungiert ihre neueste EP "Garden of Peace", die äußerst "fluffig und leichgängig" die virtuellen "Genußräumlichkeiten" beschallt und uns damit in die heimatlichen Cafes einzuladen scheint. Auch wenn dem Rezenseur droht in "Piefke Beschreibungs-Klischees" abzurutschen, die Suggestion des entschleunigten Lebens scheint bestens in der Nachbarregion zu funktionieren, woher sollte die Inspiration dieser versammelten Lässigkeit rühren. Auch die vorherigen Projekte der Österreicherin bieten die gleiche Qualität, insbesondere das Album "Sweet Fruits" passt exzellent zur nächsten "Melange" und hätte eigentlich eine eigene Rezi verdient. ...bitte mit Sahne und zwei Stück Zucker!
-Deepflow- ist das zweite Werk vom W.O.S.-Projekt (Walter Roos) und unterscheidet sich doch ziemlich von den anderen. Hier geht es zum Teil recht experimentell zu, wobei die unterschiedlichsten EM-Stile auch hier wieder zu hören sind. Es beginnt mit 2 Ambient-Stücken, die so richtig aus der Tiefe kommen und sich langsam entfalten. Später wird noch eine E-Gitarre eingesetzt, die der Musik einen magischen Touch gibt. Spacig geht es weiter, bis es dann mit dem 6.Stück experimentell wird. Da ist es mit der Ruhe und Harmonie für ein paar Minuten erstmal vorbei. Mit sanften Pianoklängen kehrt die Ruhe aber wieder ein und die restlichen Minuten können ganz entspannt zu Ende gehört werden.