
Einskommafünf - auf soviel Grad soll der durch den globalen Klimawandel verursachte Temperaturanstieg bis 2100 begrenzt werden. Das Ziel ist - vorsichtig formuliert - ambitioniert, und nicht viel weniger ambitioniert ist es, dies zum Thema der eigenen Musik zu machen. Bernd-Michael Land unternimmt dieses Wagnis auf seinem neuesten Album, das eben diese Zahl zum Titel hat.
Das muss naturgemäß eine Gratwanderung sein, auf der man einerseits nicht in große Gesten ohne Inhalt abrutschen darf. Andererseits darf die Sache aber auch nicht mit allzu erhobenem Zeigefinger daherkommen.


Es ist manchmal schon vertrackt mit der Kreativität. Da will einem partout zum geplanten Konzept nichts einfallen, und stattdessen schenkt die Inspiration Titel, die nicht auf das Album passen wollen. Diese 'Einzelstücke' landen dann ungenutzt und ungehört in der Schublade. Robert Schroeder macht seit diversen Jahren eine Tugend daraus: Er greift in sein ohne Frage stattliches Archiv solcher unveröffentlichter Titel und stellt daraus Alben der 'D.MO' Serie zusammen.
