
Nachdem Meesha die Schallwelle als „bester Neuling des Jahres 2009“ in Empfang genommen hatte, brachte er mit „Within The Parallel“ ein hervorragendes Album als reguläre CD heraus. Mit „Ether“ kehrt er nun zu seiner vor „Within The Parallel“ schon praktizierten Art der Veröffentlichung seiner Musik zurück: „Ether“ ist als (kosten)freier Download auf seiner Webseite erhältlich.
Der aus Hilversum (NL) stammende Misja van Waterschoot, der unter dem Pseudonym Meesha schon viele Jahre lang (nicht nur) elektronische Musik macht und veröffentlicht, hat seine aktuelle Produktion dem „Äther“ gewidmet: „Dedicated to the invisible medium in which radio, television and communication signals travel.“ Erwartungsgemäß sind viele Sprachschnipsel und andere, dem Funk zuzuordnende Geräusche zu hören.
Obwohl Meeshas Vorliebe für Jean-Michel Jarre und dessen Einfluss auf Meeshas Schaffen an vielen Stellen wieder deutlich erkennbar ist, macht Misja doch seinen eigenen Weg. Auffallend ist, dass „Ether“ um einiges ruhiger als die Vorgängeralben wirkt. Das wird schon bei dem schönen Opener „Radiate“, einem Track mit herrlicher Atmosphäre, offenbar. In den letzten Minuten wird die spacige Stimmung um Sequenzen und Klänge verstärkt, die eine große Weite erzeugen.





Mehr als drei Jahre nach Raja gibt es endlich wieder neue Musik des Finnen Ossi alias Planet Boelex. Das neue Album heißt Exist und besteht aus dem Titelstück von Planet Boelex, 4 weiteren, in Kooperation mit diversen Künstlern entstandenen Tracks und einem Track von Krister Linder in einer Planet Boelex Version. Natürlich ist das Album mit dem typischen entspannten, melodischem Stil versehen und kommt locker und leicht über die Membranen geperlt. Wieder mit dabei ist ein Stück mit Lisa's antenna, die den Track Stay mit ihrer magischen, leicht souligen Stimme veredelt. Space Walrus ist eine Gemeinschaftswerk mit Mosaik und bekommt durch die Vermischung einen etwas druckvolleren Klang im Vergleich mit Ossis üblichen Tracks. Die Remix-Version von Krister Linders The Great Surrender hat bis auf die Vocals kaum etwas mit dem originalen Stück von Krister gemein, hebt den ursprünglichen Chill-out Track auf eine souligere Ebene, was der Stimme Krister Linders eine gerechtere Grundlage bietet. Die Zusammenarbeit mit Bad Loop gibt dem Track Unreasonable Reasoning wieder eine etwas andere, dunklere und treibendere Note, auch wenn Planet Boelex' musikalisches Händchen deutlich zu erkennen ist. Zum Abschluss folgt der Remix von Leaving Quietly, ursprünglich veröffentlicht auf Suunta (August 2007), durch Weldroid. Aus dem gemütlichen, Effekt-durchzogenen Finalstück ist ein quirliges, technisch klingendes Kunststück a la Weldroid geworden.