After the stillness ... comes the afterlight.
Die Musik ist wie das Cover, so könnte man mit gutem Gewissen die Musik der Afterlight beschreiben. Dunkel, kühl, wenn nicht sogar kalt. So kommt die Musik rüber. Das ist für mich die typische Musik von Steve Roach, die ich auch am liebsten von ihm mag. Man kann ruhig mit höheren Erwartungen an diese Musik gehen, obwohl die Musik recht kühl ist, geht Steve Roach doch mit sehr viel Gefühl und Intensität ran. Die Übergänge, sowie Akkordwechsel, sind harmonisch und weich. Melodien sollte man aber auch hier nicht erwarten. Dafür wird man aber mit sehr Athmosphärisch dichter Musik belohnt, die einem wirklich nicht los lässt.
Die Afterlight ist meines Erachtens eine der besten CDs dieses Genres und daher für Dark-Ambient-Freunde sehr zu empfehlen. Knappe 74 min., die für mich zu den besten von Steve Roach gehören.
Bezugsquelle: Projekt
Uwe Saße

Zur Zeit gehört Stefan Erbe zu den wohl produktivsten Musikern in der Elektronikszene. Bekannt ist ja schon seine monatliche Reihe „Sound of Sky“. U. a. daraus entstand sein neues Album The Sounds Of My Comfort´sone, welches Anfang Februar erschien. Auf
Der Sommer ist kaum vorüber, da lässt Schiller die Sonne noch einmal in herrlichem Gewand aufblühen. Am 5. Oktober erscheint das Doppelalbum, das, wie von Schiller gewohnt, aus einer Mischung gesungener und instrumentaler Tracks besteht. Das Titelstück "Sonne" mit dem Sänger von Unheilig ist ja bereits als Single-Auskopplung erschienen. Die Ursprünge von Schiller liegen bekanntermaßen in der traditionellen elektronischen Musik gepaart mit modernem Pop-Rock, und auch dieses Album macht keine Ausnahme, bietet gleichermaßen sehr poppige Musik mit Chart-Charakter und einer populären, gefälligen Art von EM. Der mir bereitgestellte Promo-Stream umfasst 16 Titel, die einen Vorgeschmack auf das über 30 neue Stücke umfassende Doppelalbum geben.
Auf dem Electronic Circus 2011 begeisterte mich eine Gruppe besonders, und zwar das Quartett bestehend aus Josef Skrzek, Steve Schroyder und Kolja Simon und Felix Mönnich alias Alien Voices. Umso gespannter war ich auf diese CD, die allerdigns ohne Josef auskommen muss. Nichtsdestotrotz wurden meine Erwartungen erfüllt. Die Mischung aus (oftmals Beat-getriebener bis Dancefloor-artiger) Synthesizermusik und Obertongesang übt auch auf diesem Album seine starke Faszination auf mich aus. Während das Thema der CD auf einen asiatischen Hintergrund verweist, gehen die Klänge und Gesänge eher in Richtung arabischer, nativ-amerikanischer oder australischer Anmutung. Neben den überwiegend tanzbaren Tracks gibt es auch sehr ansprechende, fast ambiente Tracks, die einem wichtige Ruhepausen geben. Qigong Dancing ist eine sehr professionell produzierte CD mit einem gewissen "außerirdischen" Touch. Und wer sich an dem recht kommerziellen Stil nicht stört, findet hier ein sehr spannendes Album.
Das britische Musikprojekt Data Rebel (in Person: Danny Howe) hat mit Dreams for an Abstract Mind ein sehr ansprechendes Album bei kahvi veröffentlicht, das mit treibenden Rhythmen nicht gerade geizt. Als EP gekennzeichnet, ist das Album mit über 50 Minuten eigentlich schon vollwertig. Man kann sehr gut die Einflüsse eines anderen kahvi-Musikers hören, nämlich Planet Boelex, aber es ist dennoch ein sehr eigenes Album, das man wohl am ehesten in den Downtempo-Electronica und Chill-out Bereich einordnen kann. Die einzelnen Stücke sind außerordentlich melodiös und verleiten zum sich treiben lassen, sicherlich ideal für einen Abend in entspannter Atmosphäre. Eine schön abwechslungsreiche Playlist, die mich qualitativ und musikalisch überzeugt hat.