Hinter dem Projekt Dream Conspiracy verbirgt sich der Brite Matthew Stringer. Schon was von ihm gehört? Ich bisher leider noch nicht. So manchmal sollte man die Tipps, die über Facebook kommen, ruhig befolgen. Ich hab es gemacht und bin begeistert! Your Word Is But One von Dream Conspiracy würde ich durchaus als einen Geheimtipp bezeichnen. Wunderbare Musik, die im Lounge-/Chill Out-Breich einzuordnen ist. Leichte Ausflüge in die Berliner Schule geben dem Ganzen noch den gewissen Kick. Es ist immer wieder schön zu hören, wenn unterschiedliche Stile gekonnt miteinander verschmolzen werden. Die Your World Is But One bietet ruhige, abwechslungsreiche Musik. Unterstützt durch leichte Rhythmen und Melodien wird diese Musik zu einem richtigen Hörgenuss. Echt klasse Musik!
Bezug: https://dreamconspiracy.bandcamp.com
Uwe Saße

Ich mag ja die Musik von Mike Carss alias Altus sehr. Es ist eben nicht die "übliche" Ambient-Musik, denn eine leichte Anlehnung an cinematischen Aufbau und Strukturen ist immer vorhanden. So nehmen die sphärischen Elemente und dramatisch angehauchten Klänge auf The Sidereal Cycle 2 (Andromeda) den Hörer direkt gefangen und ziehen ihn in den fast einstündigen Sog des Übergangs vom warmen, schmeichelnden Sommer in den eher wechselhaften, spannungsgeladenen Herbst. Eine überzeugende Vertonung des Jahreszeitenwechsels, der mit dem ersten Album (Cygnus) seinen Anfang nahm und in zwei weiteren Veröffentlichungen münden wird. Eine klare Empfehlung für Liebhaber ambienter Klanglandschaften.
Mit Schwebewald eröffnet das neu gegründeten Sublabel SynGate Luna seine Pforten. Die fünf Kompositionen von 6 bis 21 Minuten Länge entführen den Hörer dabei in einen Wald, allerdings keinen irdischen, sondern eher surrealistisch fremddimensionaler Natur. Dronenhafte Flächen bieten dabei den grundlegenden Halt, während eine fremdartige und doch auf irgend eine Art vertraut klingende Geräuschkulisse ein durchschweben unterschiedlicher wäldlicher Gebiete suggeriert. Pete schafft hier ein sehr dichte Atmosphäre und gibt dem Hörer mit dieser Effekt- und Flächenkomposition ein ungewöhnliches udn einmaliges Klangerlebnis.
Zu einem Großteil sicherlich außerhalb der Hörgewohnheiten, bietet Orbique mit dem Album Always now never after ein sehr variantenreiches Album mit elektronischer Musik verschiedener Stilistiken, von IDM über experimentellen Stücken bis hin zu wunderbar harmonischem Down-tempo. Genauso variabel sind auch die Längen der 17 Stücke auf dem kostenlosen Album. Dieses hat schon einen recht düsteren Unterton über alle Stücke hinweg, allerdings eher wenig von einem roten Faden über die gesamte Laufzeit. Insgesamt also ein wechselreiches Hörerlebnis, das jedoch auch mit qualitativ guter Produktion überzeugen kann. Kurz: spannende Musik abseits ausgetretener Elektronikpfade.